Siemens PSE 2007




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27.11.07   Verschlechterung des Arbeitsmarktes - freiwillig Angebote gut überlegen
20.11.07   Sozialplan auf alle SIS PSE-Mitarbeiter ausgeweitet
25.10.07   Auswirkung der NSN-Krise - Stellenabbau bei PSE
25.10.07   Auswirkung der NSN-Krise - Stellenabbau bei PSE
11.07.07   Angst vor Arbeitsplatzverlust
09.07.07   Auslastungsprobleme?
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InWaChRo-News: Dienstag, 27.11.07

PSE: Verschlechterung des Arbeitsmarktes - freiwillig Angebote gut überlegen
Wie berichtet sollen etwa 400 Mitarbeiter abgebaut werden, 300 bei PSE fest angestellte und 100 Leiharbeiter. Die PSE-Leitung unterbreitet seit Oktober unseren österreichischen Kollegen eine Reihe von Angeboten, die ihr Dienstverhältnis bei der PSE "freiwillig" zum Jahresende auflösen. Die Austrittsangebote seien keine "nice to have"-Maßnahmen sondern müssten wegen der pessimistischen Geschäftsentwicklung auch genutzt werden. Sonst drohten "weit weniger kooperative Entwicklungen".

Die PSE-Leitung wirft den Mitarbeitern des Telco-Bereichs vor, auf eine "persönliche Strategie" des "Durchtauchens" zu setzen. Offensichtlich überlegen es sich die Kollegen gut, ob sie ihre Existenzgrundlage "zum Wohle der Firma" aufgeben wollen. Es erstaunt immer wieder, dass einige Manager immer wieder davon ausgehen, dass die Mitarbeiter sich selbst für die Firma opfern würden.

Grund für das "Durchtauchen" der PSE Kollegen ist nicht ihre Liebe zur PSE, sondern der IT-Arbeitsmarkt in Österreich, speziell in Wien. It-Jobs in Österreich sind wieder stark rückläufig. Die Zahl der Arbeitslosen pro offene Stelle im Wiener EDV-Bereich stieg hier deutlich von 4,2 im August auf 7,5 im Oktober 2007. Auch der relativ große und leicht wachsende Anteil (um die 30%) von Älteren unter den arbeitslosen Wiener EDV-Techniker gibt ebenfalls zu denken.
mehr dazu bei unserem österreichischen Partnernetz Netleiwand
(iw)


InWaChRo-News: Dienstag, 20.11.07

PSE: Sozialplan auf alle SIS PSE-Mitarbeiter ausgeweitet
Als Folge der NSN-Umstrukturierung und der daraus resultierenden schlechten Auftragslage für die SIS PSE sollen etwa 400 Mitarbeiter (300 bei PSE fest angestellte und 100 Leiharbeiter) abgebaut werden - wir berichteten am 25.10.2009. Der Abbau soll bis spätestens 30.9.2008 erreicht werden.

Der ursprüngliche Optimismus, dass die Abbauzahlen in den betroffenen Bereichen leicht erreicht werden können, war offensichtlich zu groß. Derzeit geht man nicht mehr davon aus, dass man die 300 Freiwilligen aus der SIS PSE bis 30.11.2007 (Ablaufzeitpunkt der Freiwilligen-Aktion) bekommt.

Ursprünglich war das Angebot zur Beendigung des Dienstverhältnisses für die unter 50-Jährigen auf drei Geschäftsgebiete (MCS, SMC und KB bzw. in der neuen Organisation TMM, TMF, SES) beschränkt. Diese drei Bereiche sind am meisten von der NSN-Auftragskrise betroffen. Jetzt wurde das Freiwilligen-Angebot auf alle SIS PSE Mitarbeiter erweitert. Damit gilt der Sozialplan für alle SIS-PSE-Mitarbeiter.

Korrektur:
Nach Aussage des zuständigen Betriebsrat stimmt diese Aussage so nicht: Der Sozialplan gilt zwar als Ganzer für alle PSE-KollegInnen in Österreich, die verschiedenen Angebote daraus sind jedoch nach wie vor an die 3 Telco-Bereiche bzw. an bestimmte Altersgruppen (z.B. 35-50jährige, über 50jähre, über 55jährige) gebunden. Durch Versetzungen in die Telco-Bereiche) hat der BR allerdings erreicht, dass auch einige KollegInnen aus Nicht-Telco-Bereichen die Telco-Angebote wahrnehmen können.
(iw)


InWaChRo-News: Donnerstag, 25.10.07

PSE: Auswirkung der NSN-Krise - Stellenabbau bei PSE
Als Folge der NSN-Umstrukturierung und der schlechten Auftragslage läuft zurzeit auch bei der PSE in Wien ein Stellenabbau. Es sollen etwa 400 Mitarbeiter abgebaut werden, 300 bei PSE fest angestellte und 100 Leiharbeiter. Ausgangsbasis ist dabei der Mitarbeiterstand vom 30.6.2007, der Abbau soll bis spätestens 30.9.2008 erreicht werden.

Auch bei der PSE läuft dieser Stellenabbau, für den ein Sozialplan abgeschlossen wurde, auf freiwilliger Basis. Dabei werden nicht nur Aufhebungsverträge mit Abfindungen (Sonderabfertigung) angeboten, sondern auch Versetzungen in andere Siemenensbereiche vorgenommen, Vorruhestandsregelunge, Altersteilzeit usw. angeboten.

Diese Freiwilligkeit gilt allerdings nur für die fest angestellten Mitarbeiter. Etwa 100 Leiharbeitnehmer bekommen keine Vertragsverlängerung mehr. Andererseits werden zur Verbesserung der Altersstruktur (!) jüngere Leiharbeitnehmer in die PSE fest übernommen. Auch hieran erkennt man wieder den eindeutigen Trend der Arbeitgeber, sich eine kleine junge Kernmannschaft zu schaffen, Schwankungen im Geschäft mit Leiharbeitnehmern auszugleichen.

"Die Stimmung ist irgendwie abwartend und fatalistisch. Man muss befürchten, dass dies nicht die letzte Abbau-Aktion ist, vor allem weil einerseits ja NSN die ursprünglichen Auftragsgarantien (3 Jahresvertrag) gerade nachverhandelt, und andererseits noch unklar ist, wieweit die PSE mit SIS Aufträgen ausgelastet werden kann. Es wird auch versucht, neue Auftragsmärkte zu finden und eine Ausbildungsoffensive ist auch angedacht.", teilte uns ein PSE-Mitarbeiter mit.

Der PSE-Betriebsrat vermutet, dass die Zahl 300 bei der PSE ohne weiteres erreicht werden kann.
(iw)


InWaChRo-News: Mittwoch, 11.07.07

PSE: Angst vor Arbeitsplatzverlust
Die PSE verlagerte teilweise bereits Arbeit und Testanlagen in die Slowakei, nach Ungarn, Kroatien und Rumänien. Die Mitarbeiter mussten die dortigen Kollegen einarbeiten und stehen jetzt bzw. demnächst selbst ohne Arbeit da. Begreiflicherweise sind sie sehr beunruhigt. Viele der jüngeren Kollegen hoffen auf gute Abfindungen während die Älteren teilweise massive Ängste vor Arbeitsplatzverlust und Arbeitslosigkeit haben. Die PSE beschäftigt auch noch etwa 300 Leiharbeitnehmer, die jedoch bereits jetzt sukzessive abgebaut werden.
(cr/iw)


InWaChRo-News: Montag, 09.07.07

PSE: Auslastungsprobleme?
Die PSE dürfte sich bezüglich der Beauftragung durch Nokia Siemens Networks in einer ähnlichen Lage befinden wie TietoEnator. Ebenso wie bei TietoEnator ist daher auch bei der PSE davon auszugehen, dass NSN sich zwar an bestehende Verträge halten wird, aber darüber hinaus wird es vermutlich kaum eine zusätzliche Beauftragung geben.

Wenn die PSE-Leitung es nicht schafft, auslaufende Verträge mit NSN anderweitig zu kompensieren, muss davon ausgegangen werden, dass es auch bei der PSE zu Personalabbau kommen wird. Die PSE bestreitet derzeit jedoch noch vehement, dass auch hier Personalabbau geplant ist. Die PSE-Leitung hat eine Analyse der NSN-Aufträge angekündigt und will dann über daraus resultierende Auslastungsprobleme informieren. Dies verwundert, da doch wohl davon ausgegangen werden kann, dass das Management einen Überblick über die Auftragslage hat. Es ist eher davon auszugehen, dass es Zeit gewinnen will – zur Einleitung von Restrukturierungsmaßnahmen?
(iw/cr)




Autoren: Inken Wanzek, Christine Rosenboom
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