IG Metall Vertrauensleute Dresden solidarisch mit unseren Siemens Kolleginnen und Kollegen am bundesweiten Siemens-Aktionstag !!!!!!!!!!

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen

 

Mit dem heutigen Tag demonstrieren wir IG Metallerinnen und Metaller, IG Metall Vertrauensleute und IGM Betriebsräte bei Infineon Dresden unsere Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen bei Siemens. Hier sind bis zu 74.000 Beschäftigte  von Entlassungen, Verlagerungen, Ausgliederungen, Offshoring  usw bedroht.

 

Heute, am 18 Juni 2004, finden konzernweit in ganz Deutschland an vielen  Siemens Standorten zahlreiche Protest- Aktionen statt. Ausserordentliche Betriebsversamm-lungen, Autokorsos, Protestkundgebungen usw.

Wir unterstützen unsere Kolleginnen und Kollegen in ihrem Kampf für den Erhalt aller Arbeits -und Ausbildungsplätze, ihrer Tarifverträge, für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Wir unterstützen damit auch das klare NEIN zur Verlängerung der Arbeitszeit zum Nulltarif, wie es Siemens-Vorstandsvorsitzender v. Pierer sich erträumt.

Herzlichen Glückwunsch allen Siemens Kolleginnen und Kollegen zu diesem konzernweiten Aktionstag! Eine tolle Sache, von der es sich zu Lernen lohnt.

 

Siemens Vertrauensleute aus Offenbach schreiben zum Aktionstag:

Der Aktionstag am 18.Juni stellt ein wichtiges Signal dar, dass Beschäftigte und IG Metall die rigorose Durchsetzung der Siemens-Pläne nicht widersatndslos hinnehmen werden. Das gilt standortübergreifend, egal ob für den einzelnen Betrieb nun zur Zeit noch keine konkreten Maßnahmen geplant sind, oder ob er bereits akut bedroht ist....“

Dazu Ursula Weisser, Betriebsratsvorsitzende Transportation Systems Braunschweig:

Mit dem Aktionstag am 18.Juni wollen wir zwei Dinge erreichen: Erstens dem Unternehmen zeigen, dass wir uns nicht spalten lassen, und zweitens uns solidarisch erklären mit den anderen Standorten. Wir wollen damit unsere Erpressbarkeit minimieren. Und wir wollen die Belegschaft miteinbeziehen und den MitarbeiterInnen klar machen, dass ALLE von schlechteren Arbeitsbedingungen bedroht sind...“

 

Wir machen bei Infineon zur Zeit selbst wichtige Erfahrungen, wie nötig der gemeinsame Zusammenhalt, die praktische gegenseitige Hilfe und Solidarität ist.

 

Die eingehende Unterstützung und Solidarität von Kolleginnen und Kollegen aus München von Siemens und Infineon Kollegen , von Degussa Radebeul, von Dresdner Verdi Kolleginnen und Kollegen, von Dresdner AWD Kollegen.....- das macht uns Mut, für unsere gewerkschaftlichen Ziele zu streiten!

 

 

An die Kolleginnen und Kollegen bei INFINEON TECHNOLOGIES Dresden

( Auszüge aus einer Solidaritätsadresse)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

mit Sorge um die Zukunft Eurer gesamten Region haben wir von der Einführung von Leiharbeit für vorerst 700 KollegInnen in der Fertigung in Eurem Werk gehört.

 Es ist bezeichnend wie skrupellos die Monopole handeln . Nachdem über 1 Milliarde € Fördergelder von Bund und Land angeblich zur Schaffung von Arbeitsplätzen in die Kassen geflossen sind und Eure Arbeit als das beste, produktivste Chipwerk der Welt gefeiert wurde, soll über Nacht alles anders sein ? Der Standort nicht mehr sicher ?

In Wahrheit geht es um Maximalprofite. Für größere Marktanteile sollt Ihr „flexibler“ werden

Für höhere Gewinne will man 30 % von Euch in schlecht bezahlte Leiharbeit zwingen, Euch gegeneinander ausspielen .  Das ist moderne Tagelöhnerei !

.........Kolleginnen und Kollegen , steht auf für Eure Zukunft und die Zukunft Eurer Kinder !Auch in Eurer Region gibt es Beispiele wie man erfolgreich kämpfen kann , zB Degussa Radebeul.

Greift diese Erfahrungen auf, lasst Euch nicht spalten.

Wir müssen voneinander lernen , über Branchengrenzen hinaus, denn gemeinsam sind wir stark.

Organisiert Euch in der IG Metall !    Stärkt die IGM – Fraktion im Betriebsrat !

Nehmt Eure Zukunft selbst in die Hand.

Einstimmig verabschiedet auf dem internationalen Bergarbeitertreffen in Gelsenkirchen am 23  . Mai  2004 von 164 Teilnehmern aus Deutschland, Indien, Peru , Bolivien , Panama,  Paraguay, Südafrika, Österreich  und Russland.

 

 

 

 

 

 

 

 FOTO aus der LUPE 1/2004 Seite 1

 

 

 

 

Kollegen von Infineon Perlach beim Warnstreikauftakt 2004

 

 

 

Wir wissen, Solidarität ist keine Einbahnstrasse ! Und deshalb unterstützen wir heute ganz besonders unsere Kolleginnen und Kollegen im Siemens-Konzern !

Auch wenn wir Infineon Kollegen vor einigen Jahren aus dem Mutterkonzern Siemens ausgegliedert wurden, so sind die kollegialen Beziehungen stärker als der heutige ca 20% Aktienanteil von Siemens an Infineon.

Schließlich zählen wir unsere jetzt von Ausgliederung bedrohten Kolleginnen und Kollegen bei FAC oder in der Produktion ( Leiharbeiter!), oder die bereits ausgegliederten Bereiche  bei FAC, Logistic, Kantine usw  nach wie vor zu unseren Kolleginnen und Kollegen!

 

 

Dieses Flugblatt wird in diesen Stunden über die IG Metall an unsere Siemens-Kolleginnen und Kollegen geschickt!

 

 

 

V.i.S.d.P. Willi Eisele, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Dresden, Schützenplatz