| „Needs improvement“ - Prozess | Damit der „needs improvement“ Prozess nicht zu Mobbing wird: | Klassischer Mobbingprozess |
| Es wird ein Maßnahmenplan zur Verbesserung der Leistung festgelegt, der Ziele und Termine enthält. | Der Mitarbeiter muss überprüfen, ob die Maßnahmen, Ziele und Termine
realistisch sind. Entscheidend für die Zielerreichung ist, dass die
notwendigen Voraussetzungen im Arbeitsumfeld vorliegen. Dies ist im Vorfeld
zu analysieren und zu dokumentieren.
Sind sie es nicht, muss man unbedingt das Gespräch mit seinem Vorgesetzen suchen, ggf. unter Hinzuziehung eines Betriebsrates. Wenn sich hier der Vorgesetzte stur stellt, sollte der Mitarbeiter für sich selbst Gesprächsnotizen machen. < /td> | Es werden Ziele gesetzt, die in der Regel nicht erfüllt werden können. |
| Feedback-Gespräche zwischen Führungskraft und Mitarbeiter sollten regelmäßig stattfinden, um den Fortschritt zu überwachen. | Ihr könnt zu diesen Gesprächen einen Betriebsrat hinzuziehen, insbesondere, wenn ein Mitarbeiter der Personalabteilung anwesend ist, bzw. wenn die Ziele unrealistisch oder unklar sind. Auch hier sollte der Mitarbeiter unmittelbar nach dem Gespräch eine Notiz anfertigen, sonst vergisst man wieder die Hälfte. | In wöchentlichen sog. Arbeitsreviews muss der Mitarbeiter Rechenschaft über
seinen Fortschritt geben. Dabei ist oft ein Mitarbeiter der Personalabteilung
anwesend.
Dem Mitarbeiter wird in diesen Gesprächen stets das Gefühl gegeben, versagt zu haben, sodass der Stress bei ihm steigt, bis er schließlich irgendwann aufgibt. |
| Kommunikation und Vereinbarung des „Maßnahmenplans zur Verbesserung der Leistung“ mit dem Mitarbeiter müssen laut Prozess dokumentiert werden, „um Missverständnisse zu vermeiden. Die Folgen für den Mitarbeiter, wenn er die vereinbarte Maßnahmen nicht erreicht, müssen vorher unmissverständlich erörtert werden (mit dem lokalem HR Kontakt vorab zu besprechen)“ | Welche Folgen sind hier gemeint? Solche Protokolle bzw. den Maßnahmenplan selbst solltet ihr nicht unterschreiben, sofern sie nicht der Wahrheit entsprechen, bzw. wenn die Maßnahmen nicht realistisch sind. Im Zweifelsfall könnt ihr diese Dokumente dem Betriebsrat zeigen und um Vermittlung bitten. |
Es werden Gesprächsprotokolle geführt, in denen die Tatsachen verdreht sind, die dann beide Seiten unterschreiben sollen. |
| „HR agiert als ‚neutraler Dritter’“, „HR soll objektiv sein.“ | HR vertritt die Unternehmensinteressen und hat bestimmte Vorgaben für die
Abbauziele. HR hat das Ziel, Mitarbeiter, die in den Augen des Unternehmens
nicht richtig funktionieren, herauszudrängen. Daher kann HR nicht neutral
sein und schon gar nicht objektiv.
Auf keinen Fall alleine bleiben, wenn zwei andere einem gegenüber sitzen. Dies ist gesprächstechnisch und zeugentechnisch schlecht. Dann immer einen Betriebsrat mitnehmen. |
Das Spiel „guter Cop – böser Cop“ wird mit dem Mitarbeiter gespielt. Dabei übernimmt der Chef meistens die Rolle des „bösen Cops“, damit der Mitarbeiter unter ständigem Stress bleibt, denn seinen Chef sieht er ja öfter, als den Mitarbeiter der Personalabteilung. Ziel ist auch, dass sich der Mitarbeiter dann hilfesuchend an den HR-Mitarbeiter („guter Cop“) wendet, der ihm dann einen „Ausweg“ z.B. in Form eines Aufhebungsvertrages anbietet. |
| Reaktion und Verbesserung des Mitarbeiters werden kurzfristig erwartet. | Durch den Zeitdruck und die Angst, zu versagen, erhöht sich der Stress für den Mitarbeiter nochmals. Also auch hier darauf achten, dass die Ziele realistisch sind und dass die notwendigen Voraussetzungen zum Erreichen der Ziele auch vorliegen. | Es wird Zeit- und Erfolgsdruck erzeugt, die den Stress erhöhen. |
| „HR bindet, wenn notwendig und zum richtigen Zeitpunkt, das obere Management ein“ | Nur noch Gespräche mit Betriebsrat! | Das obere Management beschäftigt sich nur noch mit Trennung. |
| Verleihbetriebe | Zuwachs | Prozentualer Zuwachs | |
| 1997 | 7904 | ||
| Juni 2007 | 20.800 | + 12.100 zu 1997 + 3600 zu Juni 2006 |
+ 138 % + 21 % |
| Zeitarbeiter | Zuwachs | Prozentualer Zuwachs | |
| 1997 | 213.000 | ||
| Juni 2007 | 731.000 | + 518.000 zu 1997 + 133.000 zu Juni 2006 |
+ 224 % + 22 % |
| Juni 2007 [in Prozent] | Juni 2006 [in Prozent] | 1997 [in Prozent] | |
| kürzer als 3 Monate | 55 | 62 | 61 |
| länger als 3 Monate | 45 | 38 | 39 |
| Juni 2007 [in Prozent] | |
| Zeitarbeit schloss direkt an letzte Beschäftigung an | 33 davon waren 31 % schon vorher in Zeitarbeit gewesen |
| zuvor keine Beschäftigung(Berufsanfänger) | 8 |
| letzte Beschäftigung lag maximal ein Jahr zurück | 46 |
| letzte Beschäftigung lag mehr als ein Jahr zurück | 13 |
| Juni 2007 [in Prozent] | 1997 [in Prozent] | Differenz [in Prozent] | |
| Frauen | 26 | 19 | +7 |
| Männer | 74 | 81 | -7 |
| Juni 2007 [in Prozent] | 1997 [in Prozent] | Differenz [in Prozent] | |
| Metall- und Elektroberufe (Facharbeiter/Fertigung) | 24 | 41 | -17 |
| Dienstleistungsberufe(wie Call Center) | 27 | 20 | +7 |
| Hilfspersonal | 34 | 26 | +8 |
| Technische Berufe | 5 | 3 | +2 |
| Andere Berufe | 12 | 9 | +3 |
| Beschäftigung | Anzahl | Prozentsatz |
| sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse (ohne Zeitarbeit) | 26.215.533 | 81,38 |
| Arbeitslos gemeldete | 3.770.000 | 11,42 |
| Nicht als arbeitslos gemeldet | 600.000 | 1,82 |
| Altersteilzeit und Vorruhestand | 329.000 | 1,0 |
| Kurzarbeiter | 40.000 | 0,12 |
| Zeitarbeitnehmer bei der PSA | 4000 | 0,01 |
| Zeitarbeitnehmer bei der Zeitarbeitsfirmen | 639.033 | 1,94 |
| Arbeitsbeschaffung | 41.000 | 0,12 |
| Ein-Euro-Jobber | 280.000 | 0,25 |
| Gründerzuschuss bei Selbständigkeit | 236.000 | 0,72 |
| Berufliche Weiterbildung | 205.000 | 0,62 |