Tata Consultancy Services (TCS) - 2008


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05.02.08   Unterrichtungsschreiben zum Betriebsübergang
04.02.08   Nicht auf Widerspruchsrecht verzichten!
02.02.08   Übernahme von T-Systems SI durch TCS?
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InWaChRo-News: Dienstag, 05.02.08

NSN-TCS: Unterrichtungsschreiben zum Betriebsübergang
In offiziellen Schreiben sollte man im Deutschen, auch wenn das aus dem Englischen übersetzt wird, nicht das Du verwenden. Das wirkt im Deutschen sehr unpassend.

Ursprünglich geplant war ein Übergang zum 1.1.2008. Unklar ist, warum der Verkauf verschoben wurde. Der Passus, dass die Mitarbeiter bereits bis zum 14.2.2008 auf ihr Widerspruchsrecht verzichten sollen, weist darauf hin, dass TATA Druck auf NSN macht, dass die Mitarbeiter auch wirklich übergehen. TATA will hier offensichtlich möglichst bald Planungssicherheit haben.

Zu Punkt 2: „… Die Tata Consultancy Services Deutschland GmbH sieht die Übernahme der genannten Betriebsteile in erster Linie als Chance zur Integration der Geschäftsbereichsorganisation und des in ihr vorhandenen Talent- und Skill-Pools. Sie beabsichtigt, den Geschäftsbereich OBS am Standort Düsseldorf künftig als selbstständigen Betrieb im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes zu führen und den Geschäftsbereich OBS am Standort Düsseldorf in das weltweite Netzwerk-Delivery-Modell einzubinden …“

Dieser Passus erklärt sehr vage und allgemein, was die Zukunft der Mitarbeiter sein soll. Er lässt die volle Bandbreite offen: Von Projekteinsatz (Springertätigkeit) bis hin zu einem deutschen TCS-Center. Man hat den Eindruck, TATA schaut einfach mal, was sich da so ergibt, wenn die NSN-Aufträge abgearbeitet sind. Das kann alles heißen oder auch nichts. Als Entscheidungsgrundlage dürfte diese Erklärung nicht ausreichen.

Der Aufforderung auf das Widerspruchsrecht zu verzichten, sollte man - wie wir bereits kommentierten - besser nicht nachkommen.

Fazit: Alles, was als Entscheidungsgrundlage im Unterrichtungsschreiben enthalten sein muss, ist so vage, dass man es nicht einmal richtig kommentieren kann. Alles, was relativ unwichtig ist, wird breit ausgewalzt.
(iw/cr)


InWaChRo-News: Montag, 04.02.08

NSN-TCS: Nicht auf Widerspruchsrecht verzichten!
Das Unterrichtungsschreiben zum Betriebsübergang von OBS in die Tata Consultancy Services Deutschland GmbH wurde am 31.1.2008 an die Mitarbeiter versandt. Die Widerspruchsfrist gegen diesen Betriebsübergang endet am Freitag, den 29.2.2008.

Dieses Unterrichtungsschreiben enthält folgenden sehr mit Vorsicht zu genießenden Passus:

„Um kurzfristige Klarheit über den Übergang Deines Arbeitsverhältnisses auf die Tata Consultancy Services Deutschland GmbH zu erlangen, würden wir uns freuen, wenn du schon jetzt unter Verzicht auf das Widerspruchsrecht der Überleitung Deines Arbeitsverhältnisses auf die Tata Consultancy Services Deutschland GmbH zustimmen würdest. Einen Vordruck, mit dem Du Deine Einwilligung zum Übergang Deines Arbeitsverhältnisses erklären kannst, fügen wir diesem Informationsschreiben als Anlage bei. Nach Möglichkeit bitten wir Dich, diesen Vordruck noch vor Ablauf der gesetzlichen Monatsfrist bis spätestens zum 14. Februar 2008 an die Tata Consultancy Services Deutschland GmbH, z.Hd. von … unterschrieben zu übersenden oder bis zu diesem Datum … oder … persönlich vor Ort zurückzureichen.“

Unterschreibt das beiliegende Formular, mit dem ihr auf euer Widerspruchsrecht verzichtet, auf keinen Fall!

Ihr habt keinerlei Nachteile, wenn ihr es nicht tut.

Ihr verzichtet dadurch generell auf das Widerspruchsrecht und habt damit auch nicht die Möglichkeit, dem Betriebsübergang nachträglich zu widersprechen, wenn sich später herausstellt, dass gewichtige Gründe für einen nachträglichen Widerspruch vorliegen.

Wir empfinden diesen Passus mit dem beiliegenden Formular als unzulässige Beeinflussung der Willensbildung, die möglicherweise zu einer Anfechtung nach §123 BGB berechtigen könnte.
(cr/iw)


InWaChRo-News: Samstag, 02.02.08

TCS: Übernahme von T-Systems SI durch TCS?
Der indische IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) will Gerüchten zufolge die Sparte Systems Integration (SI) von T-Systems übernehmen. Entsprechende Verhandlungen sollen bereits weit fortgeschritten sein, es gehe nur noch um letzte juristische Details. Die Deutsche Telekom wollte die Medienberichte nicht kommentieren. Bei T-Systems ist derzeit die gesamte Pressestelle nicht zu erreichen, meldete computerwoche.de. Auch TCS gab bislang keine Stellungnahme ab.

T-Systems SI beschäftigt rund 15.000 Softwareentwickler und Techniker, die meisten davon in Deutschland. Bei der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens würden 1000 bis 2000 Arbeitsplätze nach Indien verlagert, heißt es aus unternehmensnahen Kreisen. Dies entspricht einem Stellenabbau bei SI in der üblichen Höhe von 7 – 13 Prozent. Darüber hinaus will die Telekom neue Stellen für Programmierer in Indien schaffen. Derzeit sind dort rund 2500 Entwickler für T-System tätig.
(cr)




Autoren: Inken Wanzek, Christine Rosenboom
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