Versetzungsprozess Greifswald
Bericht
Versetzung nach Greifswald ist unrechtmäßig !
Am 13./14.10.2004 wurde das Urteil im Falle der Versetzung von vier Jubilaren
der Siemens AG nach Greifswald bekanntgegeben:
Die Versetzung ist unrechtmäßig.
Die Begründung ist uns leider noch nicht bekannt. Diese erhalten wir mit
der schriftlichen Mitteilung in den nächsten Tagen.
Damit ist uns vieren ein großer Stein vom Herzen gefallen. Denn es war ein
schwieriger Weg dahin:
Ein steiniger Weg
Versetzungsanweisung zum 8.9.2003 nach Greifswald, Siemensallee 1 mit
Androhung von fristloser Kündigung bei Nichtantreten.
Die Versetzung war möglich, weil der AUB-dominierte BR in Greifswald der
Versetzung zugestimmt hatte.
Die Klagen zur einstweiligen Verfügung haben wir alle verloren, in erster und zweiter Instanz, da
im Gegensatz zu Kündigungen bei Versetzungen keine Existenz bedroht
ist. Und erhöhte finanzielle Aufwendungen sind nun mal nicht existenzbedrohend.
Die gerichtlichen Ersetzungen der BR-Widersprüche §100 wurden bis jetzt
alle ersetzt.
Man gab uns in Greifswald Aufgaben und wir arbeiteten uns, meist autodidaktisch ohne
Kurse o.ä., in unsere neuen Aufgaben ein und waren motiviert wie vor 2002/2003, vor der
Kapazitätsanpassung. Denn wir haben uns trotz aller Vorfälle immer als Teil des Unternehmens
gesehen und unseren Beitrag geliefert.
Wir suchten uns in Greifswald und Umgebung Unterkünfte, managten die Heimfahrten und
blieben immer eine Gemeinschaft im Sinne von NCI, wenn auch als nordöstlichster Außenposten
Deutschlands (ca. 2 km von der Ostsee und ca. 50 km von Polen entfernt).
Die Freude
Dann erhielten wir am Donnerstag, den 14.10.2004 die Nachricht von den gewonnenen
Verfahren der Individualklagen und konnten es zuerst gar nicht glauben. Nach und nach wurde uns
bewußt, daß der Aufenthalt in Greifswald nur noch eine Frage der Zeit ist. Wie lange, darüber soll nicht
spekuliert werden, das regeln unsere RAe, denen an dieser Stelle unser aller Dank gilt, ob ihrer hervorragenden
Leistungen.
Die Glückwünsche von allen Seiten, insbesondere von unseren NCI-Freunden, taten uns allen gut und wir möchten
uns an dieser Stelle bei allen sehr herzlich bedanken.
Es tut gut, in solchen Zeiten solch gute Freunde zu haben.
Weiterhin ist uns natürlich klar, daß auch allen LAG-Gewinnern und PRA-lern damit ein Stein vom Herzen gefallen ist, denn es
schränkt das Risiko einer Reintegration an entfernten Standorten wohl ein. Hier freuen wir uns mit Euch.
Trotz allem, immer noch eine ungewisse Zukunft
Wie es jetzt weitergeht, ist derzeit noch nicht ganz klar. Ob die Firma in Berufung geht, ist auch noch nicht klar
und wann wir wieder in München sind wird wohl auch erst noch geklärt werden müssen.
Aber es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin getan, und damit fallen die weiteren Schritte sicher nicht schwer.
Mehr kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, aber wir werden Euch weiter informieren.
Viele Grüße aus Greifswald
(rb)
Autoren: Inken Wanzek, kb, sp
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