beE-Erfahrungsberichte
Es geht nichts über praktische Erfahrung
2008
15.09.08: Persönlicher beE-Bericht
Diese Berichte und Interviews geben den persönlichen Eindruck von Kolleginnen und Kollegen wieder. Es sind subjektive Eindrücke
und es gibt bestimmt noch ganz viele andere. Die Berichte wurden nicht gefiltert oder redaktionell überarbeitet.
Positive Erfahrung nach einem Monat beE
In meinem ersten Monat habe ich inzwischen drei der sechs "Pflicht"workshops besucht.
- Motivations-Workshop ist pyscho-sozialer Natur und ich empfand ihn als gute Einstiegsveranstaltung,
- Bewerbungsunterlagen erstellen (viel trockene Info) für mich weniger spannend und unglaublich ausführlich ;-)
- Jobcenter-Workshop beschreibt die Arbeit der Mitarbeiter des Jobcenters, durchaus interessant.
Im Kontakt mit den Referenten und Angestellten habe ich den Eindruck gewonnen, dass
man dort wirklich bemüht ist, die Mitarbeiter ein Stück weit ( auch menschlich ) aufzufangen,
und in ihrer Planung und dem weiteren Vorgehen zu beraten und zu unterstützen.
Es scheint mir sinnvoll organisiert.
Im Jobcenter, das offenbar
wirklich gute Kontakte zu mittelständischen Firmen hat, gehen echte,
durchwegs attraktive Stellenangebote ein, die sofort den passenden MA angeboten werden.
Für Mitarbeiter wie mich, die sich nicht vermitteln lassen wollen, besteht die Möglichkeit
sich über Existenzgründung zu informieren.
Da ich in den beiden beE Jahren eine -nicht technische- Ausbildung anstrebe,
werde ich von meiner Beraterin auch auf diesem Weg gut unterstützt und die Entscheidung
nicht vermittelt werden zu wollen, wurde als selbstverständlich aufgenommen.
Mein Feedback an die Beraterin, die Workshops sollten besser passend zur grundsätzlichen
Ausrichtung der MA ausgewählt werden, wurde erstmal wohlwollend aufgenommen. ;-)
Alles in allem habe ich den Eindruck gewonnen, dass es oft ein bisschen an der Haltung der
Mitarbeiter liegt, wie gut sie in der Transfergesellschaft zurecht kommen.
Natürlich sind viele immer noch wütend und entäuscht ( verständlich) weil sie ihren
Arbeitsplatz aufgeben mussten, trotzdem denke ich, nachdem man die Entscheidung
getroffen hat, sollte man sich langsam in die Zukunft ausrichten.
Und da ist die Möglichkeit in der Transfergesellschaft für 85% des Gehalts zu verbleiben,
bei aller Tragik dahinter, erstmal eine faire Chance.
Soweit meine ganz persönliche Erfahrung aus einem Monat KompTime.
2007
20.11.07: Formulieung im beE-Zeugnis
18.11.07: Erlebnisse von 50plus Mitarbeitern in der beE
18.09.07: Vergleich in Zeugnisklage
16.09.07: Theorie und Praxis
21.07.07: Keine großen Erwartungen
02.03.07: Neuer Job? - Doch nicht so einfach
Diese Berichte und Interviews geben den persönlichen Eindruck von Kolleginnen und Kollegen wieder. Es sind subjektive Eindrücke
und es gibt bestimmt noch ganz viele andere. Die Berichte wurden nicht gefiltert oder redaktionell überarbeitet.
beE: Erlebnisse von 50plus Mitarbeitern in der beE
Kollegen, die im Sommer 2005 in die beE gegangen sind, erzählten auf einem Treffen von
ihren Erfahrungen mit der 50plus-Gruppe in der beE.
Aus ihrer Sicht seien die offiziellen Aussagen, dass mehr als 50 Prozent der
50plus-Teilnehmer vermittelt worden seien, ziemlich übertrieben. Von den ca.
50 Kollegen seien ihrem Kenntnisstand nach lediglich zwei vermittelt worden. Einer als
Energieberater mit ca. 2.500 Euro Brutto (vorher ca. 6000 - 7000 Brutto) und einer als
Hausmeister. „Das dürfte auch nicht so berauschend sein.“, so ein Kollege. Beim Rest:
Fehlanzeige.
Atmosphärisch käme es in der beE auf den jeweiligen Betreuer an. Manche Betreuer wären
schikanöser, dort müssen die Kollegen jede Woche Bericht erstatten, mindestens
5 Bewerbungen pro Woche schreiben und auch ständig Telefoninterviews führen). Andere
dagegen würden es sinnvoller angehen.
Verschiedentlich wurde in der beE versucht, den 50plus-Teilnehmern Jobs mit 7 Euro
Stundenlohn (oder vergleichbar) schmackhaft zu machen. Dies, so die beE-Betreuer, sei
doch besser, als in der beE herumzusitzen. „Na, und vor allem billiger für den beE
Veranstalter.“, so ein 50plus-Teilnehmer.
Eine Vertreterin des Kultusministeriums war auch einmal in der beE zu Besuch. Sie fragte
„Hätte nicht jemand Lust als Lehrer zu arbeiten?“ Der Pferdefuß: Natürlich nicht als
festangestellter Vollzeitlehrer, sondern als Springer auf Stundenbasis (ca. 15 Euro die
Stunde). Es gibt jedoch auch ein, zwei Kollegen, die tatsächlich noch Vollstellen als
Lehrer bekommen haben. Es gibt jedoch ein Höchstalter für den Quereinstieg in das Lehramt
z.B. an beruflichen Schulen, an Gymnasien ist dies ähnlich. Die Altersgrenze liegt bei
40 Jahren zum Zeitpunkt der Einstellung. In Fällen, in denen dringender Fachbedarf
besteht, kann diese Grenze bis auf 45 Jahre erhöht werden. In Bayern war dies
beispielsweise im Fach Mathematik 2004 der Fall, da wurde der Quereinstieg von
Diplom-Mathematikern auf das Alter von 45 Jahren heraufgesetzt.
Die Erfahrungen der 50plus-Teilnehmer mit dem Arbeitsamt sind ebenfalls durchwachsen.
Grundaussage der Agentur für Arbeit: „50plus mit EWSD, Mobilfunk bzw.
Telekommunikationsvergangenheit bei Siemens - das können sie vergessen.“
(iw/cr)
beE: Formulieung im beE-Zeugnis
Nach wie vor stoßen sich beE-Mitarbeiter an der Formulierung in ihrem Zeugnis:
"Herr XY befand sich vom 01. Juni 2005 bis zum 31. Mai 2007 in einer
betriebsorganisatorisch eigenständigen Einheit (beE) zur Weiterqualifizierung und
Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt."
Sie hatten gehofft, dass Siemens aufgrund der Klage eines beE-Mitarbeiters, die in einem
Vergleich zur Zufriedenheit des Mitarbeiters endete, diese ungünstige Formulierung in
den anderen beE-Zeugnissen freiwillig ändern würde. Siemens und Nachfolgeunternehmen scheinen dazu aber nicht
bereit zu sein. Eine Verpflichtung, auch die anderen Zeugnisse zu ändern, wie manche
Mitarbeiter dachten, besteht für Siemens aufgrund dieses Vergleiches nicht. Auch im
Falle eines Urteils würde eine solche Verpflichtung nicht entstehen.
Mitarbeiter, die diese Formulierungen aus dem Zeugnis entfernt haben wollen, empfehlen
wir auf die entsprechende Personalabteilung zuzugehen und auf diesen Vergleich zu
verweisen. Lehnt die Personalabteilung eine Änderung ab, bleibt nur der Klageweg.
Siemens: Vergleich in Zeugnisklage
Ein Kollege klagte vor dem Arbeitsgericht München gegen die Verwendung folgender
Formulierung im Zeugnis
(wir
berichteten):
"Herr XY befand sich vom 01. Juni 2005 bis zum 31. Mai 2007 in einer
betriebsorganisatorisch eigenständigen Einheit (beE) zur Weiterqualifizierung und
Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt."
Letzte Woche fand die Güteverhandlung (AKZ: 13 Ca 8808/07) zu der Klage gegen die
Siemens AG wegen Zeugnisberichtigung statt. Überraschenderweise wurde eine Lösung
gefunden. Der Vergleich beinhaltet u.a., dass oben genannter Passus, wie vom
Arbeitnehmer verlangt, ersatzlos gestrichen wird. Auch der Begriff Transfergesellschaft
darf nicht verwendet werden.
Das Austrittsdatum steht, wie ebenfalls vom Kläger gefordert, nicht mehr im letzten
Satz, sondern im ersten Satz. Weiter wird die Tätigkeitsbezeichnung um einen
aufwertenden, zusätzlichen Begriff erweitert.
Der Kläger (Arbeitnehmer) zog im Gegenzug seine Klage wegen Verstoßes gegen das
Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zurück. Diese hatte er eingereicht, da die
Zeugnisse der Mitarbeiter, die die beE vor Ablauf verlassen hatten, oben genannten
Passus nicht beinhalteten.
Die Klage hat sich aus Sicht des Mitarbeiters durch diesen Ausgang jedenfalls absolut
gelohnt. Die neuen Zeugnisformulierungen, die jetzt erstellt werden müssen, sind
wesentlich günstiger als die, die beE zu formulieren bereit war.
In der Güteverhandlung sagte die Richterin zu den beiden Anwälten der Siemens AG, sie
finde es "sehr bedenklich", dass offenbar bei vor Ende der beE-Laufzeit ausscheidenden
Mitarbeitern jeglicher Hinweis auf die beE regelmäßig fehle. Sie meinte sinngemäß, im
Extremfall würde das ja bedeuten: Wenn Herr XY einen Tag vor Ende der beE-Laufzeit
ausgeschieden wäre, hätte er den strittigen Passus nicht im Zeugnis gehabt, einen Tag
später aber schon. Sie fragte, ob mehr Klagen in dieser Richtung eingereicht worden
seien, was verneint wurde. Die Richterin äußerte Verständnis dafür, dass Herr XY
befürchte, künftige potentielle Arbeitgeber könnten die bisherige Zeugnisformulierung
nicht wohlwollend auffassen.
Mindestens zwei Mal wurde seitens der Richterin die Beklagtenseite gefragt, ob die
Siemens AG keine Möglichkeit sehe, den Kläger so zu behandeln wie diejenigen, die vor
Ende der beE-Laufzeit ausgeschieden seien.
Die Siemens AG verwies in der Antwort auf mögliche weitere beE-Wellen und befürchtete,
dass sich die Mitarbeiter dann auf Herrn XY beziehen könnten. Aus diesem Grunde könne
man der Forderung des Herrn XY nicht entsprechen.
Wer erwägt, in eine beE der SAG, NSN oder SEN zu gehen, sollte vor Unterzeichnung des
beE-Vertrages einzelvertraglich versuchen, zu vereinbaren, dass obiger beE-Passus
nicht im Endzeugnis stehen darf. Dies bedarf aber dann der Schriftform mit
Unterschrift. Dabei kann man sich auf diesen Vergleich beziehen.
beE Theorie und Praxis
Aktuelle beE-Werbewochen
Zur Zeit laufen die beE-Informationsveranstaltungen, auf denen mit solchen
Superlativen nur so um sich geworfen wird:
50 % Vermittlungsquote nach einem Jahr, 82 % Vermittlungsquote nach 2 Jahren in
München, selbst bei den über Fünfzigjährigen (ÜFü`s) habe man 62 % vermittelt.
50 % der Vermittelten hätten keine Gehaltseinbußen. Eigener Platzierungsberater,
Entwicklung einer Bewerbungsstrategie, etc. Darüber hinaus ständiger Kontakt der beE
zu über 4000 !!! Unternehmen. Kurse, Workshops wie Existenzgründung und spezielle
50+ Aktionen bis zum Abwinken.
Also nichts wie rein in diese Job-Generierungs-Maschine, oder lieber doch nicht ???
NCI hat einige beE - Insassen mit Startzeitpunkt 01.10 bzw. 01.12.2006 nach ihren
Erfahrungen gefragt. Die Praxis zeigt, dass zwischen den Aussagen, die in den
Info-Veranstaltungen gemacht werden und der beE-Realität mitunter doch Welten
liegen.
beE Einführungsveranstaltung / Werbewochen 2006
Auch im Jahre 2006 wurden die Vortragenden seinerzeit nicht müde, in keiner Weise
nachvollziehbare Vermittlungsquoten vorzustellen. Erstmals wurde damals speziell auf
die Aktion 50+ hingewiesen. Näheres hierzu unter dem Punkt Workshop 50+.
Dem Zuhörer wurde eine gewisse Zwanglosigkeit suggeriert.
"Wir unterstützen Sie
zunächst bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen, die späteren Anpassungen
können Sie dann auch am Ufer des Starnberger See`s machen" (Zitat Ende).
beE Aufnahme 2006
Nach Übertritt in die beE ist ein Antrag auszufüllen, der für die Agentur für Arbeit
bestimmt ist. Die beE unterstützt hierbei, ohne im Vorfeld schon mal Wunschdenken
auszuschließen. Schließlich ist das Produkt noch nicht gekauft. In bezug auf Gehalt,
Arbeit und Arbeitsort dürfen vom beE-Neuling hier völlig realitätsfremde Vorstellungen
geäußert werden. Die Realität wird einem dann später beigebracht.
beE Workshops 2006
In den ersten Wochen und Monaten hat der beE`ler sieben eintägige Workshops (WS) als
Pflichtprogramm zu absolvieren. Die WS sind von unterschiedlicher Qualität, was
wiederum vom Inhalt und vom Vortragenden abhängt.
Was auffällt ist die ständige Durchmischung der Teilnehmer. Man besucht jeden Workshop
mit anderen Teilnehmern. Wahrscheinlich soll so eine Gruppenbildung mit
Erfahrungsaustausch verhindert werden. Eine Teilnehmerliste mit den email-Adressen
wird von der beE mit Hinweis auf Datenschutz nicht verteilt. Man ist hier auf
Eigeninitiative angewiesen. Im folgenden kurz die Inhalte und die Beurteilungen der
befragten Teilnehmer:
WS 1: Orientierungs - Workshop
In diesem Workshop (WS) geht es um das Selbstwertgefühl, Strategien im Umfang mit sich
selbst, Fokussierung auf eigene Stärken, Selbsteinschätzung, Fremdeinschätzung, etc.
Einige Arbeitsblätter sind zu bearbeiten, Gruppenarbeiten.
Der Workshop wurde von den meisten Teilnehmern als unproblematisch empfunden.
Hilft nicht wirklich weiter, schadet aber auch nicht.
WS 2: Wege in den Markt + Bewerbungsunterlagen
Hier werden Grundlagen zum aktuellen Bewerbungsprozess vorgestellt. Was gehört zur
Bewerbung? Erarbeiten, Struktur und Darstellung des Lebenslaufs, Kompetenzprofil,
Anschreiben. Bewerbungsarten. Stolpersteine im Bewerbungsprozeß. Info über
Stellenbörsen.
Sinnvoller WS vor allem für diejenigen, die sich seit 20 Jahren nicht mehr beworben
haben / bewerben mussten.
WS 3: Jobcenter
In diesem WS wird das sog. Job Center der beE vorgestellt. Hier klaffen Anspruch und
Wirklichkeit am weitesten auseinander. Theoretisch hört sich das alles gut an:
Arbeitsmarktanalyse, Aufbau und Pflege eines externen Firmennetzwerks (Kontakt zu
über 4000 Unternehmen*), regelmäßiger Kontakt zu allen Siemens Bereichen*, aktive
Plazierung von Bewerbungen, Versendung von Jobnewslettern, etc.
In der Realität sind hier jedoch keine nennenswerten Erfolge sichtbar.
* Info aus beE-Flyer " Für Sie zur Stelle. Placement@Siemens".
WS 4: Erfolgreich Telefonieren
Hier werden Strategien erarbeitet, wie Telefonate mit Personalabteilungen in den
Bewerbungsprozess einbezogen werden können / werden sollen. Im Praxisteil wird von
jedem WS-Teilnehmer erwartet, dass er im Beisein eines Mitarbeiters aus dem beE-Team
ein Bewerbungs-Telefonat mit einem realen Unternehmen führt.
Ein WS, dessen Inhalt nicht auf breite Zustimmung traf (um es mal vornehm auszudrücken).
WS 5: Interviewtraining
Dieser WS soll Handwerkszeug vermitteln, wie man sich optimal auf ein
Vorstellungsgespräch vorbereitet. Teilweise mit Kameraeinsatz werden hier in Form von
Rollenspielen Bewerbungsgespräche geführt. Für Leute, die aus der Übung sind, stellt
dieser WS eine Hilfe dar. Allerdings, wie auch WS 4, nichts für schüchterne
Zeitgenossen.
WS 6: Infoveranstaltung 50+
In der Entscheidungsphase "beE-Eintritt 2006 ja/nein ?" wurde dieses Thema seinerzeit
auch angepriesen wie sauer Bier. Es wurde eine ungeheure Erwartungshaltung bei den
über 50-Jährigen (ÜFü`s) erzeugt.
Als dann nach 8,5 Monaten beE-Verweildauer dieses Thema in Form einer
Pflicht-Informationsveranstaltung (also kein WS) erstmals aufgegriffen wurde, war das
Erstaunen doch recht groß. Hatte man mit besonderen Bewerbungsstrategien mit Tipps und
Tricks für die ÜFü`s gerechnet, auf die man eigentlich schon zur Beginn der beE
gewartet hatte, gab es stattdessen einen sehr ausführlichen Vortrag über die
Gesetzesreform der Bundesregierung "Initiative 50+". Unter bestimmten Umständen
können hier ältere Arbeitnehmer für einen gewissen Zeitraum bei Wiedereinstellung
die Zahlung einer Entgelt-Differenz und Arbeitgeber einen Eingliederungszuschuß
erhalten.
Dann folgte noch eine Gruppenarbeit zur Frage
"Soll man diese Initiative 50+ als
Info für den zukünftigen Arbeitgeber im Anschreiben, im Vorstellungsgespräch oder wie
auch immer erwähnen?".
Schön, dass man die aktuellen gesetzlichen Regelungen nun kennt, aber weiter hilft das
den Job-Suchenden nicht. So, hätten wir das mit den ÜFü`s auch abgehakt.
WS 7: Manage yourself
Ziel dieses WS ist es, nach etwa der Hälfte der beE-Verweildauer den bisherigen
Bewerbungsprozess aufzuarbeiten. Welche Änderungen sind in der Strategie notwendig?
Was hat der Bewerber bisher falsch gemacht?
Ziel des WS ist ein
"Veränderungsvertrag mit sich selbst" (Zitat Ende)
Kritik an der beE -vornehmlich in Richtung Jobcenter und Jobnewsletter- wird zwar
säuerlich entgegengenommen, Änderungen / Verbesserungen werden aber nicht in Aussicht
gestellt. Frage nach Vermittlungszahlen werden von den Vortragenden mehr oder weniger
geschickt umgangen. Die Vermittlungszahlen der ÜFü`s seien ganz schwierig zu
ermitteln, da man nicht wisse, ob sich diese Personengruppe überhaupt noch richtig
um einen neuen Arbeitsplatz kümmern. Auch über die Gehaltseinbußen der Vermittelten
verfüge man nur über sehr lückenhafte Informationen. Aha, in den Werbewochen klang
das noch ganz anders.
beE Alltag
Zwischen diesen Workshops findet der beE Alltag statt, in dem sich der beE`ler
lt. Aufhebungsvertrag aktiv am Bewerbungsprozess beteiligt / beteiligen muss.
D.h. der beE-ler scannt primär die diversen Stellenangebote im Internet und
Tageszeitungen, hinterlegt seinen Lebenslauf in diversen Jobbörsen, aktiviert
Headhunter , bewirbt sich und führt Bewerbungsgespräche, wenn er sie bekommt.
Unterbrochen wird diese Tätigkeit von allerlei, durch die beE angestoßene, Aktivitäten.
Diese sollen im folgenden kurz vorgestellt werden:
Treffen mit persönlichem Betreuer / Betreuerin
Unmittelbar nach beE-Übertritt erhält jeder einen persönlichen Betreuer/in. Dieser
Betreuer betreut ca. 30 beE-Insassen (Zahlen schwankten von 25 bis 40 je nach Anfrage)
und ist Ansprechpartner für alle bewerbungstechnischen Belange bis hin zum Üben von
Bewerbungsgesprächen.
Zunächst unterstützt er/sie jedoch bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und
gibt Tipps und Ratschläge. Kontakt ist wöchentlich vorgesehen, persönliche
Beratungsgespräche etwa alle 4 Wochen.
Hat der Betreuer den Eindruck, dass sich der beE-Insasse nicht ausreichend um den
Bewerbungsprozeß, sprich um einen neuen Job kümmert, kann es auch von Zeit zu Zeit
zu unangenehmeren Gesprächen kommen. Die von uns befragten Kollegen haben/hatten den
Eindruck, dass diese Betreuer ihrerseits einem gewissen Vermittlungsdruck unterliegen,
den sie nach unangenehmen Gesprächen mit ihren Vorgesetzten an die beE-Insassen
weitergeben. D.h. aus dem anfänglichen Coaching wird nach einiger Zeit ein
Controlling. Ein Wechsel des Betreuers/in ist jedoch möglich und unproblematisch.
Aber wie war das noch mit dem Regen und der Traufe?
Weiterbildung / Qualifizierung
In der ersten beE standen jedem beE`ler noch 4000 € für Weiterbildungsmaßnahmen zur
Verfügung, eine Summe die von den Arbeitnehmervertretern im Beirat der beE schon
damals als vergleichsweise gering angesehen wurde.
In der aktuellen beE 2006 wird dieses Thema noch restriktiver behandelt. Außer
Englisch-Kursen werden Weiterbildungsmaßnahmen nur genehmigt wenn der neue
Arbeitgeber diese Maßnahme quasi als Einstellkriterium fordert, so die Aussage der
beE-Verantwortlichen - eine Sichtweise, die absolut praxisfremd ist. Welcher
Arbeitgeber sagt die Einstellung eines Entwicklers oder eines Projektmanagers zu,
wenn dieser vorher erst noch wesentliche Teile seines zukunftigen Aufgabengebietes
(Programmiersprache, Management-Methode, etc.) in einem Kurs "lernen" muß. Am
derzeitigen Arbeitsmarkt sind ausreichend Kräfte, die dies bereits können und zur
Verfügung stehen.
Interessant ist hier, dass auch im neuesten Flyer "Für Sie zur Stelle. Placement@Siemens"
das Thema Weiterbildung/Qualifizierung nicht erwähnt wird, obwohl er sonst voller
Superlativen ist.
Eine Qualifizierung, außer vielleicht für den Bewerbungsprozeß, findet somit nicht
statt.
Jobnewsletter / Jobcenter
"Unser Job-Center knüpft für Sie die Kontakte zum Arbeitsmarkt"
Dieses Zitat ist aus dem aktuellen Flyer " Für Sie zur Stelle. Placement@Siemens".
Wie sieht das nun in der Praxis aus ?
Im Abstand von 1 bis 3 Wochen versendet das beE-Jobcenter
einen Job Newsletter an
alle
beE`ler. In jedem Job Newsletter sind zwischen 40 … 90 Stellenangebote über ein
riesiges Aufgabenspektrum enthalten: Von der Sekretärin, Financial Controller,
Facharbeiter, Technical Sales Engineer, strategischer Einkäufer, Patentingenieur,
Referent für Regale- und Lagereinrichtung, Grafiker, SW-Entwickler, Referent für
Zoll- und Außenhandelsrecht, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Meister im
3 Schicht-Betrieb bis hin zum Geschäftsführer mit Schwerpunkt Personal (Stellen aus
aktuellen Newslettern).
Obwohl man sein Profil (Lebenslauf, angestrebte Aufgabe, Gehaltserwartung, etc.) im
Jobcenter im sog. Talentlink hinterlegt hat, bekommt jeder beE`ler diesen Wust an
Stellen zugeschickt und muss sich durcharbeiten. Die zu beE- Beginn in Aussicht
gestellte Selektion (jeder bekommt per Newsletter nur die Stellen, auf die er passt)
konnte noch nicht realisiert werden bzw. war eigentlich nie geplant
(verschiedene Antworten je nachdem wen man fragt).
Mit allen Personalentscheidern, die für diese Stellen verantwortlich sind, steht das
beE-Jobcenter nach eigenen Aussagen in bestem Kontakt.
Fühlt man sich durch eine Stelle angesprochen so gibt man dies dem beE-Jobcenter
bekannt. Das Jobcenter gibt dann diese Bewerbung nach nochmaliger Übergabe seines
Lebenslaufes exklusiv an die suchende Firma weiter. Hat die ausschreibende Firma
Interesse so erhält der Bewerber ein Feedback, besteht kein Interesse so erhält der
Bewerber
keinerlei Informationen warum er nicht passt.
Weiterhin führt das beE-Jobcenter nach eigenen Aussagen ständig einen Abgleich der
offenen Stellen mit den Lebensläufen der beE-Insassen durch und platziert ohne
Mitteilung an den "Bewerber" eigenständig Bewerbungen am internen und externen
Arbeitsmarkt. Der Bewerber erhält hier
keinerlei Information, ob und wenn ja wie
oft er wo vorgestellt wurde. Das Controlling ist halt nur in eine Richtung geplant.
Ein Zustand der von den Befragten als stark verbesserungswürdig angesehen wurde.
Auf die Frage, warum bei fast 4000 offenen internen Siemens-Stellen so wenige Kollegen
zurück nach Siemens vermittelt würden, erhielt ein von NCI Befragter die Antwort, dass
dies bei freiwilligem Eintritt in die beE schwierig sei. Zurück nach Siemens bzw. nach
Nokia Siemens Networks ist eigentlich nicht geplant.
Auch dies steht im krassen Gegensatz zu den Aussagen im besagten Flyer:
"Durch unseren engen Draht zu den Recruitern aller Siemens Bereiche bieten wir Ihnen
optimale Bedingungen, innerhalb des Konzerns einen neuen Job zu finden."
Wenn das so wäre müsste der Suchende ja garnicht erst den risikobehafteten Schritt in
die beE tun.
Firmenpräsentationen
In unterschiedlichen Abständen (ca. 1x / Monat) finden in den Räumen der beE
Firmenpräsentationen statt. Hier können die beE-Interessenten direkt mit den
Firmenvertretern von z.B. Teleca, Yacht, EADS diskutieren und ihnen bei Interesse
Bewerbungsmappen übergeben. Hier ist Eigeninitiative angesagt, die beE stellt nur die
Räumlichkeiten zur Verfügung.
Jobmessen
In größeren Abständen (ca. 1x / Halbjahr) werden von der beE Jobmessen veranstaltet.
Hier wird eine Messehalle (z.B. M.O.C) angemietet, in der zahlreiche Firmen Stände
aufbauen und für Informations- Gespräche zur Verfügung stehen. Parallel laufen in
diversen Vortragsräumen Präsentationen dieser Firmen. Von Vorteil ist hier -wie auch
bei den Firmenpräsentationen-, dass man um die jeweiligen Personalabteilungen herum
direkt mit Vertretern der suchenden Fachabteilungen in Kontakt kommt.
Bei der letzten Jobmesse im Juli 2007 (Pflichtveranstaltung für beE`ler) waren u.a.
Firmen wie BeOne Group, Ferchau, HUAWEI, LFK Lenkflugkörpersysteme GmbH, Continental,
qimonda, IABG, BMW, Roche, Yacht, eon vertreten.
Auch hier ist Eigeninitiative gefragt.
Selbständigkeit
Neben der Jobsuche unterstützt die beE natürlich auch verschiedene Wege in die
Selbständigkeit.
Initiativgruppen Existenzgründung / Existenzgründerworkshops
Diese Gruppen sollen ein Forum für all diejenigen bieten, die sich ernsthaft mit dem
Gedanken an eine Selbständigkeit tragen. Um den unterschiedlichen Geschäftsideen
Rechnung tragen zu können, wurden in der aktuellen beE in München vier Gruppen mit
den Schwerpunkten "Training und Schulung"; "Beratung und sonstige freie Berufe";
"Handel, Handwerk, Produktion, Marketing, Vertrieb"; "Technik und Ingenieurdienst-
leistungen" gebildet.
Sehr positiv aufgenommen wurden hier die beE-Vorträge zu den Themenkomplexen
Businessplan, Scheinselbständigkeit, Rechtsformen, Vertragsgestaltung, Haftung,
Gründungszuschuß, etc. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass zunächst
einmal eine tragfähige Geschäftsidee vom zukünftigen Existenzgründer vorliegen muß.
Ohne den beE`lern in diesen Gruppen zu nahe treten zu wollen liegt hier das Problem.
Wer 20-30 Jahre lang in abhängiger Beschäftigung im Hause Siemens tätig war, tut sich
in der Entwicklung einer lukrativen Geschäftsidee naturgemäß schwer.
Neben einigen abenteuerlich anmutenden Geschäftsideen streben viele eine Tätigkeit
als freier Unternehmensberater/in an. Hier stellt sich die Frage, ob man als freier
Unternehmensberater Nr. 2296** in München von den Einnahmen dieser Tätigkeit leben
kann.
Die beE-Verantwortlichen bewerten diese Ideen zwar nicht explizit, weisen aber doch
auf die Risiken und mögliche u.U. 2-jährige "Durststrecken" hin, frei nach dem Motto
"Ein Selbständiger arbeitet selbst und ständig".
** Im Telefonbuch "Gelbe Seiten, Ausgabe München" sind in 51 Spalten mit
durchschnittlich 45 Einträgen bereits 2295 Unternehmensberater aufgelistet.
Infoveranstaltung Franchise, Interimmanagement, Gründungsdarlehen
In unregelmäßigen Abständen finden außerdem Vorträge von externen Beratern / Firmen
zu Themen wie Franchising, Interimmanagement, Gründungsdarlehen, etc.
statt. Das sind Angebote die der beE`ler je nach Interesse nutzen kann. Einen Ersatz
für den Arbeitsplatz bieten diese Möglichkeiten auch nur bedingt.
Resümee:
Der Zweck dieser "Betriebsorganisatorisch eigenständigen Einheit beE" ist nicht ein
Entgegenkommen des Arbeitgebers an die Mitarbeiter sondern primär eine Lösung für den
Arbeitgeber: Wenn Mitarbeiter in die beE eintreten, riskiert er keine teuren,
langwierigen und vor allem keine für ihn risikobehafteten Kündigungsschutzklagen.
Allerdings kann die beE auch für den einen oder anderen Kollegen eine Chance
darstellen.
Den Arbeitnehmern wird die beE mit dem Argument schmackhaft gemacht damit, dass die
ohnehin unvermeidliche Arbeitslosigkeit mit dieser Einheit zunächst abgefedert werde
und mit professioneller Unterstützung möglicherweise vermieden wird. Traumhafte
Vermittlungsquoten erwecken in dem zukünftigen beE`ler die Hoffnung kurzfristig einen
neuen Arbeitsplatz zu finden, eventuell sogar intern.
"Überprüfbare Erfolge" von Vermittlungen in gleichwertige Tätigkeiten mit
gleichwertiger Bezahlung sind bis jetzt nicht in spürbarer Zahl festzustellen, dies
gilt übrigens für alle Arten solcher "Beschäftigungsgesellschaften".
All diese in den Werbeveranstaltungen angebotene Unterstützungen zielen darauf ab
irgendwas zu finden, damit der beE`ler die beE und somit das Unternehmen so schnell
wie möglich verlässt. Man braucht nicht den passenden Arbeitsplatz bzw. das passende
Modell für die Selbständigkeit, sondern
einen Arbeitsplatz bzw.
ein Modell.
Jedenfalls werden höhere Erwartungen erweckt, mehr Unterstützung versprochen und
Chancen vorgegaukelt, als es realistisch ist.
So muss jeder aufgrund seines Alters, seiner persönlichen wirtschaftlichen Situation
und seiner Einschätzung bzgl. seiner Überlebensmöglichkeit im Unternehmen bzw. der
Überlebensmöglichkeit des Unternehmens im Markt eine Entscheidung treffen.
Artikel: "beE Theorie und Praxis" als pdf.
beE: Bericht aus der beE: keine großen Erwartungen
Ein Mitarbeiter der beE hat uns freundlicherweise kurz seine Erfahrungen geschildert.
Er trat 2005 in die beE ein und verließ sie vor kurzem. In der beE fand er keinen
neuen Arbeitsplatz.
Hier nun der Bericht:
"Ich hatte von vornherein keine großen Erwartungen, hätte ich die gehabt, wäre ich
sehr enttäuscht worden. Ich war froh, dass mein Berater (intern), dann meine
Beraterin (extern) mich nicht nervten oder mich ständig antanzen ließen. Das war in
Ordnung.
Angebote für mein Profil? Keine Handvoll - in 24 Monaten! Da kam von der Agentur der
Arbeit binnen 3 Wochen schon so viel und nicht schlechter!!!
So viel zum schlechten Ruf der Agentur der Arbeit, kann ich absolut nicht bestätigen.
Hatte jetzt ziemliches Glück, und trete im August eine neue Stelle an, zwar auf ein
Jahr befristet, aber durchaus mit Perspektiven auf Verlängerung."
(iw)
02.03.2007: Neuer Job? - Doch nicht so einfach
Folgender Bericht ist im Originaltext ohne redaktionelle Veränderung wiedergegeben:
"Nun ich bekam meinen "Brief" im letzten Jahr mit der Aufforderung die Siemens AG zu
verlassen. Ich dachte eine prima Chance (als COM CD Mitarbeiter) und ich verbleibe in
einer anderen, neuen Abteilung bei der Siemens AG.
Dann schickte ich vielleicht ~ 15 interne Bewerbungen an Siemens. Ich bekam auch gleich
2 Vorstellungsgespräche, allerdings mit negativem Bescheid.
Als sich dann mein Status zu "COM B" [Anmerkung der Redaktion: Com B=beE]offiziell verändert hatte, gab es keine
Ressonanz mehr. Aufgrund eines "merkwürdigen" Telefongespräches und und einem Nachhaken
bei einem ehemaligen Kollegen (mittlerweile) VDO-Regensburg erhärtete sich mich mein
Verdacht --> wer bei COM B ist, der kommt bei Siemens nicht mehr unter.
Dann trat Plan B in Kraft, also Siemens zu verlassen.
Nun ich suchte und schaltete Lebensläufe bei den üblichen Grossfirmen (BMW, MAN, BSH etc.
) bei z.B. Monster.de., arbeitsagentur.de etc. Antworten von den Grosskonnzernen waren
null!. Nicht einmal der Eingang der Bewerbung wurde bestätigt.
Dann begann ich die Süddeutsche zu studieren. Aber auch hier muss man schon froh sein,
den Erhalt des Lebenslaufes und aller Unterlagen quittiert zu bekommen. Also Antwort
null. Dann steigt so langsam die Depression.
So und nun mein Tipp an alle möglichen Leser: Online geht nichts, sucht Euch die
passende Stellenanzeige am besten aus der Tageszeitung heraus (z.B. Süddeutsche) und
ruft gleich an, sagt gleich Ihr ward bei Siemens, Alter etc. und ob
dies ein K.O. Kriterium sein könnte.
Aus meiner Erfahrung heraus ist das die einzige Möglichkeit; auch Headhunter, mich
hatten ~ 10 kontaktiert --> Ergebnis war null.
Also noch einmal mein Rat: Ohne einen persönlichen Kontakt, keine Chance. Ich wollte es
auch nicht wahrhaben........
Anbei noch vielleicht ein nützlicher Link
http://www.karrieredirekt.de"
(ein beE-ler)
2005/2006
18.06.06: Viel unsinniges zu tun
30.05.06: Meine Definition für beE
26.05.06: Überlegt es Euch genau
24.05.06: Die Beratung durch die beE fand ich gut
18.05.06: Persönlicher Bericht über beE aus Berlin
Jobchancen
Vermittlungschancen
18.06.06: Will Unsinnges zu machen
Sehr hilfreich waren für mich die zahlreichen Kurse, wie man sich am besten
bewirbt sowie die relativ lange Zeit der finanziellen Absicherung, einschließlich
der (kleinen) Abfindung am Ende der beE.
Sehr schlimm empfand ich allerdings den Druck der auf mich ausgeübt wurde
und den blinden Aktionismus, der von mir gefordert wurde um einen neuen
Arbeitsplatz zu finden. Und das, obwohl klar war, das ich auf keinen Fall
in der Branche (SW-Entwicklung) weiter arbeiten wollte und einen totalen
beruflichen Neuanfang anstrebte. Auch wurde mir wenig Zeit gelassen, den
Schreck des Arbeitsplatzverlustes zu verdauen, den ich zusätzlich zu mehreren
privaten Einschnitten zu verdauen hatte. Ich war also reif für die "Klappsmühle"
und wollte nur Ruhe haben und Zeit zum Nachdenken, und das wurde mir in der beE
sehr schwer gemacht. Ich musste für viele, für mich sinnlose Dinge meine Zeit
verschwenden (sinnlose Bewerbungen schreiben, unangenehme Betreuertermine
einhalten, Monatsberichte erstellen, an Jobbörsen teilnehmen).
Aber ich habe das alles nun gut überstanden und die Zeit in der beE und in
der Arbeitslosigkeit gut für mich genutzt und viele Wunden heilen können.
Dafür bin ich dankbar. Und die Zeichen für den von mir so sehr gewünschten
beruflichen Neuanfang in der heilenden Branche stehen auch sehr gut. Ich
denke, dass ich mich nächstes Jahr auf diesem Gebiet selbständig machen
werde und freue mich schon darauf.
30.05.06: Meine Definition für die beE
bin
echt
Enttäuscht
26.05.06:Überlegt es Euch genau
Beratungsqualiät mittelmässig, insbesondere bzgl Bewerbungstrategie für externen
Markt sehr dünn ( woher sollten die bee-Berater auch den extrenen markt kennen?)
Die Bee-Berater waren bzgl Bewerbungsstrategie, -unterlagen, gesprächsführung
und tipps aus meiner Erfahrung höchstens mittelmässig, nichts, was man nicht
auch aus einschlägigen Internetinfos und Broschüren der Arbeitsagentur finden
kann.
Da gibt es eindeutig m.e. besseres von den "echten " Profis aus Personalvermittlung,
-beratung.
Ich war selbst 1, 5 Jahre in der Bee und bis zur gewonnen Klage 1,3 Jahre arbeitslos gemeldet.
In dieser Zeit mußte ich ( zugegeben unfreiwillig) an Vermittlungsprogrammen
privater Träger
teilnehmen ( DAA Plus, BKK), DIS u.a. , woraus einen gewissen Vergleich mit der
bee gezogen werden konnte.
Die Beratung dort war deutlich differenzierter, profunder bzgl markt-,
Branchenkenntnissen , bewerb-strategien, unterlagen etc.
Vor dem Hintergrund ist m.e. des Bee-Konzept in der bestehenden Weise überholt:
- für den internen Markt sowieso überflüssig, das müssen siemens-weit
andere Vermittlungsprozesse geschaffen werden und greifen. Den
Unterschied zwischen besten-auswahl und eignung hat siemens in den
bee-klagen ja nun gelernt.
- für den externen markt besser als outsorcing -Lösung bei professionellen
Vermittlern/beratern. wer sich für bee entscheidet , ist sowieso raus,
alles andere geht bei exteren Beratern sowieso besser und den gesparten
Siemens -bee-personalaufwand liebr in höhere Abfindungen stecken.
Euer Appell an gründliche Chancen-Risiken-Prüfung kann gar nicht deutlich genug
ausfallen. in den o.g. maßnahmen traf ich zufällig frühere Siemens Kollegen, die
2003 mit abfindung und überzogener Hoffnung ausgeschieden waren und dann
ca10-15 Jahre vor der Rente in der Situation sind: für hartz IV zu viel, zum
Leben (zu) wenig .
24.05.06: Die Betreuung durch die beE fand ich gut
Ich war 40 fast 41 Jahre alt als mich die Nachricht auf das freiwillige
Angebot zum Wechsel in die beE im Oktober 2005 ereilte.
Als Vertriebsmitarbeiter wechselte ich erst im Januar 2006 zum 1.2.2006
in die beE. (Hinweis: der Vertrieb wurde weiterhin bei 100% bezahlt und nicht
reduziert auf 84% wie die anderen Bereiche, das reduzierte meine Bereitschaft
schnell in die beE zu wechseln). Das ich wechseln werde stand nie in Zweifel,
auch wenn ich mir eine Zukunft im Hause Siemens durchaus gewünscht hätte.
Aber der Bereich RD COM ist tot (Wir werden das in der Presse demnächst lesen
können da die Zielmarge von 7% EBIT NICHT erreicht werden kann). Siemenskunden
zahlen nicht die Preise die Siemens verlangt, was zu permaneten Margenverlusten
führt um den AE noch irgendwie reinzuholen).
Das Angebot beE fand ich OK !
- bezahlte Nullarbeitszeit bei 85% zusätzlich die etwas reduzierte Abfindung
- inkl. der Sonderzahlungen wie Erfolgsbeteildigung 75% (BAV) etc.
- Laufzeit von Nov. 2005 bis 31.10.2007
- Unterstützung bei der Bewerbung durch die beE
Hier sollte jeder in den Markt schauen und prüfen,
ob diese Leistungen auch von anderen Unternehemn angeboten werden
Die Betreuung durch die beE fand ich gut.
Es half mir meine Unterlagen überhaupt Wettbewerbsfähig herzustellen.
Sie geben sich Mühe offene Stellen zielgericht zur Verfügunmg zu stellen.
Und wenn man seine Betreuerin fordert ist Sie ein guter Sparingspartner.
Ich fühlte mich betreut.
Nach dem anfänglichen Entspannen und Runterkühlen aus dem Arbeitsprozeß
habe ich ab März mich um neue Aufgaben bemüht.
Im Vertriebsgeschäft ist der Markt nicht so schlecht, es gibt neue
Arbeitgeber.
Ich hatte das Glück dann relativ schnell einen neuen Arbeitgeber
gefunden zu haben (ca. 6 Bewerbungen, 2 Zusagen), der auch meinem Ziel der
vertikalen Verschiebung des Aufgabenfeldes erfüllte.
Ich wollte nicht mit dem selbsen HiPath-Krempel bei einem Wiederverkäufer
oder mit dem Wissen zu einem Wettbewerber wechseln, denn auch da ist die
Situation des Margenverfalles. Scheinbar stirbt Siemens Com jetzt nur
schneller
als manche Wettbewerber die wir im letzten Jahr mit viel viel Geld
versuchten
aus dem Markt zu kaufen (Aktion TENOVIS!)
Der Verdienst ist identisch zu Siemens (jeweils das Grundgehalt und das
Variable),
Arbeitszeit 40h/Woche (Siemens 35h/Woche, im Vertrieb jedoch belanglos)
Urlaub 25 Tage anstatt Siemens 30 Tage (Verlust)
Arbeitsumfeld wesentlich freundlicher, erfolgreicher und somit ein
echter Gewinn.
Ergebnis:
Ich bin zufrieden diesen unfähigen Bereich COM verlassen zu können (Ab 1.6).
Die Chancen am Markt sind da, jeder sollte diese nutzen
(hier ist sicher das Profil des einzelnen wichtig, wie Alter UND
Qualifikation)
Denkt daran Siemens ist nict alles, die Welt draußen ist meist besser,
als im Hause Siemens mit seiner SCHLECHTEN Führungskultur.
18.05.06: beE: bedingt hilfreich
Um es vorweg zu nehmen, ich möchte die beE nicht „vertäufeln“. Sie ersetzt
selbstverständlich nicht den Arbeitsplatz den wir behalten oder haben
möchten. Es ist aber eine gute Alternative, um nicht eine Nummer auf dem
Arbeitsamt ziehen zu müssen.
Mein Fazit nach 6 Monaten beE, bedingt hilfreich. Erklärung: Wer wie ich
gleich nach der Schulzeit eine Lehre bei der Siemens AG beginnen durfte,
hat sich somit seit 29 Jahren nicht mit Bewerbungen und Bewerbungsgesprächen
auseinandersetzen müssen.
Wie muß heute ein Lebenslauf/Anschreiben aussehen, wie groß muß/darf das
Bewerbungsfoto sein. Für diese Schulung (2 Tage) und die Möglichkeit sich
von einem professionellen Fotografen ablichten zu lassen, bekommt die beE
von mir eine eins minus.
Bei 2 Jahren beE könnte man diese Themen auch etwas ausführlicher behandeln.
Veranstaltungen mit potenziellen Arbeitgebern, die letztendlich nur
Personalvermittlungsfirmen waren, bringen nichts, bzw. bekomme ich auch
ohne die Hilfe der beE Zustande. Die Zusendung von Job-Newsletter für
interne Stellen bei Siemens sind in meinen Augen ein halbherziger Versuch,
Interesse an unsere Lage vorzutäuschen, da sie nicht selektiert und zum
Teil auch überholt sind. Wir, Servicetechniker Telekommunikation,
brauchen keine Stellenausschreibung für eine befristete Anstellung als
Elektromonteur Ausschreibung 28.7.2005 Beschäftigungsbeginn 1.10.2005,
Newsletter erhalten 27.4.2006 und eine befristete Anstellung als
Lagerhilfsarbeiter bis zum 28.9.2006 kann ich mir auch suchen, bevor Harz
IV zuschlägt. Die Möglichkeit einer so genannten „SchnupperArbeit“ bei
einem, an mir interessiertem Arbeitgeber hört sich auch erst verlockend
an, bei nicht gefallen (von mir oder Arbeitgeber) bin ich ja immer noch
in der beE, dafür habe ich aber vielleicht mein Fachwissen eingesetzt um
einer Firma Geld zu sparen, das sich auch Siemens mit mir als Mitarbeiter
hätte verdienen können.
Vor 29 Jahren war ich stolz darauf, wie mein Vater vor mir
zum großen Kreis der Siemens Familie zu gehören. Das ich im November
2005 zur Adoption frei gegeben wurde, stimmt mich mehr als traurig.
Jobchancen
Einschätzungen und Berichte über die Chancen, einen neuen Job zu finden,
eingeschickt auf Grund einer NCI Umfrage März 2005:
Wäre überall hingegangen
Alter 49, Jobprofil: Marketing/Vertrieb. Habe einige hundert Bewerbungen
geschickt, Vorstellungsgespräche ca. 10%, also ca. 20-30, wobei die Hitrate
mit zunehmender Erfahrung besser wurde. Jobangebote wieder 10%, wobei die
Hitrate mit zunehmender Erfahrung besser wird, also 20%-30%
Die Chancen extern eine Stelle zu ähnlichen oder besseren Konditionen zu
bekommen sind schlecht, höchstens im Vertrieb, evtl. 20% der
Vorstellungsgespräche
Siemens intern wurde mir trotz einiger Vorstellungsgespräche (ich wäre auch
überall hin gegangen) kein Job angeboten, es haben sogar externe den Job
bekommen und ich Absagen.
Also Chancen bei Siemens: 5% der Vorstellungsgespräche (Stand letztes Jahr).
Insgesamt habe ich extern 3 Stellenangebote bekommen und bin jetzt
Quereinsteiger für Realschullehrer.
Hoffe Euch damit geholfen zu haben.
beE lohnt nur, wenn man genau weiß, was man will
44 Jahre, verh., 2 Kinder, weiblich
Bewerbungen innerhalb der beE: ca. 130, alles Absagen
Ca. 70 % interne Bewerbungen
Ca. 5 % Vorstellungsgespräche
Jetzt: freiberuflich + ALG, eigentlich aus der Not heraus
Chancen auf neue Festanstellung: geht gegen Null, trotz hoher Qualifikation.
Je länger man bei Siemens war, desto schlimmer wird es!!!
Ich: 10 Jahre Siemens, auch andere Berufserfahrungen
Mein Fazit: beE lohnt nur, wenn man genau weiß, was man will oder auf einen
festen Job nicht unbedingt angewiesen ist.
Jugendwahn
zu meiner Person: weiblich, noch nicht ganz 42 Jahre.
1. Jobchancen
- auf dem Land --> überhaupt nicht 0 %
- in der Großstadt --> gering, etwa 10 %
- Siemens intern --> gering bis überhaupt nicht --> 5 %
2. 148 externe Bewerbungen, davon 5 Vorstellungsgespräche
Absagegründe: zu alt; zu viel Berufserfahrung, also zu teuer; dann wieder keine Berufserfahrung, wegen 25 Jahre bei Siemens
74 interne Bewerbung, davon 5 Vorstellungsgespräche
Absagegründe: Sie passen nicht in unser junges Team; Wir haben ein Durchschnittsalter von 35 Jahren; zu hohe Tarifgruppe; keine internationale Berufserfahrung (brauche ich für Bildbearbeitung und Inventarlisten schreiben); Stelle zwischenzeitlich besetzt;
kann nur SBS, FCS usw. intern besetzt werden; nicht in der engeren Wahl;
Bemerkung von mir:
Siemens und auch die anderen Firmen haben den Jugendwahn
und die Mitarbeiterinnen müssen Modellfiguren haben. Zu
hohe Ansprüche für den Job.
z. B. Teamassistentin, halbtags, 20 Stunden (ausgeschrieben bei Siemens)
- Abitur
- BWL- und VWL-Studium
- Englisch und Französisch
- Interesse am Sport, speziell im Fußball ist Voraussetzung
- flexibel, Reisebereitschaft, Übernachtung vor Ort beim Kunden
Problemlöser werden
ich bin gerade noch 43, bin damals mit der ersten Welle raus und sehe es so:
- Extern geht oberhalb von 40 nichts (*), es sei denn man hat irgendein
Spezialwissen dass gerade dringend gebraucht wird. Dann ist auch Geld nicht
soo wichtig: ich habe festgestellt, dass ca 20% weniger Brutto sich Netto
praktisch in Luft auflösen - meine Lebensweise hat sich nicht geändert.
Man suche also Firmen mit Problemen und bewerbe sich als Problemlöser.
(*) das liegt übrigens oft daran, dass in den Firmen ebenfalls Probleme
bestehen und man niemandem leicht erklären kann, wieso man eigene Leute am
einen Werkstor rausschubst, während am anderen Tor die neuen Schlange stehen.
Obwohl das Sinn machen kann, wenn man zB das engineering stärken will, aber
die Fertigung runterfährt, braucht man einfach andere Leute.
- intern: weiss ich nicht - ich habe nicht viel geschafft intern, das
Interesse war wohl auch nicht so prall.
ZUsammenfassend:
unbefristet-extern-konditions-identisch 10% (mit Glück)
unbefristet extern 25% (steigend, die ersten Firmen stellen gerüchteweise
bereits keine Jungen mehr ein)
intern keine Ahnung
abgesehen davon:
ich würde (**) allemal empfehlen, zu einer Firma zu gehen, die sich nicht in
der Todesspirale befindet - die völlig andere Athmosphäre ist mit Geld nicht
zu bezahlen.
(**) und zur Not wieder in eine Mietwohnung gehen und das Haus verkaufen, um
mal die Grössenordnung zu skizzieren.
zu 2) Bewerbungen ca 80, Vorstellungen max 15 (inklusive Jobbörsen und zweite
Termine)
Interessant ist die beE nur für echte Doppelverdiener, Singles und
Aussteiger.
Einschätzung eines Ex-beE'lers:
Ich bin jetzt 40 Jahre alt.
Die Chance einen externen Arbeitsplatz zu ähnlichen Konditionen zu
finden ist im Grossraum München gleich null, das geht höchstens über
Vitamin B.
Chancen bestehen nur bei absoluter Flexibilität in Bezug auf Wohnort
und Reisetätigkeit, also praktisch nur für Singles!
Bei 30% weniger Lohn steigen die Chancen im Grossraum München auf 50%.
Innerhalb von Siemens schätze ich die Chancen auf 20% zu ähnlichen Konditionen, hier muss es schon sehr genau passen (ich hatte Glück) !!!
Bei freiwilligem Verzicht auf 1 Tarifklasse (also z.B. T6 nach T5)
schätze ich die Chancen auf 50%.
Bewerbungen:
Es waren etwa 70 ausführliche Bewerbungen und 6 Vorstellungsgespräche,
davon 1 externes, 3 bei Zeitarbeitsfirmen die im Auftrag von Siemens
für Siemens suchten (was ich erst im Verlauf des Vorstellungsgesprächs
erfuhr) und 2 interne bei Siemens (davon eines mit dem Angebot einer
Gehaltskürzung).
Fazit:
Die beE ist für alleinverdienende Familienväter ein viel zu großes
Risiko. Interessant ist sie nur für echte Doppelverdiener, Singles und
Aussteiger.
Kaum offene Stellen bei Siemens, nur der Bereich Medizintechnik
0. Erst einmal meine persönlichen Daten:
Siemens-Mitarbeiter 1995 bis 2004
beE vom 01.06.03 bis 31.01.04
Alter bei Eintritt in die beE: 34 Jahre
deutsch, mannlich
1a. Bei allen offenen Stellen, auf die ich mich beworben habe und bei
denen ich Informationen uber das gebotene Gehalt gewinnen konnte, lag
der Brutto-Abschlag bei deutlich uber 5%, bei einer Arbeitszeit von
stets mehr als den 35 Stunden bei Siemens. Daher sehe ich die
Wahrscheinlichkeit in der Nahe von 0%; zumindest habe ich das fur mich
so gesehen. Es kommt aber auch sicher darauf an, auf welche Stellen
man sich bewirbt. Im Projektmanagement mögen die Chancen deutlich
hoher liegen. Bei einem "einfachen" Programmierer in Gehaltsgruppe
7/4 waren sie es nicht. Allerdings muss man auch sehen, dass die
Gehalter bei Siemens hier auch deutlich uber dem Durchschnitt liegen,
was sicher auch mit zu der finanziell schlechten Lage in der
Hofmannstraße beigetragen hat.
1b. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Konditionen bei einem Arbeitsplatz bei
Siemens ahnlich sind, schatze ich ziemlich hoch ein. Wie groß die Chancen
sind, bei Siemens tatsachlich wieder einen Arbeitsplatz zu finden, vermag
ich beim besten Willen nicht zu sagen. Zu meiner Zeit gab es kaum offene
Stellen bei Siemens, nur der Bereich Medizintechnik hatte haufenweise
Stellenanzeigen geschaltet. Ich hatte mich dort beworben, ich hatte auch
ein Vorstellungsgesprach, bin aber nicht genommen worden. Ich kann nur so
viel sagen, wenn ich genommen worden ware, hatte sich an meiner
Eingruppierung nichts geandert.
2. Ca. 63 Bewerbungen, 9 Vorstellungsgesprache, 2 Stellenangebote (zum
Schluss musste ich mich zwischen 2 Angeboten entscheiden).
Bis auf 2 Bewerbungen und 1 Vorstellungsgesprach alles extern.
Innerhalb eine halben Jahres zwei Jobangebote
Meine Schätzung für die erfolgreiche Suche nach einem neuen Job:
a) extern: 80%
b) intern: 0%
Ich war 37 als ich in der beE war.
Anzahl meiner Bewerbungen: ca. 40
Vorstellungsgespräche: ca. 6
Ich hatte innerhalb eine halben Jahres zwei Jobangebote bekommen.
Besonders dank NCI war es für mich eigentlich eine schöne
Zeit und es tut mir nicht mehr leid, nicht mehr bei Siemens zu sein.
Gleich was gefunden
1. Altersgruppe: 31 Jahre
externer Arbeitsvertrag: 90%
interner Arbeitsvertrag: 10 %
2. Bewerbungen intern: 0
Bewerbungen extern: 10
Vorstellungsgespräche extern: 1 (das hat auch gleich geklappt)
Ich denke, wenn man offen ist auch in eine andere Branche zu wechseln, dann stehen die Chancen sehr gut, einen neuen Arbeitsvertrag bei einem externen Unternehmen zu erhalten. Ich denke es hängt auch sehr an der Einstellung die man hat. Mit einer positiven Einstellung kann man sehr viel bewegen.
Für mich war die Auszeit in der BeE das beste was mir passieren konnte.
Als Consultants ist es einfacher
Alter 43 Jahre extern: ca. 30 - 40%,
intern (fest) weniger als 20%,
als Consultant / "Leiharbeiter": > 60%
Bewerbungen: ca. 130 (ca. 40 intern) in 18 Monaten, davon ca. 10
Vorstellungsgespräche, davon 2 SAG Konzern intern
Eine Menge Bewerbungen
35 Jahre alt und 3 Jahre bei Siemens
a) extern: 90% besser als intern!
b) intern: 90% schlechter als extern!
Ich selber habe 264 Bewerbungen individuell geschrieben und per Post oder
E-Mail verschickt.
Nach 47 Bewerbungen bei Siemens und den daraus resultierten 5
Vorstellungsgesprächen, welche alle mit einer traurigen Überheblichkeit
geführt worden sind, habe ich Siemens abgeschrieben.
Extern hatte ich 27 Bewerbungsgespräche. Alle in einer bessern Atmosphäre.
Die Bundesagentur für Arbeit, ist so sehr beschäftigt sich selbst zu
verwalten, dass der Nutzen gleich null war, aber auf einem sehr
zuvorkommenden und freundlichen Niveau.
Lohndumping wegen Überangebot
Mit Prozentzahlen möchte ich mich nicht festlegen, aber meinen Gesamteindruck schicke ich Euch gerne:
Nachdem ich mal in der beE mitgehört habe, wie beE-Angestellte sich darüber unterhalten haben, daß wir derzeit sowieso intern abgelehnt würden, halte ich die internen Vermittlungschancen für nicht allzu hoch (allerdings dürfte es jetzt besser sein als "zu unserer Zeit" und: wenn, dann auch zu vergleichbaren Bedingungen).
Extern dürfte es bei vergleichbarem Gehalt auch ziemlich schwierig werden. Erst wenn man mit seinen Vorstellungen deutlich runter geht, werden die Chancen realistischer - kaum ein Arbeitgeber wird viel bezahlen, wenn er für 50% auch jemanden bekommt, Lohndumping wegen Überangebot.......
Kurz und knapp
49 Jahre extern: 15% / intern: 60%
Bewerbungen: ca. 40 / Vorstellungsgespräche: null
die Chance ist meiner Meinung nach hoch genug bzgl. Stelle und Bezahlung extern,
1. extern 40%, intern 50% (35 Jahre alt), die Chance ist meiner Meinung nach
hoch genug bzgl. Stelle und Bezahlung extern, wenn man eine ähnliche Stelle
anvisiert in einer großen Firma. Siemens intern ist es leichter das Gehalt
weiterzubekommen, aber die Stellen sind rar und am besten über private
Kontakte zu bekommen. Bei mittelständischen Unternehmen ist es sehr viel
schwieriger das Gehalt beizubehalten, also 30%. Das Problem ist oft eine
"Überqualifizierung", d.h es wird nicht geglaubt, dass ein Mitarbeiter auch
mit weniger Gehalt langfristig zufrieden ist.
2. intern über Kontakte 3 Stellen und 3 Gespräche, habe selbst entschieden
die Stellen nicht anzunehmen
extern (nur das Jahr 2004) ca 30 Bewerbungen, 4 Vorstellungsgespräche, 1
befristete Teilzeitstelle über 3 Monate
extern 5%, intern 0% Wahrscheinlichkeit.
Zum Zeitpunkt der beE 52 (jetzt 54)
ca. 80 Bewerbungen extern (davon 50 bei Fachhochschulen), ca. 80 Bewerbungen
intern. Vorstellungsgespräche/Probevorlesungen insgesamt 10. Darunter ein
Angebot, das ich aber nicht angenommen habe. ABER: Zeit und Gelegenheit mich
(auf eigene Kosten) in heilkundlicher Psychotherapie auszubilden.
Chance (ähnliches Gehalt): extern 20%; intern 60%
Alter (damals): 48 Jahre
Bewerbungen: extern ca. 18; intern ca. 4
Erfolg: ja bei niedrigerem Gehalt aber höherer Sicherheit
extern gleich null, intern wird für beE-ler massiv behindert, gleich null
38 Jahre
Mein Arbeitsamt-Betreuer sagte im letzten Sommer zu mir, man müsse sich
extern mit bis zu ca. -30% Gehalt zur Zeit abfinden.
ca. 50 Bewerbungen, davon ca. 15 intern, 3 Vorstellungsgespräche - alle intern.
extern: 0% Warscheinlichkeit, intern 0% Warscheinlichkeit
Mein Alter 40 Jahre,
Dies begründet sich aus der Erfahrung von ca. 90 Bewerbungen innerhalb eines
Jahres (davon ca. 20 intern, der Rest extern). Von 90 Bewerbungen bekam ich
bei 6 Stellen (eine Intern) eine Möglichkeit zu einem Vorstellungsgespräch.
Das Resultat war, das man mindestens 50% weniger Gehalt angeboten bekam (von
wegen 5%, daran ist überhaupt nicht zu denken). Extern hat man das Problem,
das wir alle so speziell auf Siemens getrimmt wurden und dieses Wissen
außerhalb von Siemens niemand braucht.
Intern will Siemens die beE-ler
sowieso nicht, sonst hätte man gleich probieren können uns intern
anderweitig unterzubringen. Wie mir damals Herr Dr. Bellmann persönlich
erklärt hat, geht es nur um die Abbau-Kopfzahl und das dieses Ziel erreicht
werden muß. Welches Wissen Siemens damit wegwirft oder welche andere
Abteilung dabei froh wäre einen erfahrenen Mitarbeiter zu bekommen,
interessiert dabei überhaupt nicht.
Ich hätte ja noch zwei Tage vor der Entscheidung beE oder Kündigung einen
anderen Job bei ICN gehabt und durfte diesen nicht antreten, weil Herr Dr.
Bellmann sonst seine vorgegebene Kopfzahl für den Personalabbau noch weiter
unterschritten hätte, als dies in der ersten Welle sowieso schon der Fall
war. Die aufnehmende Dienststelle hätte mich sofort genommen, da ich genau
zu deren Stelle schon 5 1/2 Jahre Berufserfahrung hatte - sie durften, auf
Anweisung der PA, dann aber nicht.
Die einzige Chance, die ich in der beE sehe ist, die volle Zeit zu nutzen um
sich irgendwie selbstständig zu machen. Dabei hat man den Vorteil, das man
die ganze beE Zeit zur Verfügung hat um alles in Ruhe vorzubereiten uns
aufzubauen. Danach meldet man sich arbeitslos sofort mit der Angabe sich
selbstständig zu machen, dann muß man keine Bewerbungen nachweisen und
bekommt auch keine Stellenangebote, auf die man sich bewerben und vorstellen
muß. Aus der Arbeitslosigkeit beantragt man dann Überbrückungsgeld =
Arbeitslosengeld + ca. 70% Zuschlag, für 6 Monate. Wenn es stimmt, dann kann
man damit seinen Arbeitslosengeldanspruch sogar um 6 Monate verlängern.
Danach sollte die Selbstständigkeit dann aber auch laufen - aber bis dahin
sind ca. 3 Jahre vergangen. Und vielleicht gewinnt man bis dahin ja auch
noch die Kündigungsschutzklage gegen Siemens !
extern: 10 % intern: 80 %
Zahl der Bewerbungen: ca. 10
Ich bin im letzten Jahr aus der ICM-beE heraus zu Vodafone nach Düsseldorf
gewechselt und habe dort glücklicherweise auch einen Festvertrag bekommen.
Mein Gehalt liegt aber 10% unter dem Siemens Gehalt zuletzt.
Dabei mußte ich allerdings ein wenig verhandeln, sonst wäre ich bei 20-30 %
unter dem letzten Gehalt geblieben.
Ausmeiner Sicht würde ich die Chance das gleiche Gehalt wie bei Siemens für
meine Altersklasse (36 Jahre, Tarifgruppe 7/4)
als sehr gering einschätzen.
Die derzeitige Marktlage wird von den Unternehmen genutzt die Gehälter zu
drücken. Bei Mittelständlern dürfte das Gehalt eher noch geringer ausfallen.
Ich hatte auch ein Siemens internes Angebot bei Mobile Phones in München,
wobei ich das gleiche Gehalt wie vorher weiter bekommen hätte.
Ich entschied mich in dem Falle aber für Vodafone und den Umzug, weil mir
das Vertrauen zu Siemens abhanden gekommen war.
Die derzeitige Situation scheint mir recht zu geben.
extern: gegen 0 % Wahrscheinlichkeit intern: gegen 0 %
46 Jahre wegen Altersschwelle in der IT
Bewerbungen ca 150 extern, ca. 50 intern
Vorstellungsgespräche ca 10 extern, ca. 3 intern
Einschätzung: keine Ahnung
Bewerbung semi-extern (Siemens VDO Frankreich)
hat auch gleich geklappt
Gehalt: netto(VII/4, 35 Stunden, Deutschland) = netto(Frankreich), jedenfalls so ungefaehr.
extern: 25 % Wahrscheinlichkeit, intern: 50 % Wahrscheinlichkeit
37 Jahre
extern: 20 Bewerbungen intern: 8 Bewerbungen
Vorstellungsgespräche extern: 6 intern: 2
extern: 25%, intern 0%
Extern: aufgrund der Arbeitsmarkterosion in D sehe ich derzeit die Chancen bei 25 %
Intern: hier gilt gleiches, ich schätze ich Wahrscheinlichkeit für beE-"ler" auf nahezu 0 % ein.
Chance extern / intern auf AT Gehalt - 5% (Tätigkeit IT-SW-IT Experte): <1% /
< 1%
Mein Alter - damals / heute: 51 / 53
Bewerbungen: ca. 80 - 100
Geführte Vorstellungsgespräche: 5
Erfolgreich: 2, derzeitiger Job mit ca. 70% des vorherigen Gehalts
dotiert.
=> Unser marktwirtschaftliches System können wir in der Pfeife rauchen. Es
sollte für die Menschen da sein, nicht umgekehrt. Der Verfasser dieser Zeilen
war nie rot, sondern eher das Gegenteil davon. Aber die Konsequenz
zum derzeitigen Globalierungssaustall wird sein: Rückfall zu Protektionismus
und mit etwas mehr Pech sogar Sozialismus. Ich spreche dies ungern aus, aber es
gibt bekanntlich noch schlimmere Alternativen, wie uns die Geschichte lehrt.
Dass 100 Millionen Europäer mehr als eine Milliarde Asiaten beliefern könne,
mag angehen. Die Umkehrung davon ist ebenso volkswirtschaftlicher Schwachsinn
wie das hemmungslose Ausspielen der Menschen gegeneinander und der
unappetitliche Kampf um noch mehr Billig.
NCI und IGM kann ich nur bitten, durch Streiks auf eine Einführung der 30
Stunden Woche hinzuwirken - bei entsprechend verringerten Einkommen, versteht
sich. Arbeitslosengeld ist bekanntlich noch niedriger und wird dafür nicht so
lange bezahlt. Und nur Einkommenssicherheit und daraus resultierendes
Verbrauchervertrauen kann uns (vielleicht) retten. Die Preise passen sich bekanntlich den
Einkommen nach beiden Richtungen an. 30 Jahre Anpassung der Löhne an die
Preise indes hat nur dazu geführt, dass unsere Arbeit zu teuer ist.
Vermittlung in der beE
Berichte, eingeschickt März 2005 auf Grund einer NCI Umfrage
Vermittlung in Zeitarbeit (Alter 35).
Stelle selber gesucht; xxx GmbH; arbeite jetzt wieder für Siemens, Gehalt
minus 28%;der Vetrag wird jetzt um weitere sechs Monate verlängert; danach
alles extrem ungewiss. Wir arbeitern hier erfolgreich, neue SAG-MA können
dadurch intern eingestellt werden, als Externer dürfen wir jetzt die neuen
Kollegen noch einarbeiten.....
Zu Aufhebungsvertrag überredet
auch ich bin Ex-beE-lerin. Ich wurde überredet, einen Aufhebungsvertrag zu
unterschreiben. Dies geschah zu Ende Mai 2003. Damals war ich knapp 51 Jahre alt. Ich
habe diesem Aufhebungsvertrag zugestimmt, weil ich 1. nicht die Chance sah, wieder in
einem Job unterzukommen und 2. mein Mann zum Glück gut verdient, wir also nicht auf
meinen Verdienst angewiesen waren und noch sind.
Selbständigkeit (Alter: 44, mangels Alternativen!!!)
also diese Statistik auf der BR Homepage ist definitiv nicht richtig wenn man von Vermittlung durch
die BeE spricht.
Ich kann jetzt nur für meinen Fall sprechen. Mir konnten die Vermittler von der beE nicht
weiterhelfen. Ich bin ganz alleine ohne jegliche Unterstützung durch die BeE-Vermittler
auf die Suche gegangen, um eine neue Herausforderung zu finden.
Das einzige was mir etwas gebracht hat, war der eine Tag, an dem man Bewerbungsgespräche
üben und zuschauen konnte. Schade war allerdings, daß nur ein Teil dieses üben konnte, alle
anderen mussten zuschauen.
Also würde ich sagen, daß zu 95% ich selbst aktiv war und zu max. 5% Unterstützung durch
die BeE hatte.
Neue Stelle gefunden
Ich habe im August 2003 die Bee verlassen, weil ich
eine neue Stelle (im öffentlichen Dienst) gefunden
habe.
Die Vermittlungsbemühungen der Bee waren aber nicht
dafür verantwortlich, dass ich diese Stelle gefunden
hatte. Es handelte sich einfach um eine öffentlich
ausgeschriebene Stelle, die ich durch Glück und Zufall
bekommen habe.
Nachteil der Stelle: deutlich weniger Gehalt - sogar
weniger Einkommen als zu Bee-Zeiten - bei längeren
Arbeitszeiten und ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld.
In Zeitarbeit vermittelt
ich bin in die Zeitarbeit "vermittelt" worden : Bin durch KompTime (100% Siemens-Tochter)
bei Siemens beschäftigt (AÜ-Gesetz) und erhalte ca. 2/3 meines ehemaligen
Siemens-Jahresgehaltes.
Alter : zw. 40 und 50 Jahre.
Vermittlung
Ich habe die beE zum 1.4.2004 verlassen. Die Vermittlung auf einen festen Arbeitsplatz
hat allerdings nicht die beE direkt unternommen. Ich habe in der beE am schwarzen Brett
eine Kopie der Stellenausschreibung von Rohde & Schwarz gesehen und habe mich darauf
beworben und wurde genommen. Hatte allerdings dort erst für 6 Wochen ein
"Schnupperverhältnis". Zum Alter - ich werde dieses Jahr im April 50 Jahre.
Aufhebungsvertrag
Alter 2004 bei Beendigung beE: 50 Jahre
Ich glaube nicht, dass die von der PA genannten Zahlen stimmen (bei
meinen letzten Kontakten waren es gerade die Älteren, die keinen neuen
Job hatten).
Vermittlung in Zeitarbeit (Alter 35)
Ich habe die Chance genützt und mache das, was mir wirklich Spaß macht -
es gibt ein Leben nach der IT !!! und baue mir gerade noch durch
intensives Lernen eine neue selbständige Tätigkeit auf - die beE war
hieran jedoch nicht beteiligt.
VB Regelung
Mein Alter ist 56, ich habe die Firma über VB-Regelung verlassen!
Gratulation zu Eurer Arbeit, die ich Gott sei Dank nicht in Anspruch nehmen
musste, weil bei mir zum Zeitpunkt des Übertritts in die beE (mit 54) mein
Austritt mit 55 schon feststand.
Anmerkung: VB=Vorzeitige Beendigung
CEC, die beE von SBS in Berlin
Ich bin seit letztem Jahr als inzwischen Ex-SBS-Berlin-Mensch in eurem
Verteiler, d.h. ich bin kein ICN-Mensch und habe von beE keine Ahnung ...
aber: es gibt bei SBS eine ähnliche Einrichtung namens CEC (Competence
Exchange Center) und da wurden immer wieder ähnlich dolle Zahlen gemeldet,
die man sich beim Rundblick in den Kreis der Betroffenen überhaupt nicht
erklären konnte. Vielleicht liefern euch meine Erkenntnisse ja ein paar
Recherche-Anhaltspunkte.
Ich war der Sache soweit wie möglich nachgegangen und kam zu dem Schluß,
dass alle CEC-internen Verwaltungsstellen UND -tätigkeiten
UND -Weiterbildung bis hin zum Selbststudium in diese Statistik mit
eingegangen waren.
Konsens war (wohl auch mit dem BR?), daß nur ein extrem kleiner Prozentsatz
auf tatsächlich PERMANENTE Tätigkeiten vermittelt werden konnte. Während die
Mehrheit der CEC'ler wegen des Dumpingpreises und ggf. weit abseits des
Qualifikationsprofils in Kurz- und Teilzeit-Tätigkeiten jobben durfte, d.h.
es könnte sich lohnen zu klären, wieviele MA-Tage tatsächlich auf echten
externen uns Siemens-/SBS-etc.-Projekten gearbeitet wurde, zu welchem
Stundensatz und ob ansatzweise im tatsächlichen Qualifikationsprofil, das ja
möglicherweise die Basis für die insgesamt angestrebte Weiterbeschäftigung
wäre. Außerdem lohnt sichs ggf. den BR zu fragen, wie er die Sache mit den
permanenten bzw. temporären Einsätzen sieht.
Meines Wissens stand zwischendurch genau wegen dieser fehlenden
Vermittlungsquote auf permanente Jobs die Schließung des CECs an. Es hat
m.E. politisch-taktische Gründe, daß es nun doch noch lebt. Es macht sich
einfach besser, den MAn erst dann zu kündigen nachdem nachgewiesen wurde,
dass sie nicht vermittelbar sind. Allerdings können schlaue MA sich dort
(ungeprüft bzw. gefördert) auf breitestem Qualifikationsniveau bewerben, was
es der Firma später extrem schwer machen kann zu sagen, für all diese
Profile bzw. genialen Mitarbeiter fände sich im ganzen Konzern niemals ein
Job.
Unglauben
Alter: 48
1. Vermittlung auf einen festen Arbeitsplatz
also das dann ich auch nicht glauben. Vielen Dank, dass Ihr euch die Mühe macht und dem
"Schmarren" nachgeht.
Umzug
aber für den Job bin ich fast 500km weit weg gezogen... in Muc selbst war es nahezu
unmöglich eine feste Stelle zu bekommen.
Vermittlung in Teilzeitstelle unmöglich?
ich habe zwar währrend der BEE-Zeit einen neuen Arbeitsplatz gefunden, aber
nicht mit Hilfe der BEE. Dort wurde mir im Gegenteil immer gesagt, dass eine
Vermittlung in eine Teilzeitstelle nahezu unmöglich sei und ich doch bitte
überdenken möge, ob ich nicht Vollzeit arbeiten könne.
Insgesamt fand ich die "Hilfe" der BEE eher belastend, im nachhinein war es
wohl die schwierigste Zeit in meinem Leben.
beE nicht aktiv beteiligt
Aktiv beteiligt an der Vermittlung war die beE nicht, wenn man von den
üblichen Kursen absieht, die mir halt "perfekte" Bewerbungsunterlagen
ermöglicht haben.
Ich bin tatsächlich auf einem festen Arbeitsplatz, jedenfalls jetzt nach
fast 2 Jahren noch auf dem gleichen, außerhalb von Siemens (auch außerhalb
von VDO,wohin ja auch viele - noch bevor sie richtig beE waren -
hinvermittelt wurden, vielleicht verfälscht das ja auch die Statistik).
Keine Trauer um Siemens - nur um's Gehalt
Ich bewundere euer Engagement und euere Ausdauer. Ihr seid spitze.
Hier meine Daten:
Geboren am: xx.xx.1964
Eintritt Siemens AG: xx.xx.1981
Übertritt in die beE: 01.01.2003 (auf Anraten eines AUB-Betriebsrates)
Eigeninitiativen:
Privater Englischkurs (Dauer 1Jahr - bei 8Std./Woche)
Siemens-interne Bewerbungen: ca. 20 ->
Vorstellungsgespräche: 1x Erlangen, 1x München
Externe Bewerbungen: ca. 25 ->
Vorstellungsgespräche: 2x Raum München
Austritt Siemens AG: 31.08.2003 (Alter 39), Aufhebungsvertrag
BeE-Leistungen:
ein externes Vorstellungsgespräch vermittelt -> Absage
keine Weiterbildungsmaßnahmen
Tipp: Gehaltsvorstellung nach unten korrigieren
Persönliche Meinung:
Obwohl ich ganz selbstständig einen neuen Arbeitsplatz gefunden habe, hat mein Berater
eine Vermittlungsprämie bekommen und Siemens eine positive beE-Statistik.
Übrigens, der neue Arbeitsplatz war der Horror und ich habe nach 5-Monaten das
Arbeitsverhältnis beendet. Nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit, habe ich jetzt einen
tollen Arbeitsplatz allerdings vorerst auf 2-Jahre befristet.
Ob ich Siemens nachtrauere? Nein, nur meinem Siemensgehalt.
Ich bin am 31.01.2004 mit 35 Jahren aus der beE ausgeschieden. Ich habe
einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, nachdem ich in Erlangen (leider
nicht Munchen) einen neuen Job gefunden hatte. Den entsprechenden
Fragebogen von euch habe ich euch damals auch zuruck geschickt.
Viele Grüße und vielen Dank fur euer Engagement.
Aufhebungsvertrag
alleinverdienend, zwei Kinder, 36 Jahre alt, Aufhebungsvertrag
Im neuen Job wieder gekündigt
ich bin 43 Jahre alt, trat von ICM kommend zum Beginn 2003 in die beE
ein und unterschrieb mit Wirkung zum 31.10.2003 einen Aufhebungsvertrag.
Zum 1.11.2003 trat ich eine neue Stelle an und wurde - kein Scherz -
heute, 24.2.05 betriebsbedingt gekündigt.
Ich bin sehr gespannt, was Ihr heraus finden könnt. Aufgrund meiner
Kontakte zu einigen Ex-beE'lern kann ich auch nicht glauben, dass die
Quoten so gut sein sollen.
Ansonsten möchte ich Euch zur dauerhaften (moralischen) Unterstützung
und Versorgung mit Informationen herzlich danken. Macht weiter so!
Befristete Stelle
Ich war zum Zeitpunkt meiner "Vermittlung" zwar "erst" knapp 39, aber
trotzdem:
Ich habe meine derzeitige Halbtagsstelle, die einer wissenschaftlichen
Angestellten (Drittmittel) an der LMU, im Mai 2003 selbst und das auch
per Zufall finden müssen; von "Vermittlung" durch die beE war da weniger
zu bemerken.
Wahrscheinlich hat auch dieses Intermezzo bald ein Ende, d.h. zu Ende Mai
2005 läuft wohl meine letzte Verlängerung (immer nur um 2-3 Monate!) aus,
und ich stehe wieder ohne Arbeit da - nur diesmal ohne eine beE im
Hintergrund. Diese Befristung war mir damals auch bekannt aber man nimmt
halt, was sich bietet...
Wieder bei Siemens
bin aus der 1. Welle der beE und habe nach genau 1 Jahr innerhalb der Firma eine neue
Stelle bekommen, aber nicht durch die aktive Vermittlung der beE, sondern einzig und
allein durch Eigeninitiative. Bin jetzt bei COM MD und hoffe, das alles nicht noch einmal
mitmachen zu müssen.
Nicht vermittelt
Ich bin nicht
vermittelt, d.h. seit 1.1.05 arbeitslos gemeldet. Ich war in der beE seit
1.6.2003. Ich bin 35 Jahre alt.
VB auf 35-Stunden Basis
Was meine person betrifft, so habe ich ende 2003 wegen rente mit 60 (jahrgang 1950) eine
VB unterschrieben. was man allerdings wirklich mal publizieren müßte ist die tatsache,
daß mir die "ehrenwerte firma" namentlich mister vögele, nur auf basis eines 35std
vertrages eine VB angeboten hatte, was natürlich eine erhebliche finanzielle einbuße für
mich bedeutet hat. ich hatte somit die wahl zu unterschreiben oder dann bei kündigung
eine kündigungsschutzklage aus der beE einzureichen. die rente wäre allerdings dann erst
wieder mit 63 jahren möglich gewesen.
anmerkung: ich bin üt und hatte nie einen arbeitsvertrag unter 40std in der woche. die
tatsächliche arbeitszeit lag immer erheblich darüber.das ist nun der lohn dafür.
Ungewisse Zukunft
danke der Nachfrage. Das Thema der 'ungewissen Zukunft' drängt man ständig
in den Hintergrund. Würde man drüber nachdenken, wäre der Frustfaktor wohl
ziemlich hoch. Nicht gerade motivierend, wenn Verträge max. nur noch eine
Laufzeit von sechs Monaten haben und laut Kleingedrucktem sogar im
Extremfall innerhalb von vier Wochen gekündigt werden darf.
Aber gut, immer positiv denken. Man hofft immer noch, in ein, zwei Jahren
wieder zum SAG Stammpersonal zu gehören. Auch wenn dies im Moment nicht
gerade realistisch erscheint.
Die SAG Abteilungen, wo viele der Kollegen als Leiharbeiter nun arbeiten,
würden auch gerne die Leute fest einstellen. Dies ist derzeit aber politisch
nicht möglich. Stattdessen rücken jetzt, konkret auch in unserer Abteilung,
Com interne Kollegen auf frei gewordene Stellen nach. Freut mich für sie;
der Beigeschmack ist nur, dass diese Stellen teilweise doch sehr stark durch
unsere Arbeit und Auftragsgewinne ermöglicht wurden und man selber aber
weiterhin nur 'Leih' arbeiten darf. Persönlich natürlich auch ziemlich
frustrierend, dass der Betriebsrat einem bei der eigenen Entlassung damals
nicht helfen konnte, und jetzt die gleichen Leute, wo man wieder eine Stelle
gefunden hat, eine Wiedereinstellung komplett blockieren. Die Kollegen, für
die man sich damals durch einen Gang in die beE -ich sage es jetzt mal etwas
provokativ- geopfert hat, werden jetzt wiederum geschützt und blockieren
einem persönlich den Wiedereinstieg in die SAG. Solidarität ja, aber
persönlich würde man natürlich auch gerne wieder eine Perspektive sehen.
Pech gehabt?
Mein Freund war 45 als er den neuen Job gefunden hat.
Es gibt auch Fälle, wo jemand aus der bee heraus einen Job angenommen hat,
der sich dann aber nach kurzem wieder zerschlagen hat, aus welchen Gründen
auch immer. Pech gehabt kann man natürlich sagen, aber ohne das Konstrukt
bee wäre der Mitarbeiter halt bei Siemens geblieben (in manchem Fall eben
mit Kündigungsschutzklage) und hätte sich nicht auf solch einen anderen Job
beworben. Und wär jetzt nicht arbeitslos. Einen solchen Fall kenne ich.
Alles Gute für die zukünftigen beE-ler
ich bin zum Zeitpunkt meines BeE
Austritts 39 Jahre gewesen. Ich hatte einen auf ein Jahr befristeten
Arbeitsvertrag, als in die BeE gegangen bin. Zwei Wochen vor Ablauf der
Befristung habe ich einen Arbeitsplatz bei einer Firma gefunden, die
sich in der BeE vorgestellt hat. Also durch eine BeE - Vermittlung.
Einen Job in meiner früheren Tätigkeit, wo man mich wieder eingestellt
hätte, hat die Personalabteilung mit der Begründung abgelehnt, daß ich
kein Studium habe. Hatte ich zuvor auch nicht und 7 Jahre die Tätigkeit
durchgeführt.
Die Unterstützung durch den Betreuer der BeE war gleich Null und eine
Weiterbildung wurde mir verweigert, da ich das eh nicht in den
Lebenslauf schreiben könne und es mir daher nicht's bringt.
Liebe Grüsse und alles Gute für die zukünftigen BeE-ler
Die beE-Pers wusste nichts von meinem Job
Alter: jetzt: 49 Jahre
Vermittlung: 1 - auf einen festen Arbeitsplatz bei Siemens Erlangen
ABER: die beE hat damit rein gar nichts zu tun. Der Erfolg - meine neue Stelle bei
xxx in Erlangen - beruhte einzig und allein auf meine eigene
Initiative. Die beE-Personaler wussten von meinem Job gar nichts. Die haben erst von mir
davon erfahren, als ich bei der beE "kündigte".
Unterschriften verzögert
Mein Alter: heute 34
Neuer Arbeitsplatz: Siemens xxx (nicht München)
Allerdings ist "vermittelt" ein wenig hoch gegriffen.
Ich hatte meine Bewerbungsgespraeche und die informelle Zusage noch
vor Weihnachten 2002, d.h. bevor es die bee ueberhaupt gab.
Das mit den Unterschriften hat sich dann noch bis Februar hingezogen, weil
wie ueblich, laenderuebergreifende Budgetfragen zu klaeren waren.
Kündigung in der beE
ich bin 37 Jahre und gehörte zur 1. Welle der beE von ICN und hatte leider
nicht die Notwendigkeit in der 20monatigen Laufzeit einen Aufhebungsvertrag
schließen zu können, so dass ich durch die betriebsbedingte Kündigung die
Siemens AG verlassen habe. Zum Glück meiner drei Kinder stehe ich heute wieder in Lohn
und Brot.
was ich noch vergass zu erwähnen als praktisches Anschauungsbeispiel für das
Thema Qualifikationsprofile - falls es für irgendwas nützt: ich bin als
Betriebswirtin VWA, Qualitätsmanagerin/Auditorin etc. nach 30 Jahren
praktischer Softwareentwicklung inkl. Projekt-, Solution-,
Gesamtgruppenleitung etc. schließlich im CEC mit Stellenangeboten bedacht
worden, die reichten von
* Essensmarken ausgeben in Augsburg (mehrmonatiger Ferneinsatz) - was ja
wohl zum Schokoladeausgebebeispiel bei Firmenfesten auf der NCI-WebSite paßt
* zu Telefon-/Urlaubsvertretung
* zu Unterstützung Sekretariat und Controlling
* Organisation + Moderation des Girls Days (ich bin über 50!)
Freiwillig beworben habe ich mich für
* Handbuch schreiben
* kaufmännisches Immobilienmanagement
* Qualitätsmanagement + PMO für Outtasking-/Outsourcing-Projekt bei Sinius
* Organisation der internen/externen Öffentlichkeitsarbeit in Verbindung mit
der Neuausrichtung der Personalorganisation in Deutschland
Hinzufügen könnte ich auch noch die Fußnote, daß ich, als ich schon über 50
war, im Stellenprofil neu markiert wurde, d.h. von der SW-Entwicklerin zum
"Junior Process Consult" mutierte, damit die Firmenausrichtung besser
unterstützt wird.
Gedis
Man sollte noch mal die Gedis Dame von der letzten NCI on Air Sendung
befragen. Die meint ja dass bei Hirmer in nur 2 Monaten 40 % vermittelt
wurden. Ich schließe daraus, dass die beE doch eine gute Sache ist,
allerdings im Vergleich mit dem Arbeitsamt. Das Arbeitsamt hat ja nur
eine ca. 20 %ige Vermittlungsquote.
Also wenn man die beE mit dem AA vergleicht: super Sache.
Wenn man die beE den offenen Stellen bei SAG gegenüberstellt: mies!!!
2003/2004
Persönliche Berichte
Wenn Ihr einen Bericht schicken wollt, bitte an info@nci-net.de
Ich freue mich, dass ich die Firma endlich los bin!
Diese Erfahrung werde ich nie vergessen
beE = bitte eigenes Engagement!
Momentan fühle ich mich saumäßig
Die beE schafft keine Arbeitsplätze
Hoffentlich reicht die Zeit
Die beE ist Übungsplatz für Outplacement Lehrlinge
Kurzstatements
...daß man auf seinen gesunden Menschenverstand vertrauen kann
In der beE geht es garnicht und außerhalb nur gesundheitlich gut !
Über beE-Berater (persönliche Berichte)
Beraterwechsel brachte Zufriedenheit
Kurzberichte
Ein Berater wie er sein sollte
konstruktive Einstellung
Zeitarbeit & Consultans
Zurück als Consultants - Bedrohung für andere?
Bericht einer Kollegin: Ich freue mich, dass ich die Firma endlich los bin
Vermittlungstätigkeit:
Meine Betreuerin kümmerte sich sehr intensiv um mich, indem sie mich wie
im Kindergarten behandelt hat. Das übertriebene Interesse an meinem
Privatleben fand ich absolut nicht komisch.
Ich musste ihr über alles Rechenschaft ablegen und regelmäßig meine
Bewerbungslisten schicken. Dies führte dazu, dass ich 2 Listen führte,
eine für mich und eine für meine Betreuerin, die es nicht anders wollte.
Irgendwie wird bei den Bewerbungen Masse statt Klasse erwartet (nach dem
Motto: ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn), wobei das immer
abgestritten wird.
Ich habe 2 Vorstellungsgespräche vermittelt bekommen. Beim ersten wurde
ich abgelehnt und beim zweiten habe ich es doch tatsächlich gewagt von
mir aus abzulehnen. Ich habe mich beim Gespräch dermaßen unwohl gefühlt
– das war nicht meine Welt. In meinen Augen hätte ich auch keine Chance
gehabt die Probezeit zu überstehen. Die Firma hätte mich aber
tatsächlich genommen. Das folgende Gespräch in der beE war wirklich
lachhaft. Ich hab mich runterputzen lassen müssen und sollte mich
rechtfertigen (wo steht in unserem Vertrag geschrieben, dass wir alles
annehmen müssen?). Auch der Vorwurf, dass ich die beE bis nächstes Jahr
ausnutzten will mußte ich mir anhören (und wenn, wo steht geschrieben,
dass ich das nicht darf?)
Auch das hektische, wichtigtuerische Hinterhertelefonieren wegen
Kleinigkeiten konnte ich zum Schluß nicht mehr ernst nehmen – das hatte
mit Vermittlung im engeren Sinne nicht viel zu tun. Ich empfand es eher
als Kontrollanrufe.
Das einzige, wobei mir die Leute in der beE wirklich nützlich waren, war
bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Die Tipps waren hilfreich,
aber rund wurde das Ganze erst durch die Betroffenen selber, die mir
sehr durch querlesen, hinterfragen und weitere Ideen geholfen haben.
Die beE gibt für die Zeit der Jobsuche Sicherheit, und in unserem Fall
(dem BR sei Dank) sind wir weiterhin MA der Fa. Siemens. Siemens spart
sich im Gegensatz zu einfachen Versetzungen aber ne Menge Geld.
Weiterbildung:
Die Weiterbildung setzte in meinen Augen viel zu spät ein. Ich hätte den
SAP-Kurs schon im Feb. benötigt, dann hätte ich innerhalb kürzester Zeit
einen Job gehabt. Auch das Verfahren bei den Englischkursen war ein
Witz. Die Vergabe der Kursplätze war auch nicht ganz nachzuvollziehen.
Jeder Betreuer hat seinem Schützling etwas anderes erzählt. Die
Begründungen für oder gegen einen Kurs haben sich z.T. ganz schön
wiedersprochen. Auf jeden Fall muß man absolut selber hinterher sein und
bohren – von den Betreuern kommt nur sehr wenig.
Dadurch, dass die Weiterbildung innerhalb von Siemens stattfindet sind
die Inhalte ganz schön siemenslastig (z.B. BWL-Kurse, SAP)
Gehalt:
Ich habe heute meinen neuen Job angetreten. Die Gehaltseinbußen sind
zwar erheblich (ca. 30%), aber meine Priorität lag auf dem
Arbeitsumfeld, wie wird miteinander umgegangen. Direkt gefordert wurde
nichts in Bezug auf Gehaltseinbuße, es wurde aber immer wieder darauf
hingewiesen, dass wir bei Siemens doch sehr gut verdienen und nicht
erwarten könnten, dass wir das Niveau halten.
Zeitarbeit:
Der Anteil der Firmenvorstellungen, bzw. der Teilnehmer an der Jobbörse,
bei denen es sich um Zeitarbeitsfirmen handelt ist doch erheblich. Die
Argumentation der beE kann ich aber absolut nicht teilen. Das ist doch
Augenwischerei, dass die Chancen erheblich sind einen festen Job zu
erhalten über den Einstieg bei der Zeitarbeit. In meinem Bekanntenkreis
werden auch langjährige MA von Zeitarbeitsfirmen freigesetzt, da die
Jobangebote der Firmen ausbleiben. Was macht man denn, wenn kein
Nachfolgeauftrag kommt. Irgendwie komm ich mir da doch verarscht vor.
Als letzten Notnagel am Ende der beE-Zeit kann man vielleicht mal
darüber nachdenken, um die Arbeitslosigkeit rauszuschieben, aber vorher
ist das absolut indiskutabel.
Vermittlungsquote:
Wird Druck auf Euch ausgeübt, um die Vermittlungsquote zu erhöhen? – s.
Vermittlungstätigkeit
Die Vermittlungsquote ist in meinen Augen nicht aussagekräftig, da davon
auszugehen ist, dass sich die weitaus meisten selber um ihren neuen Job
gekümmert haben. Auch die Jobbörsen haben meiner Meinung nicht den
Erfolg gehabt, der immer wieder angeführt wird.
Die mehr oder weniger freiwillig unterschriebenen Aufhebungsverträge
erscheinen auch in der Zahl (wieder einer der raus ist, da ist es doch
egal ob mit Job, oder was auch immer). Zur befristeten Leiharbeit weiß
ich es nicht.
Gefühl:
Ich kam mir z.T. ziemlich verarscht vor. Behandelt wie ein kleines Kind.
Und wenn ich die Selbstbeweihräucherung lese bekomme ich nen dicken Hals.
Auch ich bin jetzt eine Nummer auf der Anzeigentafel. Meinen neuen Job
habe ich aber ganz alleine gesucht und gefunden. Mich ärgert es, dass
ich als Vermittlungserfolg verbucht werde.
Eigentlich eine Unverschämtheit, wie sich die beE mit Federn schmückt,
die sie gar nicht verdient hat. Denn die beE ist nur so erfolgreich, wie
die MA mitmachen und sich selber kümmern. Der Erfolg ist nur vom MA
abhängig.
Fazit:
Ich freue mich, dass ich die Firma endlich los bin !!!
Bericht einer Kollegin: Diese Erfahrung werde ich nie vergessen
Liebe NCI-ler,
ihr habt um Meinungen und Erfahrungsberichte zur beE gebeten. Ich möchte gerne
etwas dazu beitragen, auch wenn ich wieder einen Job BEI SIEMENS habe
(was mich natürlich sehr glücklich macht).
Also, generell möchte ich sagen, dass die beE, wenn man sie als Alternative zur
Arbeitslosigkeit sieht, sicher die weitaus bessere Lösung ist, wenn auch begrenzt.
Ich hatte vor Siemens schon zweimal das Vergnügen, mir aufgrund von Arbeitsplatzabbau
durch Fusion etc. einen neuen Job suchen zu dürfen, und da es sich um kleinere Firmen
handelte, gab's keine beE. Ich habe also auf dem Gebiet Erfahrungen und erlaube mir
daher einen Kommentar: Siemens hat sich durch die beE (bzw. Abfindungsangebote etc.)
wohl sozusagen selbst ein reines Gewissen gemacht und war wohl der Meinung, dadurch
z.B. auf Menschlichkeit verzichten zu können. So cool wie diese Aktion durchgezogen
wurde, sogar wenn Kollegen betroffen waren, denen es wirklich an die Existenz ging,
hatte ich es vorher nie erlebt. Diese Erfahrung werde ich nie vergessen.
Nach anfänglichem Stress mit dem pers. Betreuer , den wohl ziemlich viele hatten,
war der Kontakt und die Beratung in der beE ganz prima. Die Pflicht-Kurse fand ich
mäßig hilfreich, ich hätte mir mehr Fachkurse gewünscht, die sicher das
Selbstbewußtsein in den Bew. Gesprächen mehr gestärkt hätten. Ist immer gut wenn
man sagen kann: ich kann dies und jenes und lerne gerade auch was. Natürlich ist
es auch gut zum Thema Bewerben was zu lernen, aber die Situationen sind alle so
verschieden, das ist schwierig. Mit der persönlichen Betreuung war ich wie gesagt
zufrieden. Ich wurde auch nicht gedrängelt, irgendein Angebot anzunehmen, im Gegenteil,
ich hatte eins das lag ziemlich unter der Schmerzgrenze, da hat mir mein Coach dann
abgeraten. Es gab Hilfestellung beim Unterlagen-Tuning, ich musste mir das aber
selber erarbeiten, es gab nur Tipps. Ist aber ok.
Die Vermittlungsquote ist natürlich so eine Sache, alle die ich kenne, die wieder
einen Job haben, haben ihn sich selber gesucht. Auf der anderen Seite sind die Betreuer
sehr eifrig dabei Jobs zu acquirieren, und dann gibt es ja die Jobbörsen. Leider ist
das Angebot an freien Stellen mehr als dürftig, deshalb hält sich der Erfolg in Grenzen.
Hoffentlich gibt es bald mal wieder mehr Jobs.
Warum nicht versucht wurde, die Leute durch Versetzungen im Konzern unterzubringen,
verstehe ich auch nicht. Ich denke auch man hätte durch Altersteilzeit oder Job-Sharing
Modelle o.ä. viele viele Arbeitsplätze retten können, da hat meiner Meinung nach der
gute Wille gefehlt. Aber die Personalpolitik bei ICN war immer schwer zu durchschauen.
Also, ich fand die beE keine schlechte Lösung. Es ist natürlich für jeden sehr schwer,
auf einem leergefegten Arbeitsmarkt sich einen Job suchen zu müssen und bei
Vorstellungsgesprächen rumzuschleimen. Psychologische Unterstützung ist sehr wichtig.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man als Ex-Siemensianer bei kleineren Firmen
manchmal skeptisch betrachtet wird.
Bzgl. Gehaltseinbußen: jetzt bekomme ich wieder meine frühere Gehaltsgruppe, das ist super.
Bei externen Firmen hätte ich mich zwischen 20-30 % verschlechtert (wenn die mich überhaupt
genommen hätten), ohne Berücksichtigung der Wochenarbeitszeit, die gar nicht selten bei 40 Std. liegt.
Zeitarbeit wäre für mich nach einem halben Jahr beE schon ein Thema gewesen, ich hatte langsam
Entzugserscheinungen.
Ich danke Euch für Eure unermüdliche Unterstützung und wünsche allen Kollegen,
dass sie einen Job finden.
Bericht eines Kollegen: beE = bitte eigenes Engagement!
bei der internen Arbeitsplatzsuche ist mir folgendes passiert:
Kurz vor dem Entscheidungstermin hätte ich bei ICN einen anderen Job gehabt.
Ich hatte Mitte November den Brief erhalten und mir die Entscheidung zur beE bis
zum letzten Tag vorbehalten. Eben am 11.12.2003 hätte ich bei ICN einen neuen Job
als xxx gehabt und wäre auch tatsächlich von dieser Abteilung
genommen worden, da ich diese Tätigkeit bereits jahrelang gemacht habe.
Ich durfte diesen Job aber nicht annehmen, da der Bereichsvorstand ein paar Tage
vorher, auf Drängen von Herrn X (PA) entschieden hat, das alle die Personen, die
den Brief erhalten haben, innerhalb des ICN nicht mehr versetzt werden dürfen!
beE = bitte eigenes Engagement!
Genauso kann man es sagen, den außer der Hilfestellung wie man seinen
Lebenslauf vorwärts oder rückwärts erstellen kann kommt von dort nicht
viel.
Man wird zur Jobbörse genötigt, auch wenn man schon im Vorfeld feststellen
konnte, das von den teilnehmenden Firmen keine für einen persönlich
interessant ist oder einen intersanten Job anbieten kann. Dann wird man
noch von seinem Berater angeschnauzt, weil man nicht bewerbungsmäßig angezogen
ist und es bei der Einstellung kein Wunder ist, wenn man keinen Job findet!
Dass man zu einem Vorstellungsgespräch bewerbungsmäßig gekleidet ist,
versteht sich von selbst, aber doch nicht wenn ich nur wohin gehen muß um
dagewesen zu sein !
Gesagt wird einem auch noch, daß man sich in der jetzigen schlechten
Arbeitsmarktlage darauf einstellen müsse eben für ? Jahre an einem anderen
Standort, als Wochenendheimfahrer, zu arbeiten und dabei auch noch weniger
Verdienst in Kauf zu nehmen. (Beispiel Mitarbeiter in T7 geht nach
Erlangen auf T5 Job - nach Einsatz der beE konnte man sich auf T6 einigen - toller
Erfolg, was hätte dieser Mitarbeiter nur ohne die beE gemacht!)
Von meinen derzeit 55 Bewerbungen (intern und extern) habe ich bis jetzt
50 Absagen !
Fast vorwurfsvoll bekommt man vom Berater manchmal eine Stellenausschreibung
gezeigt, ob man diese gesehen habe und warum man sich noch nicht darauf
beworben hätte. Selbst hat man den angebotenen Job schon gesehen und sich
nicht beworben, da man entweder nicht die richtigen Voraussetzungen dafür
mitbringt oder der Arbeitsplatz einfach zu weit weg ist. Wenn man sich
darauf bewirbt bekommt man eine Absage die oft damit begründet ist, das
man nicht die passenden Voraussetzungen mitbringt oder die Entfernung als
Problem gesehen wird.
Kommende Woche habe ich wieder einen Termin mit meinem Berater, von dem
ich mir inzwischen nichts mehr erwarte. Am Besten man läßt uns in Ruhe wenn
man uns beE´lern schon nichts zu bieten hat !
Die Berater sollten doch eigentlich dazu da sein, uns einen angemessenen
Job im Vergleich zum verlorenen Arbeitsplatz zu besorgen, ich selbst habe
jedenfalls nur noch den Eindruck man will jeden von uns als "Metzgermeisters
Aushilfegesellen" vermitteln, nur um dann irgendeine ausgehandelte Vermittlungsprämie
zu kassieren! Bin mal gespannt, ob Andere der gleichen Meinung sind.
Interview mit Kollegen: Momentan fühle ich mich saumäßig
Vermittlungstätigkeit:
NCI: Kümmern sich die Betreuer wirklich so intensiv, um die Vermittlungen
wie dort behauptet?
Kollege:Um die Vermittlung eher weniger, aber die Nachbesprechung von Vorstellungsgesprächen schon.
Bei einer schwierigen Entscheidung, die meinerseits zur Absage eines Stellenangebots geführt
hat, habe ich eine wirkliche Hilfe bei der Entscheidungsfindung bekommen.
NCI: Wird in der beE wirklich alles getan, um Euch einen neuen Job zu vermitteln? Wie sieht so
eine Vermittlung aus; ist sie mehr als nur Stellenanzeigen im HRM oder im Internet?
Kollege: NEIN, es ist nicht mehr ausser Firmenpräsentationen.
NCI: War es notwendig eine beE zu errichten, oder hätte man vieles auch durch einfache
Versetzungen und Kurse lösen können?
Kollege: Gründung der beE war (dafür!) nicht notwendig.
Gehalt
NCI: Mit welchen gehaltlichen Einbußen ist bzgl. neuem Job zu rechnen?
Kollege: 30 - 50 % Einbußen (bei FK, Stufe 5)
NCI: Was wird von Euch bzgl.Gehaltseinbuße gefordert.
Kollege: Mir ist keine Forderung bekannt.
Zeitarbeit
NCI: Welche Bedeutung hat Zeitarbeit?
Kollege: Für mich erst aus der Arbeitslosigkeit heraus, sonst habe ich noch größere Verluste.
Vermittlungsquote:
NCI: Wird Druck auf Euch ausgeübt, um die Vermittlungsquote zu erhöhen?
Kollege: Nein.
NCI: Ist die Vermittlungsquote aussagekräftig, oder gehen da auch Aufhebungsverträge ein, befristete
Leiharbeit (mit Rückkehr in die beE) nach Beendigung?
Kollege:Weiss ich nicht ?
Gefühl
NCI: Wie fühlt Ihr Euch in der beE? Wie zufrieden seid Ihr?
Kollege: Momentan fühle ich mich saumäßig.
Interview mit einem Kollegen: die beE schafft eben keine Arbeitsplätze
Vermittlungstätigkeit:
NCI: Kümmern sich die Betreuer wirklich so intensiv, um die
Vermittlungen wie dort behauptet?
Kollege:In meinem Fall nein, aber in dem Bewustsein, dass die Eigeninitiative der
entscheidende Baustein ist kann ich damit leben.
NCI: Wird in der beE wirklich alles getan, um Euch einen neuen Job zu vermitteln?
Kollege:Ich denke fast schon, aber die Möglichkeiten sind eben bescheiden und die beE schafft eben keine Arbeitsplätze.
NCI: Wie sieht so eine Vermittlung aus; ist sie mehr als nur Stellenanzeigen im HRM oder im Internet?
Kollege:Scheinbar nicht - die persönlichen Kontakte zu PA´s anderer Firmen stellen sich mir nicht als
vorteilhaft dar. Beispiel BMW: Es werden offensichtlich nur dieselben Stellen angeboten als auch auf der
Internethomepage von BMW zu finden sind.
NCI: Welche Unterstützung bekommt Ihr wirklich,
welche würdet Ihr gerne bekommen?
Kollege:Ein paar Tipps sind schon ganz nützlich, aber die bekomme ich meist von Kollegen.
Außerdem sind die Kollegen nicht so arogant wie die meisten Berater. Ich würde mir mehr
Unterstützung bei der Vorakquisition wünschen, denn die Suche nach einer geeigneten
Stelle ist die schwierigste und zeitaufwendigste.
NCI: War es notwendig eine beE zu errichten, oder hätte man vieles auch
durch einfache Versetzungen und Kurse lösen können?
Kollege:Für mich war die beE die Beste der zur Verfügung stehenden Alternativen.
New Placement hatte mir aber besser gefallen und mich auch weiter gebracht - vielleicht,
weil es nicht so frustrierend war.
Gehalt:
NCI:Mit welchen gehaltlichen Einbußen ist bzgl. neuem Job zu rechnen?
Kollege:Das ist sehr von der neuen Position abhängig. Ich habe durch meine
Vorstellungsgespräche den Eindruck erhalten, dass die meisten Firmen bei der Besetzung
Ihrer Stellen zuerst darauf bedacht sind den geeignedsten Kandidaten zu finden und
diesem dann aber eine adequate Bezahlung anbietet.
NCI: Was wird von Euch bzgl. Gehaltseinbuße gefordert?
Kollege:Ich persönlich musste erkennen, dass ich eine ähnliche Position,
in der meine Qualifikationen zum Großteil benötigt werden kaum finden werde.
Das bedeutet für mich, dass ich meine sehr adaptieren Siemenskenntnisse
und -erfahrungen nur zu einem Bruchteil "weiterverkaufen" kann und mich auf meine
Ausbildung besinnen muss, die leider schon etwas zurück liegt. Demnach werde ich auch
nicht viel mehr als ein Absolvent verlangen können. Ich rechne derzeit mit minus 20 % brutto.
Zeitarbeit:
NCI: Welche Bedeutung hat Zeitarbeit?
Kollege:Ich habe mich bei über 40 Zeitarbeitsfirmen und Personaldienstleistern
gemeldet. Dort hätte ich wirklich mehr Reaktionen erwartet. Meine Erkenntnis ist zumindest,
dass die Qualität dieser Personaldienstleister mehr von den jeweiligen Bearbeitern/Beratern
abhängt als vom Namen der Firma.
Vermittlungsquote:
NCI: Wird Druck auf Euch ausgeübt, um die Vermittlungsquote zu erhöhen?
Kollege:Nein, aber welcher Druck kann übrigens auf mich ausgeübt werden.
Außerdem glaube ich nicht, dass das die Vermittlungsquote erhöht. Ich würde mir hier
ggf. mehr eine partnerschaftliche Umgangsweise wünschen.
NCI: Ist die Vermittlungsquote aussagekräftig
oder gehen da auch Aufhebungsverträge ein, befristete
Leiharbeit (mit Rückkehr in die beE) nach Beendigung?
Kollege:keine Ahnung
Gefühl:
NCI: Wie fühlt Ihr Euch in der beE?
Kollege:unbrauchbar
NCI: Wie zufrieden seid Ihr?
Kollege:Eigentlich zufrieden, weil es viel schlechter sein könnte
Interview mit einem Kollegen: Hoffentlich reicht die Zeit
NCI:Ist die beE das - die Lösung für die Probleme des Stellenabbaus?
Kollege:Nein, sie gibt den betroffenen lediglich mehr Zeit um sich selbst einen neuen Job bzw.
irgend einen Ausweg zu finden !
Vermittlungstätigkeit:
NCI:Kümmern sich die Betreuer wirklich so intensiv, um die Vermittlungen wie
dort behauptet?
Kollege:Nein, was sollen die Vermittler den tun, wenn einfach keine
passenden Jobs vorhanden sind oder man auf die Bewerbungen nur Absagen
bekommt. Mehr als dies zur Kenntnis zu nehmen können die Berater auch nicht
! Die können und wissen auch nicht mehr als jeder beE´ler ! Hilf Dir selbst,
sonst hilft Dir keiner !
NCI:Wird in der beE wirklich alles getan, um Euch einen neuen Job zu
vermitteln?
Man tut was man kann ! Man bekommt Tips zur Gestaltung der
Lebensläufe und hin und wieder einen Tip zu einer Stellenanzeige, aber
deswegen hat man noch keinen neuen Job, dies hängt natürlich vom
ausschreibenden Arbeitgeber ab.
NCI:Wie sieht so eine Vermittlung aus; ist sie mehr als nur Stellenanzeigen im
HRM oder im Internet?
Kollege:Nein, den mehr können die Vermittler auch nicht tun.
Sie schauen sich die Bewerbungen des Einzelnen an und nehmen zur Kenntnis ob
derjenige 50 oder 100 Absagen hat, aber die Vermittler haben ja keinerlei
Einfluß darauf ob man vom ausschreibenden Unternehmen auch genommen wird.
NCI:Welche Unterstützung bekommt Ihr wirklich, welche würdet Ihr gerne
bekommen?
Kollege:Die Unterstützung beschränkt sich auf Tips wo man eventuell ein
passendes Job-Angebot finden könnte. Am Anfang der beE hieß es, das diese
"Professionellen Vermittler" angeblich so gute Kontakte zu den Firmen haben,
das diese auch Jobs anbieten können, die noch garnicht ausgeschrieben sind.
Davon hat man bis jetzt überhaupt nichts gemerkt ! Toll wäre, wenn sich mein
persönlicher Berater selbst einmal hinter eine oder mehrere Bewerbungen
seines zu beratenden beE-Mitgliedes hängen würde um mal selbst zu erfahren,
wie chancenlos man trotz aller Tips und Ideen der Berater ist, und wie man
teilweise von manchen Firmen behandelt wird.
NCI:War es notwendig eine beE zu errichten, oder hätte man vieles auch durch
einfache Versetzungen und Kurse lösen können?
Kollege:Die beE zu errichten war nur
eine Notwenigkeit des Arbeitgebers, um die dort eintretenden Mitarbeiter
nach der vereinbarten Frist sicher los zu haben ! Wenn eine Firma wie
Siemens, mit 450.000 Mitarbeitern weltweit, will, dann sind 1100 Mitarbeiter
eines Bereiches kein Problem. Man könnte diese Mitarbeiter durch interne
Kurse weiterbilden und so lange einen Einstellungsstop für den gesamten
Konzern verhängen, bis man diese 1100 Mitarbeiter intern untergebracht hat.
Aber dies ist ja nicht gewünscht, da man mit dieser Entlassungswelle nur den
gemeinsamen Druck der Arbeitgeber auf die derzeitige Bundesregierung erhöhen
will.
Gehalt
NCI:Mit welchen gehaltlichen Einbußen ist bzgl. neuem Job zu rechnen?
Kollege:Mein bisher bestes Angebot liegt 42,3 % unter meinem letzten Gehalt bei Siemens !
Wer kann sich das leisten ?
NCI:Was wird von Euch bzgl. Gehaltseinbuße gefordert ?
Kollege:Bis zu 30% weniger ist für die Berater der beE normal !
Zeitarbeit:
NCI:Welche Bedeutung hat Zeitarbeit?
Wäre nicht schlecht, aber die Gehaltseinbuße beträgt bei einem Job in einer
Zeitarbeitsfirma zwischen 40 und 50 % ! Wer sieht das als erstrebenswert an ?
Vermittlungsquote:
NCIWird Druck auf Euch ausgeübt, um die Vermittlungsquote zu erhöhen?
Kollege:Ja, es
wird von den Beratern ständig mehr von den beE-Mitgliedern als Zugeständnis
an den neuen Arbeitsplatz erwartet. Anderer Siemens-Standort wird gepriesen,
egal was mit der Familie des entsprechenden Kandidaten dann passiert.
Gehaltlich sollen wir bald froh sein woanders überhaupt etwas für unsere
Mitarbeit bezahlt zu bekommen, d.h. die zumutbaren Einbußen werden immer
weiter nach unten gedrückt.
NCI:Ist die Vermittlungsquote aussagekräftig, oder gehen da auch
Aufhebungsverträge ein, befristete
Leiharbeit (mit Rückkehr in die beE) nach Beendigung?
Kollege:Außer der roten Zahl
beim betreten der beE habe ich bisher nur einmal bei der Zahl 100 erfahren
wie sich diese Zahl intern und extern aufteilt. Ob da aber
Aufhebungsverträge und Leiharbeit mit eingerechnet sind, entzieht sich
meiner Kenntnis. Leiharbeit glaube ich nicht, da dies ja unter Umständen die
Zahl im nächsten Monat wieder reduzieren könnte. Dagegen vermute ich, das
Aufhebungsverträge auf alle Fälle mit eingerechnet werden, da damit ja
tatsächlich wieder eine Person weniger da ist und dies die Statistik ja
wieder verbessert !
Gefühl:
NCI:Wie fühlt Ihr Euch in der beE?
Abschiebebahnhof - warten auf die
Arbeitslosigkeit ! Trotz aller Bemühungen und dutzenden von Bewerbungen
bekommt man nur Absagen und die Zeit vergeht. Man ist irgendwie machtlos und
wird man nicht "zufällig" noch von einem Arbeitgeber genommen, dann ist die
Arbeitslosigkeit vorprogrammiert ! Von den möglichen Finanziellen
Katastrophen, wegen Haus-Abzahlung u.a. ganz abgesehen.
NCI:Wie zufrieden seid Ihr?
Kollege:Zufrieden sein kann man derzeit bloß mit der
eigenen Gesundheit. So fit wie derzeit war ich schon lange nicht mehr, da
man genügend Zeit hat um sich sportlich zu betätigen und zu erholen. Aber
das Endedatum der beE schwebt unsichtbar immer über dem Kopf und man kann
selbst nicht mehr machen, als sich zu bewerben und auf Erfolg zu hoffen. Man
kann niemand zwingen eingestellt zu werden. Zufrieden sein werde ich erst,
wenn ich den für mich passenden Ausweg aus der ganzen Situation gefunden
habe - hoffentlich reicht die Zeit !
Bericht eines Kollegen: Die beE ist Übungsplatz für Outplacement-"Lehrlinge"
Die geschilderten Erfahrungen der Teilnehmer kann ich leider bestätigen.
Ich bin seit 1.7. dabei , meine Erfahrungen und Beobachtungen bisher:
- Keine aktive Vermittlung
- Angebote sind häufig aus Jobbörsen
- Substanziell mässige Beratungsqualität bzgl Bewerbungsstrategie,was gerade
am Anfang sehr wichtig wäre
- Beratung zu Bewerbungsunterlagen: ok, aber nichts was man nicht über
gängige Quellen im Internet erfahren kann
- Weiterbildung: nur auf eigenen Wunsch ( lt Berater), wird gering gehalten
- 196 Vermittlungen nach 9 Monaten, d.h. <50 % nach >75 % der Zeit, ist
nicht sehr positiv, da am Anfang der Abgang höher ist
- Partieller Druck auf Mitarbeiter, möglichst viele Bewerbungen zu schreiben.
- Die geringe Akzeptanz und häufig pauschale Ablehnung von ICN -Bewerbungen in
anderen Bereichen wurde von meinem BEE-Berater selbst bestätigt!
- Ein Netzwerk der ICN P zu den Personalabtlg der anderen Bereichen existiert
nur punktuell, die erkennbare Bedarfstransparenz ist gering (auch vom BEE
Berater bestätigt!). Dies gilt auch für externe Firmen.
- Das aktive Matching auf Basis Talentlink findet faktisch kaum statt, nur
Rundschreiben.
- Die Jobbörsen sind schlecht vorbereitet und ineffektiv, viele "Vermittler".
Umgekeht gibt es keine Strategie durch ICN P welche Vermittler evtl. gezielt
eingeschaltet werden könnten. Muß jeder selber ausprobieren.
Fazit:
Die beE ist Übungsplatz für die Outplacement-"Lehrlinge" von ICN P, was im
Vergleich mit - mir bekannten - externen Profis deutlich auffällt.
ICN lockt mit hohen Versprechungen in die BEE , substantiell folgt wenig.
Erfolge basieren auf den persönlichen Bemühungen der MA, aber nicht auf
Vermittlung!
BEE - value ? Zeit und Geld!
aber :
Bei hoher Eigenverkaufsfähigkeit und Attraktivität nicht nötig, für
alle anderen Vorstufe -mit Geldvorteil- vor der Arbeitslosigkeit , d.h.
nicht wirklich empfehlenswert.
Lt meinem beE Betreuer die bessere Alternative zur Kündigung, denn die MA
aus
für ICN verlorenen KschKlagen werden sowieso irgendwo isoliert
deponiert... ! ( kam explizit rüber ,was soll man da noch sagen!).
Kurzstatements
Ich hatte im Frühling ein 5mn-Kontakt während einer Job-Börse mit Top It und sie haben mich im September wieder angesprochen.
Die beE hat mir dabei geholfen, durch die Zeitarbeitfirma eine Rückkehrmöglichkeit in die beE bis Ende 2003 zu sichern, falls der Job nichts wird.
Ich fand die Firmenpräsentationen und die Job-Börsen ganz gut. Ich habe auch einen viermonatigen Java-Workshop über die beE bekommen.
Unterstuetzung: Ja, durch die Genehmigung der Schnupperarbeitszeit.
War das erste und einzigste Vorstellungsgespräch und es hat geklapt.
Ich glaube, daß die bee sich nicht zu sehr mit Jobrecherchen auf dem externen Markt aufhalten sollte, sondern Weitervermittlungen intern (v.a. befristet, mit der Möglichkeit der Rückkehr zur bee nach Ablauf des Projekts) forcieren sollte. Ich denke nicht, daß die Vermittlung besser klappt, bloß weil Siemens für die Kandidaten wirbt (der Benefit für Siemens bei erfolgreicher Vermittlung ist zu offensichtlich). Bei mir hat es schlechter geklappt: ich weiß bis heute nicht, was aus meinen Bewerbungen über
die bee geworden ist - es gab nie Feedback.
Bereitstellung von Infrastruktur (bis hin zur Finanzierung von kurzen Praktika und Voluntariaten) ist eine sehr wichtige Basis für Jobsuche, ebenso wie allgemeine Beratung und Schulungen.
Die Seminare am Anfang waren hilfreich, genauso wie die Beratungsgespräche mit dem Coach.
Bereitstellung von Arbeitsmitteln (insbes. Telefon) war hilfreich, habe ich jedoch nicht übermäßig benötigt
Bericht eines Kollegen: ... dass man dem gesunden Menschenverstand vertrauen kann
ich bin von den geplanten Abbaumaßnahmen von SIEMENS ICM N betroffen.
Der Betriebsrat konnte die Einrichtung einer BeE durchsetzen und somit
habe ich mich sehr für die Erfahrungsberichte auf Ihrer Internetseite zur
beE interessiert und einer hat mich sehr fasziniert:
Bericht eines Kollegen:
beE = bitte eigenes Engagement!
bei der internen Arbeitsplatzsuche ist mir folgendes passiert:
Kurz vor dem Entscheidungstermin hätte ich bei ICN einen anderen Job gehabt. ...
Bei uns sind auch in einem anderen Bereich 25 offenen Stellen ausgeschrieben und
sollen nur intern besetzt werden.. es sollen wohl gut 3 mal so viele Bewerbungen
vorliegen. Nur ein Entscheidungstermin über diese Einstellungen ist nicht zu erfahren.
Die Bewerbungsgespräche sollen wohl in der nächsten Woche beginnen. Zum Ende der
nächsten Woche soll ich mich zu dem Eintritt in die BeE entschieden haben (.. sonst
folgt die Kündigung) Ich bin nicht der einzige hier, der vermutet, daß die Einstellungen
bewußt solange verzögert werden, um zu sehen, wer bereit ist in die BeE abzuspringen.
Ich denke, daß ich kaum eine Chance auf eine dieser Stellen habe, wenn ich in die BeE
gehe... Übertreibung? Der Erfahrungsbericht des (Ex-)Kollegen bestätigt mir aber, daß
man auf seinen gesunden Menschenverstand vertrauen kann, solche Überlegungen durchaus
nicht paranoid sind und die Mitarbeiter der PA durchaus mehr Entscheidungsgewalt haben,
als von Vorgesetzten und PA'lern zugegeben wird, wenn man Sie direkt mit solchen
Befürchtungen konfrontiert...
Vielen Dank für Ihr Engagement!!
In der beE geht es garnicht und außerhalb nur gesundheitlich gut !
Nachdem ich meine Tochter
Heute Morgen zur Schule gebracht habe, war ich beim joggen (6,5 Kilometer)
und wie immer fühle ich mich danach bestens. Überhaupt, so fit wie die
letzten 9 Monate war ich die letzten 20 Jahre nicht !
Mittlerweile bin ich, seit Sonntag, bei Bewerbung 82 angelangt. Die Anzahl
der Absagen beläuft sich auf 75 ! (Jubiläum !!)
Von meiner mir zugeteilten Beraterin kommt rein gar nichts außer ihrer
persönlichen Meinung, dass ich mich in ihren Augen vielleicht nicht ernsthaft
genug bewerbe und ihr die Kleidung nicht gefällt, mit der ich zu ihr in die
Beratungsgespräche und zur Jobbörse komme. Ich gehe halt immer ganz normal
gekleidet hin und trage dazu keinen Anzug mit Kravatte. Bei einem richtigen
Vorstellungsgespräch bin ich selbstverständlich anders gekleidet. Aber warum
soll ich mich in Schale schmeißen, wenn dies nichts bringt. Die Beraterin
hatte noch nie auch nur einen passenden Job anzubieten und auf den
Mussveranstaltungen (Jobbörse) war dies auch noch nie anders.
Es ging sogar soweit, das mir meine Beraterin gesagt hat, wenn ich die beE
bis Ende durchlaufen wolle, dann müsse ich ihr das nur sagen, dann läßt sie
mich in Ruhe.
Nachdem ich ca. alle 2 Monate zur "Bewerbungskontrolle" mit meinem Ordner
bei ihr bin, fühle ich mich so auch nicht gerade belästigt. Deshalb bin ich
unbedingt für einen Beraterwechsel!
Mit den Vorstellungsgesprächen ist das auch so eine Sache, wenn man welche
hat, dann sind diese meist für relativ zweifelhafte Jobs (ansehen und -hören
schadet trotzdem nicht !).
So könnte ich eine Agentur übernehmen. Der Haken dabei ist, es
steht noch nicht fest, welche dies sein würde und man ist 6 Tage die Woche
im Job und hat Abends ab 17 Uhr bis ? Kundentermine. Will man das ? Meine
Frau ist nicht gerade begeistert von der Aussicht, das ich Abends nur noch
selten Zuhause sein würde.
Diese Woche werde ich mir noch 2 Jobs ansehen, der eine ist, Kunden abzuwerben
und pro Abschluß Provision zu erhalten. Die
Verdienstmöglichkeiten sollen bis zu 25.000? monatlich reichen !? Ich bin
immer sehr vorsichtig angesichts solcher Zahlen ! Auf Provisionsbasis fehlt
mir auch die mit Familie dringend benötigte Sicherheit, falls es dann doch
nicht so läuft oder es in 2-3 Jahren vielleicht kaum noch Kunden abzuwerben
gibt, weil der Markt gesättigt ist. Auch da könnte ich vielleicht sogar eine
eigene Niederlassung in meiner Region bekommen.
Der zweite Job ist, xxx zu verkaufen. Dabei sitzt man im
Auftragszentrum der Firma und bekommt seine Kundentermine zugeteilt. Auch
sehr unsicher und das tatsächliche Einkommen ist schwer zu durchschauen.
Andererseits plagt mich auch langsam der Endetermin der beE, nicht einmal
mehr 9 Monate (wenn keine Verlängerung mehr kommt) und was dann ? Vielleicht
beiße ich mich dann in den Hintern, das ich keinen dieser Jobs wenigstens
versucht habe. Wie man es macht kann es falsch sein ! Man weiß einfach nie
wie man es richtig macht und ist halt leider durch die Familie und laufende
Abzahlungen in der Risikofreudigkeit eingeschränkt.
Wie ist es eigentlich wenn ich in x Monaten die Kündigung von Siemens
bekommen habe ? Ist es nach der Kündigung noch möglich sich intern versetzen
zu lassen oder ist die Tür nach intern damit bereits zu ?
Anmerkung: Da sich die beE Vermittlungszahlen mit jeder Vermittlung erhöhen lassen,
dürfte die Tür angelehnt sein. Die Frage ist allerdings, ob diejenigen, die die beE
verlassen müssen, weil die Zeit um ist, auch als vermittelt zählen - vermittelt zum
Arbeitsamt; das kann nicht so recht kündigen.
Beraterwechsel brachte Zufriedenheit
Mein, mir im Februar von der beE zugeteilter Berater hat auch unter allen
Umständen verlangt, daß ich mich permanent bewerbe, ob die
Stellenausschreibung zu meinem Profil passt oder nicht. Ich habe aber dazu 3
Probleme, zum einen habe ich kein abgeschlossenes Studium, zum anderen bin
ich mittlerweile 45 Jahre alt, und zum Dritten habe ich mir viele Kenntnisse
selbst angeeignet, und dafür logischerweise keine Bestätigungen oder
Kurszertifikate habe. Von einer anderen beE-Kollegin habe ich dann einen
Hinweis bekommen, welche Kurse angeboten werden. Auf Nachfrage bei meinem
Berater sagte dieser, dass ich mir diesbezüglich keine zu grossen Hoffnungen
machen sollte. Es folgten eine Reihe fruchtlose Telefonate und
Beratertermine. Als ich ihn dann speziell auf einen bestimmten Kurs ansprach, meinte
er, daß er keine Notwendigkeit für diesen Kurs gesehen hat. Begründung: er
ordnet mich in der Hardware-Entwicklung ein! Und das, obwohl ich noch nie
etwas mit Hardware-Entwicklung zu tun hatte, und dieses auch aus meinem
Lebenslauf nicht hervorgehen kann (hat er meinen Lebenslauf einmal genau
gelesen, oder interessiert ihn das überhaupt?). Zu diesem Zeitpunkt hatte
ich zwei Vermutungen, zum Einen daß uns die beE, zwar positiv formuliert,
aber doch möglichst kostengünstig entsorgen will, zum Anderen, daß dieser
Berater vielleicht auf seinem Gebiet gut sein kann, aber mit der Zuordnung
in der EDV Probleme hat. Den Kurs hat er mir nach längerer Diskussion dann
doch genehmigt, nachdem er gemerkt hat, dass er im Irrtum war. Anscheinend
wurden die Berater Anfang des Jahres wahllos zugeordnet, ob sie Kenntnisse
auf dem Fachgebiet der betroffenen beE-ler hatten, oder auch nicht.
Nach mehrereren im Streit ausgetragenen Telefonaten, hat mich dann Frau
W. um ein Gespräch gebeten. Diese wollte eine Darstellung des
Sachverhalts von mir hören. Nach dem ich ihr gegenüber dann gesagt habe,
wenn die Vorkommnisse bei einem Bankberater passiert wären, hätte ich den
schon längst "in die Wüste geschickt", bzw. die Bank gewechselt, da
verstand sie auch den Ernst meiner Meinung. Folglich beantragte ich einen
Wechsel des Beraters wegen unüberbrückbarer Differenzen, mit gleichzeitiger
Nennung eines Wunschkandidaten. Diesen habe ich dann auch bekommen und bin
sehr zufrieden mit ihm. Dieser Berater ist sehr
realistisch und bewegt sich auch auf dem Boden der Tatsachen.
Das eigene Schicksal kann und muß man auf alle Fälle selbst in die Hand
nehmen, der Berater kann und soll da auch nur unterstützend hilfreich sein.
Denn letztlich ist jeder für sich selbst verantwortlich. Es ist schlimm
genug, daß wir in diese Situation gekommen sind.
Kurzberichte
Ich habe jetzt seit ich in der beE bin soviele Leute kennen gelernt wie
seit meinem Studium nicht mehr. Natürlich unterhält man sich auch über
die Betreuung und die Betreuer.
- Einige haben erzählt, dass ihr Betreuer verlangt, dass sie jeden Tag
eine Bewerbung abschicken, mindestens fünf Stück pro Woche. Du kennst ja
die Situation auf dem Arbeitsmarkt - so eine Forderung ist ausgemachter
Blödsinn, aber - sie wird (mit entsprechendem Druck) verlangt.
- Einige haben erzählt, ihre Berater verlangen von ihnen wöchentlich
eine Aufstelleung der vorgenommenen Bewerbungen in Form einer
Exceltabelle, mit den Feldern: "von wann stammt die Ausschreibung",
"wann wurde sie entdeckt", "wann wurde Telefonkontakt aufgenommen",
"wann wurde die Bewerbung abgeschickt", "wann kam die
Eingangsbestätigung" ... ... ...
- Von einigen habe ich gehört, dass sie gerade Mal zwei Wochen Kurs
bekamen. Weitere Kurswünsche wurden vom Berater abgeblockt: "Wieviel
wollen sie denn noch?"
- Ein paar Kollegen haben erzählt, ihnen wurde bei
Vorstellungsgesprächen ein Gehalt geboten das weniger als die Hälfte
ihres bisherigen war. Ihre Betreuer haben sie gedrängt die Stellen doch
anzunehmen. Unterstrichen mit so "tollen" Bemerkungen wie "sie müssen
schon nehmen was sie bekommen", "in ihrer Lage sollten sie nicht so
wählerisch sein", "stellen sie sich doch nicht so an", "in ihrem Alter
sollten sie froh sein überhaupt etwas zu bekommen" ...
Ein Berater wie er sein sollte
Mein Betreuer:
- Ich habe ihm mal erzählt, dass in manchen Wochen nur eine oder
manchmal auch gar keine passende Stelle zu finden ist. Er hat das
akzeptiert, da er selber den Stellenmarkt beobachtet und weiss dass es
nicht rosig ausschaut. Er verlangt nicht von mir, dass ich mich als
Strassenkehrer oder Kloputzer bewerbe, nur um mein wöchentliches Soll zu
erfüllen.
- Ich habe gerade einen viermonatigen Java-Kurs hinter mir. Als ich
jetzt noch einen Oracle-Kurs anfragte hat er mich _nicht_ dumm
angequatscht. Dass ich nicht die Kurse bekomme die ich eigentlich wollte
liegt nicht an ihm sondern an den Vorgaben der beE.
- Als mir eine Stelle für ein Jahresgehalt von ca. 40.000 p.a.
angeboten wurde (bei 40Std, unbezahlte Überstunden, Reisetätigkeit), da
hat er nicht verlangt, dass ich diese Stelle annehme. Er hat mir zwar
gesagt, dass ich Abstriche machen muss (was ich auch verstehe), aber er
hat auch gesagt, dass ich nicht "für ein Butterbrot" arbeiten gehen
sollte.
- Als ich mich jetzt auf eine Stelle im Ausland bewerben wollte,
und noch ein paar Informationen gebraucht habe, habe ich mehrere Tage
erfolglos versucht dort anzurufen. Nachdem das nicht geklappt hat und
ich jetzt wegen des Kurses auch nicht mehr soviel Zeit habe hat er es
solange versucht, bis er jemanden erreicht hat, und mir die
entsprechenden Informationen besorgt.
- Ich hatte im Juni angekündigt, dass ich im Juli Urlaub machen
will. Anfang Juli,
ich war gerade ca tausend Kilometer weit weg, rief Frau K. auf dem Handy an und
meinte sie habe gerade einen Termin für
ein Vorstellungsgespräch für mich vereinbart. Ich habe ihr erklärt, dass
ich im Urlaub und bereits 1000 Km weit fort sei. Sie hat ernsthaft
verlangt, dass ich unverzüglich nach München zurückkommen solle. Als ich
ihr sagte, dass es keinen Sinn mache die weite Strecke zu fahren (die
suchten einen Hardwareentwickler - FPGAL, VHDL etc. - ich bin
Softwareentwickler), da meinte sie "wir werden schon noch sehen ob sie
kommen oder nicht". Kurze Zeit später läutete wieder das Telefon, es war
mein Betreuer, und er fragte was denn los sei, die Frau K. habe sich
bei ihm beschwert. Ich habe ihm die Situation erklärt, und er hat die
Sache geregelt.
Anmerkung: dieser Berater ist übrigens der gleiche wie der des Kollegen, der zu diesem
Berater gewechselt hat.
Konstruktive Einstellung
Ich hatte in der beE von Anfang an Probleme mit meiner Beraterin, die sich
schließlich in einem offenen Streit kulminierten. Kurze Zeit darauf
wurde ich zu einem Gespräch zur beE-Leitung geladen.
Meine Erfahrung und Ratschlag für ähnliche Fälle : Man sollte bei
offensichtlicher Erfolg- und Sinnlosigkeit der Zusammenarbeit mit der
zugeteilten Beraterin auf Frau W. ( beE-Leiterin ) offen zugehen, sie um
ein Gespräch möglichst unter vier Augen bitten, ihr die Situation sachlich,
frei von Emotionen schildern und um einen Beraterwechsel bitten.
Frau W. hat eine wirklich sehr konstruktive Einstellung, zumindest in
meinem Fall hat sie die zukünftige Vorgehensweise thematisiert statt
"Vergangenheitsbewältigung" zu betreiben. Mein Wunsch nach einen neuen
Berater wurde erfüllt, da hierzu objektiv nachvollziehbare Gründe vorlagen.
Zurück als Consultants - Vedrohung für andere?
Der Konflikt:
"Moralische Bedenken, als Consultant bei Siemens den (noch) Festangestellten die
Arbeit wegzunehmen, habe ich zwar, aber nach einem Jahr erfolgloser Suche nach
einem internen oder externen Job habe ich keine andere Wahl.", schrieb ein Mitarbeiter.
Hier sei ganz klar gesagt, dass NCI auch alle Consultants unterstützt. Es hilft nur dem
Arbeitgeber, wenn ein Keil zwischen Consultants und Festangestellten getrieben wird. Jeder
Festangestellte kann morgen ein Consultants sein, die Umkehrung ist weniger wahrscheinlich.
Der Wunsch von NCI ist es,
dass sich auch die Mitarbeiter, die noch einen Job haben,
sich rechtzeitig informieren und solidarisieren.