Entscheidungskriterien für oder gegen PRA
Empfehlung, wie man zu einer
Entscheidung kommen kann
Angst vor Repressalien bei PRA
Ablehnung
Einschätzung der
Verhandlungsumstände
Allgemeine Einschätzung von NCI
PRA oder die Kunst des Bogenschießens
Es gibt einen Unterschied zwischen Wehren und Wehren. Man kann blind um sich
schlagen, ins offene Messer laufen, wie man so sagt oder man kann sich gezielt
überlegen, welches die richtige Strategie ist, um aus dem Kampf als Sieger
hervorzugehen.
Blindes um sich Schlagen ist ein Zeichen von Hilflosigkeit, mag es auch noch so
kraftvoll erscheinen. Das ruhige Spannen des Bogens, das Anvisieren eines
Ziels, die Konzentration auf das Ziel, ist Stärke. Es geschieht ruhig und führt
zum Sieg. Die Buddhisten haben daraus eine Philosophie gemacht: Die Kunst des
Bogenschießens. Das, liebe Freunde, ist unsere Disziplin. Was heißt das für
PRA? Was heißt das für das Finden der Antwort auf die Frage: PRA - Ja oder
Nein?
Blindes um sich Schlagen führt mit Sicherheit zur falschen Entscheidung,
bedeutet, es nicht wirklich gelernt zu haben, eigenverantwortlich zu handeln.
Manche Leser, die von der Situation nicht betroffen sind, mögen lächeln und
sagen: Ein erwachsener Mensch kann doch eigenverantwortlich handeln. Das
stimmt, in dem Umfeld, das wir normal nennen. Es stimmt solange, wie nicht die
ständige Bedrohung vorhanden ist, dass die Existenz vernichtetet wird, das
Selbstbewusstsein zerstört wird durch Diskriminierung und Ausgrenzung. Solange
all das nicht ist, stimmt das Bild, stimmt das Lächeln. Dies aber ändert sich,
wenn es die Welt, die wir normal nennen, nicht mehr gibt, wenn man heute nicht
weiß, was der morgige Tag bringt, wenn man nicht planen kann, wenn man nicht
schlafen kann, weil man nicht weiß, ob man übermorgen, seine Schulden noch
bezahlen kann, wenn man nicht weiß, ob man morgen noch seine Kinder mit ins
Ferienlager schicken kann oder weil man sich davor fürchtet, ihnen sagen zu
müssen, dein geliebtes Hobby, das Reiten, muss du jetzt aufgeben. Wir haben
kein Geld mehr. Dann zückt man fast zwanghaft den Bleistift und rechnet zum
x-ten Mal durch wie lange es dauern wird bis man selbst und die Familie von
Sozialhilfe leben muss, wie lange es dauert, bis man das Haus, die Wohnung
verliert, den Hund weggeben muss, weil sein Futter einfach zu teuer wird.
Damit, dass man nicht mehr einfach in die Kneipe gehen kann, mit dieser
Vorstellung hat man sich schon lange abgefunden.
Das ist eine Situation, die nicht normal ist. Und zwischen der normalen Welt,
die es für die Betroffenen nicht mehr gibt und der Welt der Arbeitslosigkeit,
die sich noch nicht eingestellt hat, befinden sich die vom Stellenabbau
betroffenen Kolleginnen und Kollegen seit Monaten, genaugenommen seit November
2002. Dann, lieber lächelnder Leser, ist es schwieriger eigenverantwortlich zu
handeln, ist es schwieriger, die Nerven zu behalten, alles rational und
nüchtern zu betrachten, denn es ist nichts rational, nichts nüchtern.
Dann muss man sich auf die Kunst des Bogenschießens besinnen, auf die Kraft,
die in diesem ruhigen Tun liegt. Dann muss man begreifen, dass Kampf nicht
bedeutet, gegen den Gegner anzurennen, dann muss man begreifen, dass man wie
beim Judo die Kraft des Gegners nutzen muss, um ihn zu Fall zu bringen. Man
muss aus der kochenden Wut, aus der Angst, die einen wie auf der Flucht vor
sich hertreibt, den Mut finden stehen zu bleiben, der Herausforderung in die
Augen zu sehen. Man muss tief durchatmen, ohne den Blick vom Ziel zu lassen,
muss mit ruhiger Hand in den Köcher greifen, den Pfeil herausziehen, ihn in
Ruhe auflegen, so als ob man eine Ewigkeit Zeit hätte, wohl wissend, dass der
Gegner das Gleiche tut, und dass es darauf ankommt, wer schneller, wer
geschickter ist. Dann muss man den Bogen spannen, das Ziel noch fester fixieren
und dann, in dem Moment, wo alles sich in Harmonie befindet, die Hand öffnen
und dem Pfeil die Freiheit geben, der nun auf das Zentrum des Zieles fliegt. Um
einen herum tobt es. Man selbst ist in diesem Moment unberührt davon. Das ist
die Kunst des Bogenschießens.
Und so, liebe Freunde, gilt es inne zu halten, tief durchzuatmen, sein Inneres
ganz und ruhig auf die anstehende Entscheidung zu konzentrieren, in sich hinein
zu hören, seine eigene innere Kraft zu erspüren, seine Schwächen zu erkennen,
seine psychischen Grenzen wahrzunehmen. Dann gilt es, die Sachinformation zu
nehmen, das was da ist, aufzuhören zu sagen: Ich kann erst entscheiden, wenn
alle meine Fragen geklärt sind. Man hat keine Wahl, der Gegner steht jetzt da
und zielt. Dann muss man Emotion und Verstand, Pfeil und Bogen zusammenbringen,
den Bogen mit der Kraft des Denkens spannen und dann den Mut haben,
loszulassen, die Hand zu öffnen und den Pfeil sein Ziel suchen lassen. Das
Öffnen der Hand ist das "Ja" oder das "Nein" zu PRA. Dann
bleibe man aufrecht stehen, verfolge den Flug des Pfeiles, den man nun nicht
mehr beeinflussen kann. Er wird sein Ziel finden - die Zukunft. Der
Bogenschütze hat sein Bestes gegeben. Die Zukunft, die er getroffen hat, ist
die richtige, die richtige für ihn ganz persönlich. Und dann wird er die Kraft
finden, die Zukunft zu seiner Gegenwart werden zu lassen, denn er hat eins
gelernt: Die Kunst des Bogensschießens, die Kunst, Entscheidungen zu finden,
und die Kraft, sie zu leben.
So, liebe Freunde, ist es unmöglich, dass Ihr Euch falsch entscheidet. Wenn man
mit Mut, Kraft und Ruhe alles tut, was man kann, dann steht das Leben zu einem,
egal, was der Gegner beabsichtigt. Ein Bogenschütze, der seine Kunst beherrscht
ist nicht zu besiegen. Einer der blind um sich schlägt, dagegen leicht.
Ziel von NCI ist es, Euch, uns gegenseitig, diese Kunst des Bogenschießens zu
lehren, sie anzuwenden - auch bei PRA.
Ihr könnt Euch sicher sein: NCI und der BR unterstützt Euch wie gewohnt. Diese
Souveränität haben wir alle und wer sie für einen Moment verloren hat, der möge
sich darauf besinnen, dass Menschlichkeit und Solidarität seit August 2002
keine leeren Worte sind, sondern sichtbar für viele, nämlich im Widerstand
Hofmannstraße, in dem NCI und BR ein wichtiger Faktor war und ist. Siehe dazu
auch BR-Homepage
(Seite ist nur vom Siemens Intranet aus aufzurufen).
Die Versetzungen sind beim BR eingegangen. Die BR Wahl nächste Woche erschien der BL sehr geeignet dazu, denn die BL könnte denken, der BR hat dann keinen Sinn mehr für die Mitarbeiter. Aber so ist der BR nicht.
Die Widerspruchsfrist läuft am Mittwoch, den 12.05.04 ab.
NCI bitten nicht in Panik zu verfallen, sondern darum, dass Ihr zu einer Entscheidung kommt. Daher bitten wir Euch arbeitet das Zeug hier mal durch und entscheidet dann. Es ist nicht zielführend, sich nur aufzuregen. Wichtig ist, die richtige Entscheidung zu treffen, wie immer sie aussieht.
Die NCI Veranstaltung findet am Mo, den 10.2.04. um 9:30 in der Passionskirche, Tölzerstraße, Saal 1. Stock statt. Für Kolleginnen und Kollegen mit festen Anwesenheitszeiten gibt es ein extra Treffen um 17:00 Uhr, aber bitte nur diese, denn wir haben keinen großen Raum.
Bei allen aufgewühlten Emotionen und Verunsicherungen, bittet NCI jeden Einzelnen PRA sorgfältig zu prüfen und auf der Basis der vorhandenen Fakten zu entscheiden. PRA aus Protest nicht zuzustimmen ist genauso schlecht wie PRA nur aus Angst zuzustimmen. Unser Grundsatz war und ist es: Entscheidung auf sachlicher Basis unter Einbeziehung der persönlichen Situation
Bei der Entscheidung zu PRA ist nach der sachlichen Analyse die persönliche Lebenssituation zu betrachten. Dazu gehört auch die Beantwortung der Frage: Ist man ggf. zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung bereit. Mehr dazu in untenstehender Analyse.
Details zu den Schritten siehe unten:
1. Ruhe bewahren
2. Analyse der persönlichen und emotionalen Situation
3. Analyse der Sachlage
4. Entscheidungsfindung auf Basis obiger Analyse
5. Bei Ablehnung von PRA, dies schnell dem BR Mch H mitteilen
6. Bei Annahme von PRA nichts tun
Download des Dokus pdf. Man kann die Werte eintragen. Sie summieren sich automatisch auf (Dank eines Kollegen, der das hingezaubert hat)
Dieser Abschnitt soll helfen, die richtige individuelle Entscheidung zu finden. Sachinformation und nüchterne Überlegungen reichen dazu nicht aus. Entscheidend, und auch die Ursache, der Unruhe im NCI bzgl. PRA, ist das ambivalente Verhalten der Betriebsleitung, die einerseits behauptet durch PRA ehrlich reintegrieren zu wollen und auf der anderen Seite, aber nicht bereit ist, die berechtigten Fragen der betroffenen Kolleginnen und Kollegen rechtsverbindlich zu beantworten, um dadurch Vertrauen und ein gutes Gefühl bei den MitarbeiterInnen zu erzeugen. Das Verhalten der BL trägt zur Verunsicherung der MitarbeiterInnen bei, so dass der Verdacht sich nicht ausräumen lässt, dass diese Verunsicherungsstrategie beabsichtigt ist, um die Mitarbeiter weiter zu zermürben.
Dieser Zermürbungstaktik, sei sie nun objektiv beabsichtigt oder nur aus Gleichgültigkeit erzeugt, will NCI mit folgendem Fragenkatalog gegensteuern.
Dieser soll helfen, die eigene Situation und psychische Stabilität besser einschätzen zu können. Natürlich ist das kein wissenschaftlich ausgearbeiteter Fragenkatalog, sondern lediglich eine Hilfestellung, einem Seil gleich, an dem man sich bei der Überquerung einer Brücke festhalten kann. Es ist ein Leitfaden und ersetzt nicht die persönliche individuelle Einschätzung.
Wir empfinden es an sich als schlimm, dass ein solcher Leitfaden überhaupt erforderlich ist, aber wir wollen, dass niemand bewusst oder unbewusst durch unreflektierte Gefühle zur falschen Entscheidung kommt. Aus unserer Sicht ist es mindestens genauso wichtig die eigene psychische Lage einschätzen zu können, wie die Sachinformation zu betrachten, ja, wir sind überzeugt davon, dass ein Ordnen der Gefühle Voraussetzung dafür ist, die Sachlage überhaupt objektiv betrachten zu können. Das verstehen die Verantwortlichen leider nicht: Der Mensch ist eben doch mehr als nur ein Produktionsfaktor.
Wir bitten daher die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, sich die Zeit zu nehmen und für sich diesen Fragenkatalog zu beantworten. Die Antworten sollten nicht in die Hände von Dritten fallen. Daher diesen Fragenkatalog zu Hause, allein mit Ruhe durcharbeiten und nicht etwas am Firmen PC. Wir empfehlen auch nicht, diesen Fragenkatalog in der Gruppe durchzuarbeiten. Erst nach individueller Durcharbeitung ist es sinnvoll sich in den NCI Gruppen darüber auszutauschen.
Wir hoffen inständig, den Kolleginnen und Kollegen damit eine Hilfestellung an die Hand gegeben zu haben, denn es berührt uns immer noch sehr, unter welcher psychischer und damit auch physischer Belastung die Kolleginnen und Kollegen stehen. Wir haben uns immer noch nicht an Unrecht gewöhnt und werden das wohl auch nie schaffen. Aber dieses Unvermögen wollen wir uns bewahren.
Falls es jemand nicht schafft, die innere Ruhe dazu zu finden, weil er sonst fürchtet, den Widerspruch zur Versetzung zu versäumen, sollte diesen Konflikt dem BR mitteilen. Dieser wird sich sicherlich in der Lage sehen, eine Zustimmung zur Versetzung ein paar Tage zurückzuhalten.
1.
Schritt: Festhalten der momentanen Verfassung
Auf einen Zettel aufzuschreiben, warum man PRA ablehnen möchte und warum man PRA zustimmen können. Wichtig ist dabei das Aufschreiben. Man kann das auch mittels farbiger Kärtchen machen: grün positiv, rot negativ.
Den Zettel weglegen und während der Analyse nicht mehr anschauen.
Dann folgende Analyse durchführen.
2.
Schritt: Emotionale Betrachtung (1): Persönliche
Gefühle
Stimme ich PRA innerlich eher zu oder nicht. Lehne ich PRA ab, weil ich verletzt bin, weil mir eigentlich, ein fester Arbeitsplatz zusteht, weil ich mich allein gelassen fühle. Stimme ich PRA eher zu, weil ich Angst habe.
Damit einen die Emotionen keinen Streich spielen und man ev. dadurch auf eine falsche Fährte geführt wird, empfiehlt es sich, sich eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, sich zurückzuziehen (also ausnahmsweise sich mal zu isolieren), und eine (ehrliche) Antwort auf folgende Fragen finden, die man natürlich individuell erweitern kann. NCI empfiehlt die Schulnotenskala zu Bewertung heranzuziehen. Auch eine dreistufige Skala ist empfehlenswert. Dieses ist verinnerlicht und differenziert genug:
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# |
Frage |
Bewertung (1-6) |
Bemerkung |
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1.
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Wie groß ist meine Wut auf die BL, die mich einfach nicht integriert, obwohl das mein Recht ist? 1= keine Wut; 6= sehr große Wut |
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2.
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Wie sehr verletzt bin ich durch die Geschehnisse der letzen Monate? 1= gar nicht; 6=sehr verletzt |
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3.
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Habe ich eine Wut auf den BR, weil er die BV in dieser Form abgeschlossen hat und fühle mich deshalb allein gelassen? 1 = gar keine; 6= sehr große Wut |
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4.
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Habe ich eine Wut auf NCI, das mich in meinen Augen nicht genügend unterstützt und fühle mich deshalb allein gelassen? 1 = gar keine; 6= sehr große Wut |
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Sum |
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Je höher die Punktzahl, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Wut und Verletzung die sachliche und nüchterne Überlegung überlagern. Man gestehe sich das ein.
Man addiere die Punkte zusammen:
Punktzahl 4 bis 12: Der Wutfaktor beeinflusst die Entscheidung nicht
Punktzahl 13 bis 16: Der Wutfaktor beeinflusst die Entscheidung kaum; aber NCI empfiehlt am Ende, die Entscheidung nochmals gegen den Wutfaktor zu prüfen
Punktzahl 16 bis 24: KollegenInnen mit einem Wutfaktor in diesem Bereich, sollten sich KollegenInnen, die die in der Lage sind, die Sache nüchterner zu betrachten, zur Diskussion suchen. Es hat keinen Sinn, sich KollegenInnen zur Diskussion zu suchen, die einen ähnlich hohen Wutfaktor haben. Dann ist es fast gesichert, dass Wut, die Entscheidung dominiert.
Man trage unter Bemerkung das Ergebnis bei Summe in Worten ein.
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# |
Frage |
Bewertung (1-6) |
Bemerkung |
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5.
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Wie groß ist meine Angst vor Repressalien, wenn ich PRA nicht zustimme, und damit gegen den Willen der BL handle? 1 = gar keine Angst; 6= sehr große Angst |
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6.
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Wie groß ist meine Angst vor Mobbing/Bossing, wenn ich PRA nicht zustimme? 1 = gar keine Angst; 6= sehr große Angst |
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7.
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Hätte ich den Mut notfalls gerichtlich meinen mir zustehenden Arbeitsplatz einzuklagen? 1 = sehr großen Mut; 6= gar keinen Mut |
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8.
|
Hätte ich die Kraft notfalls gerichtlich meinen mir zustehenden Arbeitsplatz einzuklagen? 1 = sehr große Kraft; 6= gar keine Kraft |
|
|
Sum |
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|
|
Man addiere die Punkte zusammen:
Punktzahl 4 bis 12: Die psychische Stabilität ist groß genug, um PRA abzulehnen
Punktzahl 13 bis 16: Die psychische Stabilität ist gerade groß genug, um PRA abzulehnen;
Unterstützung durch NCI und/oder BR erforderlich.
Punktzahl 16 bis 24: Die psychische Stabilität ist sehr labil;
Ablehnung von PRA nicht zu empfehlen. Es ist davon
auszugehen, dass die individuelle psychische Stabilität nicht ausreicht, die Belastungen durchzustehen, die eventuell bei Nicht-Zustimmung zu PRA eintreten können
Man trage unter Bemerkung das Ergebnis bei Summe in Worten ein.
Angst vor
Mobbing und Anforderungen
|
# |
Frage |
Bewertung (1-6) |
Bemerkung |
|
9.
|
Wie groß ist meine Angst vor Mobbing/Bossing bei PRA Einsätzen 1 = gar keine Angst; 6= sehr große Angst |
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10.
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Wie komme ich psychisch mit wechselnden Projekteinsätzen, d.h. wechselnden Einsatzort und Kollegen zurecht? 1= habe gar kein Problem damit; 6 = gar nicht |
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|
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11.
|
Habe ich Angst den Anforderungen, z.B. „Arbeiten ohne Ende“, von dem die Normalos berichten, nicht mehr gewachsen zu sein? 1= gar keine Angst; 6= sehr große Angst |
|
|
|
12.
|
Habe ich Angst, den Leistungsanforderungen nicht mehr gewachsen zu sein, weil ich jetzt schon seit November 2002 aus dem Arbeitsprozess raus bin (Firma lies mich nicht arbeiten). 1=gar keine Angst, 6=große Angst |
|
|
Sum |
|
|
|
Man addiere die Punkte zusammen:
Punktzahl 4 bis 12: Die psychische Stabilität ist groß genug, um PRA zu meistern
Punktzahl 13 bis 16: Die psychische Stabilität ist gerade groß genug; Unterstützung durch NCI und/oder BR erforderlich.
Punktzahl 16 bis 24: Die psychische Stabilität ist sehr labil;
Hohe Unterstützung durch NCI und/oder BR erforderlich
Man trage unter Bemerkung das Ergebnis bei Summe in Worten ein.
|
# |
Frage |
Bewertung (1-6) |
Bemerkung |
|
13.
|
Wie groß ist meine Angst durch PRA erneut den Kontakt zu meinem Umfeld und jetzigen KollegenInnen (= Leidensgenossen) zu verlieren. 1= gar keine Angst; 6 = große Angst |
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|
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14.
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Wie groß ist meine Angst, in einen Projekteinsatz zu kommen, und dort isoliert zu werden? 1= gar keine Angst; 6 = große Angst |
|
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15.
|
Wie groß ist meine Angst, den BR Mch H zu verlieren? 1= gar keine Angst; 6 = große Angst |
|
|
|
16.
|
Wie groß ist meine Angst, die Unterstützung von NCI verlieren? 1= gar keine Angst; 6 = große Angst |
|
|
Sum |
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|
|
Man addiere die Punkte zusammen:
Punktzahl 4 bis 12: Die psychische Stabilität ist groß genug, um PRA zu meistern
Punktzahl 13 bis 16: Die psychische Stabilität ist gerade groß genug; Unterstützung durch NCI und/oder BR erforderlich.
Punktzahl 16 bis 24: Die psychische Stabilität ist sehr labil;
Hohe Unterstützung durch NCI und/oder BR erforderlich
Man trage unter Bemerkung das Ergebnis bei Summe in Worten ein.
|
# |
Frage |
Bewertung (1-6) |
Bemerkung |
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17.
|
Wie groß ist meine Angst wochen- oder monatelang von meiner Familie getrennt zu sein? |
|
|
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18.
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Wie groß ist meine Angst wochen- oder monatelang unter der Woche ohne Freunde und Kontakte in einer fremden Stadt zu leben? |
|
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19.
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Wie groß ist meine Angst, dass ich keine neuen sozialen Kontakte aufbauen kann? |
|
|
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20.
|
Wie stark wird schätzungsweise das „Heimweh“ sein? |
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|
Sum |
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Man addiere die Punkte zusammen:
Punktzahl 4 bis 12: Die psychische Stabilität ist groß genug, um die Trennung
vom sozialen Umfeld zu verkraften
Punktzahl 13 bis 16: Die psychische Stabilität ist gerade groß genug; Unterstützung durch NCI und/oder örtlichen BR erforderlich.
Punktzahl 16 bis 24: Die psychische Stabilität ist sehr labil;
Hohe Unterstützung durch NCI und/oder örtlichen BR erforderlich
Endauswertung des 1. Schritts:
Man trage in untenstehende Tabelle die Ergebnisse obiger Abfragen ein und addiere die Punktzahl
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Frage |
Bewertung |
Bemerkung |
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Wut |
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|
Angst vor Repressalien bei PRA Ablehnung |
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|
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Angst vor Mobbing und Anforderungen in PRA |
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|
|
Angst vor Isolierung durch PRA |
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|
|
Trennung vom sozialen Umfeld durch PRA |
|
|
Sum |
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Punktzahl bis 40: Die psychische Stabilität ist sehr gut, um PRA zu machen
Punktzahl 21 bis 40: Die psychische Stabilität ist gut, um PRA zu machen;
Punktzahl 41 bis 60: Die psychische Stabilität ist stabil;
Unterstützung durch NCI und/oder örtlichen BR günstig
Punktzahl 61 bis 80: Die psychische Stabilität ist relativ stabil;
Unterstützung durch NCI und/oder örtlichen BR notwendig
Punktzahl 81 bis 100: Die psychische Stabilität ist schwankend;
Hohe Unterstützung durch NCI und/oder örtlichen BR notwendig
Punktzahl 101 bis 120: Die psychische Stabilität ist instabil;
Sehr hohe Unterstützung durch NCI und/oder örtlichen BR günstig; Die Gefahr, dass man PRA nicht packt ist groß. NCI
empfiehlt einen Psychologen oder Psychotherapeuten zur Unterstützung heranzuziehen
Man denke nun noch einmal gefühlsmäßig über das Ergebnis nach und halte seine Gedanken auf einer halben bis einer DIN A4 Seite fest. Man beantworte die Frage:
¨ Tendiert mein persönliches Gefühl aufgrund obiger Ergebnisse mehr zu PRA oder mehr gegen PRA – unabhängig von der Sachlage? Wichtig ist hier nicht wieder die Sachlagemühle zu drehen. Sachlage zu betrachten ist ein eigener Schritt.
3.
Schritt: Emotionale Betrachtung (2): Vertrauen in NCI
Obige Auswertung wurde bewusst so formuliert, dass NCI keine Rolle spielt. Wichtig war im ersten Schritt, seine ganz persönliche Situation einzuschätzen.
In diesem zweiten Schritt geht es darum herauszufinden, wie sehr kann mir ganz persönlich NCI helfen. Wie NCI hilft, das wisst Ihr. Daher empfehlen wir obige Fragen nochmals durch zu gehen und sich bei jeder Frage zu überlegen, ob die Punktzahl sich verändert, wenn man die Hilfe von NCI in Betracht zieht.
Das Ergebnis liefert dann eine differenzierter Aussage der psychische Lage.
Die Auswertungskriterien bleiben gleich.
Um die Bewertung zu erleichtern, findet Ihr im Folgenden eine Übersicht über die Art der Unterstützung, die NCI leisten kann:
|
Frage |
NCI Unterstützung |
|
Wut |
Gespräche mit KollegenInnen, aber nicht zum reinsteigern, sondern um die Wut in den Griff zu kriegen; Sowohl Einzelgespräche als auch Gruppengespräche Email: Schreiben hilft befreien NCI macht auf jeden Fall nächste Woche eine PRA Veranstaltung |
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Angst vor Repressalien bei PRA Ablehnung |
wie oben + Aufdecken der Repressalien + Gespräche mit BR + Öffentlichkeitsarbeit |
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Angst vor Mobbing und Anforderungen in PRA |
wie oben + Aufdecken der Repressalien + Gespräche mit BR + Massive Öffentlichkeitsarbeit |
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Angst vor Isolierung durch PRA |
wie bei Wut + Versuch über IGM vor Ort Kontakte herzustellen, damit die Isolierung in einer anderen Stadt aufgehoben wird. Sind mehrer Leute an den gleichen Ort versetzt, gibt es damit automatisch eine neue örtliche NCI Gruppe |
|
Trennung vom sozialen Umfeld durch PRA |
hier kann NCI, außer Gespräche, wenig helfen – leider! |
4.
Schritt: Emotionale Betrachtung (3): Vertrauen in BR
Obige Auswertung wurde bewusst so formuliert, dass der BR keine Rolle spielt. Wichtig war im ersten Schritt, seine ganz persönliche Situation einzuschätzen, und im zweiten die Hilfe durch NCI einzuschätzen.
In diesem zweiten Schritt geht es darum herauszufinden, wie sehr kann mir ganz persönlich der BR Mch H bzw. Dematic helfen. Daher empfehlen wir obige Fragen nochmals durch zu gehen und sich bei jeder Frage zu überlegen, ob die Punktzahl sich verändert, wenn man die Hilfe vom jeweiligen BR in Betracht zieht.
Das Ergebnis liefert dann eine differenzierter Aussage der psychische Lage.
Die Auswertungskriterien bleiben gleich.
Um die Bewertung zu erleichtern, findet Ihr im Folgenden eine Übersicht über die Art der Unterstützung, die BR leisten kann:
|
Frage |
BR Unterstützung |
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Wut |
gar nicht (außer durch Gespräche) |
|
Angst vor Repressalien bei PRA Ablehnung |
wie bisher auch; durch Gespräche mit PA und Vorgesetzten diese Repressalien zurückzudrängen |
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Angst vor Mobbing und Anforderungen in PRA |
wie oben |
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Angst vor Isolierung durch PRA |
Versuch über IGM vor Ort Kontakte herzustellen, damit die Isolierung in einer anderen Stadt aufgehoben wird. Sind mehrer Leute an den gleichen Ort versetzt, gibt es damit automatisch eine neue örtliche NCI Gruppe. Das könnte ein örtlicher BR unterstützen, ob er es tut hängt von den Personen dort ab. |
|
Trennung vom sozialen Umfeld durch PRA |
gar nicht (außer durch Gespräche) |
5.
Schritt: Gesamtauswertung des emotionalen Aspekts
Den Zettel aus Schritt 1 wieder hervorholen und mit den Ergebnissen vergleichen und einfach nochmals reflektieren.
Die vorangegangenen Analyseschritte haben hoffentlich Ordnung in das Gefühlschaos gebracht und den Kopf etwas frei gemacht für die sachliche Auseinandersetzung, die nun folgt.
Die Umstände des Verhandlungsverlaufs sollten in die Betrachtung mit einbezogen werden, aber nicht über die Sachinformation dominieren. NCI bittet die Kolleginnen und Kollegen nochmals keine Entscheidung zu treffen, die im wesentlichen aus der Wut im Bauch kommt, sondern eine zu treffen, die für den Einzelnen sachlich – entsprechend seiner individuellen Lebenssituation - begründet ist.
|
# |
Frage |
Bewertung (1-6) |
Bemerkung |
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21.
|
Wie schätze ich es ganz persönlich ein, dass die Firma es mit PRA ernst meint? 1= sie meint es mit der Integration sehr ernst 6= sie will nicht integrieren |
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22.
|
Wie schätze ich es ganz persönlich ein, dass ich im Großraum München eingesetzt werde? 1= sehr gut 6 = sehr schlecht |
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|
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23.
|
Wie schätze ich es ganz persönlich ein, dass ich eine zumutbare und gleichwertige Arbeit entsprechend meiner Kenntnisse bekomme? 1= sehr gut 6 = sehr schlecht |
|
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24.
|
Wie schätze ich die Motivation der Vorgesetzen ein, mich in das Projekt zu integrieren? 1= sehr gut 6 = sehr schlecht |
|
|
Sum |
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Man addiere die Punkte zusammen:
Punktzahl 4 bis 12: kein Misstrauen zu PRA vorhanden; Annahme gut denkbar
wenn keine gravierenden sachlichen oder persönlichenGründe dagegen stehen
Punktzahl 13 bis 16: Misstrauen vorhanden, aber kalkulierbar. Sachgründe sind
und persönlichen Gründe sind ausschlaggebend
Punktzahl 16 bis 24: Hohes Misstrauen, es müssen schon gewichtige sachliche
Gründe für die Annahme von PRA sprechen.
6.
Schritt: Rechtsgrundlagen
Bei der Entscheidung sollten daher folgende Faktoren berücksichtigt werden:
Die rechtsverbindliche Sachinformation. Grundlage dieser sind:
o die Betriebsvereinbarung vom 10.02.04, speziell der Teil, der PRA behandelt.
o die PRA-Liste, einzusehen beim Betriebsrat, in der alle Mitarbeiter enthalten sind, die zu PRA versetzt werden sollen.
o die Betriebsvereinbarungen Kapazitätsanpassung und Materielle Rahmenbedingungen vom Oktober 2003. Diese Betriebsvereinbarungen gelten weiter; ebenso wie zusätzliche Vereinbarungen wie z.B. in Direct Placement, es sei denn diese sind explizit aufgehoben oder durch den Wechsel nach PRA aufgehoben.
¨ Rechtunverbindliche Zusatzinformation,
die die BL in den FAQs zu PRA auf der BL-Homepage bereitgestellt hat. Diese Zusatzinformation hat jedoch keinen rechtsverbindlichen Charakter, da die Antwort auf diese Fragen nicht im BA/BL Protokoll festgehalten sind. Die Aufnahme der Fragen und Antworten im Protokoll ist zwar dem BR versprochen, aber noch nicht umgesetzt. Außerdem muss der BR die Antworten erst prüfen.
Die Zusatzinformation kann dazu verwendet werden, um einzuschätzen, wie ehrlich die Siemens AG es mit PRA meint.
Rechtliche Tatsachen:
Da sich die Arbeitbedingungen durch PRA grundlegend ändern (Projekteinsätze mit
der Möglichkeit der festen Vermittlung) ist juristisch gesehen eine
Änderungskündigung (§2 KSchG) seitens des Arbeitsgebers erforderlich, wenn er
MitarbeiterIn nicht auf andere Weise dieser Änderung zustimmt. Eine
Änderungskündigung ist eine Kombination aus Kündigung und dem Angebot unter
geänderten Bedingungen weiterbeschäftigt zu werden. Eine Änderungskündigung
unterliegt also den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie eine Kündigung, soziale
Auswahl, Weiterbeschäftigung auf einen freien Arbeitsplatz, Kündigungsschutz
usw. Wie die Erfolgsaussichten der SAG dazu stehen würden, kann man in etwa aus
dem 124:0
ablesen. Eine Änderungskündigung kann man ablehnen, dann gilt man als gekündigt
und kann KSchKlage erheben, man kann sie annehmen, dann gelten die neuen
Bedingungen oder man kann sie unter Vorbehalt der gerichtlichen Prüfung
annehmen. In diesem Fall wird man zu den neuen Bedingungen weiterbeschäftigt,
wenn das Gericht die Änderungskündigung für rechtens empfindet, oder man wird
zu den alten Bedingungen weiterbeschäftigt, wenn das Gericht die
Änderungskündigung zu unrecht befindet. Natürlich muss der BR gehört werden
(§102 BetrVG) und bei ordentlichen und fristgerechten BR Widerpruch gibt es die
Weiterbeschäftigung,
wie sie die KollegenInnen in Zi und RM haben.
Die BL strebt ja an die betroffenen 203 KollegenInnen nach PRA zu versetzen.
Auch hier gilt, wer in PRA für sich Chancen sieht, ernsthafte Angebote
unterbreitet bekommt, der braucht nix machen. Alle anderen, die keine Chancen
sehen, müssen - wie gehabt – der Versetzung widersprechen. Dann kann der BR Mch
H aktiv werden. Aber das kennt Ihr ja. Insbesondere müssen laut obiger Aussage
die über 55 jährigen, die keine ATZ unterschreiben können/wollen, sich
überlegen was sie tun, denn sie sind bei einer PRA Schließung nicht geschützt,
haben dann nur noch die Möglichkeit einen normalen KSchProzess zu führen.
Grundsätzlich gilt natürlich. Jeder hat einen regulären Arbeitsvertrag mit
Siemens. Klage auf Beschäftigung ist immer möglich.
|
# |
Frage |
Bewertung (1-6) |
Bemerkung |
|
25.
|
Bin ich grundsätzlich bereit, mich auf einen Rechtsstreit einzulassen? 1= ich habe überhaupt kein Problem damit vor Gericht zu gehen 6= auf keinen Fall gerichtliche Auseinandersetzung |
|
|
Sum |
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|
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Punktzahl 1 bis 2: der Ablehnung von PRA steht aus diesem Aspekt heraus nichts entgegen; die Entscheidung für oder gegen PRA begründet sich aus Sach- und persönlichen Gründe
Punktzahl 3 bis 4: Schwankung vorhanden, aber kalkulierbar. Sachgründe sind
und persönlichen Gründe sind ausschlaggebend
Punktzahl 5 bis 6: Empfehlung: PRA sollte angenommen werden
Gründe für die Annahme von PRA sprechen.
8. Schritt: Betrachtung
der BV vom 10.02.04
Empfohlene Vorgehensweise beim Durchlesen der Dokus: mit grün anstreichen, was gut für einen ist, mit rot, was schlecht für einen ist (bitte hier jetzt die Emotion bei Seite legen; die hatten wir oben). Dann erkennt man bereits an der Farbskala des Dokus, ob die sachlichen Vorteile für PRA überwiegen oder nicht.
siehe dazu
bitte mit den aktuellen Antworten der BL gegenchecken. Ein Update auf der NCI HP ist noch nicht erfolgt.
Auf dieser Basis dann die Frage beantworten:
¨ Überwiegen die sachlichen Argumenten für die Annahme oder Ablehnung von PRA?
Schaut Euch die Analyseergebnisse nochmal an und beantwortet die Fragen:
¨ Wie sieht meine emotionale Situation aus? Was kam bei der Punktezahl raus. Habe ich die psychische Kraft eine Ablehnung von PRA durchzustehen? Stark gewichten sollten man die Frage kann und will ich prozessieren.
¨ Wie groß ist mein Vertrauen in die Umsetzung von PRA?
¨ Wie sieht meine persönliche Situation aus (Familie etc)?
¨ Haben die sachlichen Argumente für die Annahme von PRA gesprochen oder nicht
Die Ablehnung von PRA muss natürlich begründet sein. Das Ausscheiden aus dem Vorstand eines Fußballvereins wegen längerer PRA Einsätze ist rechtlich gesehen kein Grund, die Betreuung eines schwerbehinderten oder kranken Familienmitglieds schon.
Gute Gründe gibt es bei MA > 55, die ATZ nicht unterschreiben können und MA > 61, bei denen eine (echte) ATZ nicht möglich ist. Bei MA < 55 sollten schon besondere individuelle Gründe für einen Widerspruch vorliegen. Ein juristisch haltbare Begründung ist unseres Erachtens: Der neue Arbeitsplatz führt zu keiner (unmittelbar zu keiner) vertragsmäßigen Beschäftigung. Vertragsgemäß wäre ein fester Arbeitsplatz. Der temporäre Einsatz in verschiedenen Projekten ist demnach nicht vertragsgemäß, statt einer Versetzung würde hier eine Änderungskündigung durch den Arbeitgeber notwendig sein.
Dieser Widerspruchsgrund gilt insbesondere für MA > 55, für die Vermittlung auf feste Arbeitsplätze gar nicht vorgesehen ist.
Die Ablehnung von PRA sollte gut überlegt sein. Die Alternativen zu PRA sind vermutlich noch ungünstiger und der Einzelne muss sich auf einen harten Kampf mit möglicherweise gerichtlichen Schritten einstellen. Die Firma hat auch ohne PRA ein Direktionsrecht, d.h. Versetzungen an andere Standorte sich auch bei PRA Widerspruch nicht ausgeschlossen. Wir bitten das in der Betrachtung zu berücksichtigen.
MitarbeiterInnen, die auf eine BR-Liste für den BR kandidieren nicht vor Versetzung gefeit, wenn sie kein BR Mandat bekommen. Kommt der Kandidat in den BR, dann muss der BR der geforderten Versetzung zustimmen; ansonsten kann ein BR Mitglied nicht gegen seinen Willen versetzt werden. Das nur zur Klarstellung, dass keine Irrtümer aufkommen.
NCI unterstützt weiter sowohl bei der Annahme als auch bei der Ablehnung von PRA. Wir unterstützen – wie immer alle – und akzeptieren jegliche Entscheidung. Dies betonen wir hier explizit, um dem Vorwurf vorzubeugen, wir würden die KollegenInnen aufhetzen, PRA nicht anzunehmen. Wir haben solche Spielchen gar nicht nötig und sie liegen auch nicht in unserem Interesse.
Unser Interesse ist es, dass die KollegenInnen ihre Entscheidung selbst und eigenverantwortlich treffen. Wir liefern nur die Unterstützung dazu.