Ausgliederung NSN-SCA zu Wipro
09.11.07 Ausgliederung von Radio Access zu Wipro gestoppt
12.10.07 Ausgliederung der Radio Access Entwicklung zu Wipro
InWaChRo-News: Freitag, 09.11.07
NSN-RA: Ausgliederung von Radio Access zu Wipro gestoppt 
NSN plante 58 Mitarbeiter von Radio Access in eine neu zu gründende
Wipro Berlin GmbH
auszugliedern. Diese sollte eine 100prozentige Tochter der Wipro Technologies GmbH werden,
die der Wipro Ltd. mit Hauptsitz in Indien gehört.
Die überwiegende Mehrheit der Kollegen versicherte immer wieder, dass sie nicht zu Wipro
übergehen wollen. Zum Schluss erwogen nur noch weniger als fünf Kollegen, den
Betriebsübergang mitzumachen. Dadurch erreichten sie, dass der Berliner Betriebsrat mit
der Standortleitung übereinkommen konnte, die Verlagerung zu stoppen. Der Betriebsrat
reichte dazu eine umfangreiche Frageliste
(Muster)
beim Arbeitgeber ein, um das Geschäftsmodell, die mögliche Absicherung der Kollegen bei
Wipro und die Vorteile für Mitarbeiter und
Firma verstehen zu können. Aufgrund der von NSN vorgelegten Zahlen war ersichtlich, dass
der geplante Ramp Down des Projektes auch innerhalb von NSN sogar mit besserer
Kostenstruktur umgesetzt werden kann.
Es wurden folgende Regelungen getroffen:
Radio Access wird in Berlin bis 2009 bestehen bleiben. Der geplante Ramp Down des
Projektes wird nun innerhalb von NSN durchgeführt. Parallel dazu sollen
Einsatzmöglichkeiten am Standort für die später frei werdenden Kollegen gefunden werden.
Wir freuen uns mit unseren Kollegen über diesen Erfolg.
(cr/iw)
InWaChRo-News: Freitag, 12.10.07
NSN–Wipro: Ausgliederung der Radio Access Entwicklung zu Wipro
Wie erwartet gehen die Ausgliederung scheibchenweise weiter. Schon am
01.12.2007 sollen 58 Kollegen von Radio Access in Berlin, die für die WCDMA BTS
Entwicklung und das Network Engineering Team arbeiten, ausgegliedert werden. Ihr
neuer Arbeitgeber soll die Wipro Technologies GmbH in Kempen werden. Die
Mitarbeiter sollen zunächst ihre Aufgaben mitnehmen und nach deren Auslaufen bei
Wipro neue Aufgaben bekommen.
Nach erster Recherche beschäftigt Wipro mehr als 10.000 „Wanderarbeiter“
(itinerant employees) und 7.500 Consultants. Diese Firma verleiht Arbeitnehmer an
andere Firmen, bzw. diese bearbeiten Aufträge von anderen Firmen. Es handelt sich
also um nichts anderes als Zeitarbeit. Die Wipro Technologies GmbH scheint der
Wipro Ltd. mit Hauptsitz in Indien zu gehören.
Auf der Homepage des Betriebsrats Mch M ist zu lesen: „Aus Berlin wird berichtet,
dass die dortige Informationsveranstaltung nicht überzeugend gewesen sei. Ein
realistisches Geschäftsmodell sei nicht erkennbar gewesen. Man könne mit einer
hohen Zahl von Widersprüchen rechnen.“
Zeitarbeit könnt ihr immer noch machen. Dazu braucht ihr nicht zu Wipro, einer
Firma, die keiner kennt gehen und von der man nicht weiß, ob sie einem Tarifvertrag
unterliegt, der die Zeitarbeitsbedingungen regelt. Dann kann man genauso gut zu
Manpower, Adecco, Randstad etc. wechseln. Hier sollte man auf jeden Fall die Zeit
mit Kündigungsschutz bis 9.2009 aussitzen.
Es ist zweifelhaft, ob die 58 Mitarbeiter überhaupt einen (Teil-)Betrieb bilden,
der nach §613a BGB übergehen kann. Welche Rechte mit übergehen, ist völlig unklar.
Der Zeitdruck, unter dem die Mitarbeiter sich entscheiden sollen ist unglaublich.
(cr/iw)
Autoren: Inken Wanzek, Christine Rosenboom
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